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SAP: Wenn Maschinen kommunizieren – M2M und IIoT

  • SAP: Wenn Maschinen kommunizieren – M2M und IIoT
    Die Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) und das Industrial Internet of Things (IIoT) sind zwei Trendthemen, mit denen sich jedes Fertigungsunternehmen auf die eine oder andere Weise beschäftigt.

Die Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) und das Industrial Internet of Things (IIoT) sind zwei Trendthemen, mit denen sich jedes Fertigungsunternehmen auf die eine oder andere Weise beschäftigt. Doch wo liegen die Unterschiede der Technologien, wie kann Sicherheit gewährleistet werden und was sind konkrete Vorteile für den Einsatz?

 

 

 

M2M und IoT haben ähnliche Vorteile: Durch den automatisierten Austausch von Informationen sparen Unternehmen Kosten, verbessern Arbeitsprozesse und kreieren neue Services und Geschäftsmodelle. Obwohl sich die beiden Technologien immer ähnlicher werden, gibt es noch Unterschiede. Doch sie verwischen mit der Zeit.

M2M und IoT – ist das nicht das Gleiche?

Die Ziele sind tatsächlich ähnlich: M2M und IoT ermöglichen den automatischen Informationsaustausch zwischen Maschinen, Anlagen, Robotern und dem ERP-System. Das reduziert ungeplante Ausfallzeiten, verbessert Services und erhöht die Produktivität. Doch M2M verdrahtet Maschinen fest von Punkt zu Punkt, was in der Fertigungsbranche bereits seit einigen Jahren etabliert ist. In der Regel sind Micro-Controller in die Maschine eingebettet, die Daten mit anderen Maschinen oder einer Leitstelle austauschen. Dazu nutzen sie Mobilfunk, WLAN oder Kabel und eine spezifische Protokollsprache.

Beim Internet of Things (IoT) sind eindeutig identifizierbare "Dinge" – Geräte aller Art – in einer Internet-ähnlichen Struktur vernetzt. Das Internet der Dinge richtet sich vor allem an private Anwender und möchte mehr Komfort in das Alltagsleben bringen. Beim Einsatz von IoT-Technologien in Unternehmen spricht man deshalb oft von IIoT (Industrial Internet of Things). Es vernetzt im Endeffekt die gleichen Anlagen und Maschinen wie M2M, doch das IIoT arbeitet internetbasiert. Das bedeutet, jedes Gerät hat eine eigene IP-Adresse, was bei M2M nicht zwingend notwendig ist. Über eine Schnittstelle werden Daten über verschiedene Protokolltypen ausgetauscht – was mehr Flexibilität und Skalierbarkeit bringt. In der Regel nutzt das IIoT Cloud-Technologien, um die Prozesse und spätere Auswertung der Daten zu vereinfachen.

Unternehmen setzen die M2M-Lösungen eher auf operativer Abteilungsebene ein. Um auch strategische Vorteile durch Big Data und Analytics nutzen zu können, wachsen beide Bereiche zusammen. Das "running System" M2M muss nicht angefasst werden und doch profitieren Unternehmen von den Vorteilen des IIoT. Bei der Umsetzung helfen Software-Container und IoT-Gateways gerade bei den älteren Maschinen, die sich nur schwer mit zusätzlichen Sensoren nachrüsten lassen.

Wie sicher ist M2M in der industriellen Fertigung?
Neben der Interoperabilität ist die Sicherheit ein großes Thema des IIoT. Wenn Maschinenkomponenten standortübergreifend miteinander kommunizieren und dazu ERP-Software angebunden ist, steigt zwangsläufig auch die Zahl der Angriffspunkte für Cyber-Kriminelle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zählt gerade Angriffe auf die internetverbundenen Steuerungs- oder Cloud-Komponenten zu den größten Bedrohungen für Industrial Control Systems (ICS). Kriminelle greifen Produktionssysteme an, um die Unternehmer zu erpressen oder Prozesse zu sabotieren.

Der Mittelstand kann sich aber gut schützen, indem er nur notwendige Vernetzungen vornimmt und nach dem Dreiklang Prävention – Detektion – Reaktion einen kontinuierlichen, priorisierten Sicherheitsprozess einführt, der viele Unternehmensbereiche einbezieht.

Einsatz von M2M und IIoT ist ein Muss
Effizientere Prozesse, weniger Ausschuss und eine vorausschauende Maschinenwartung bringen zählbare Vorteile für Fertigungsunternehmen und legen gleichzeitig das Fundament für die automatisierte Fertigung. Bisher lineare Prozesse werden dynamisch und ermöglichen die kundenspezifische Fertigung bis hin zur Losgröße 1. Die Einbindung von ERP- und Produktions-IT automatisiert Prozesse, wenn beispielsweise Bestellsysteme in Echtzeit mit Maschinen kommunizieren und Produktionsprozesse steuern. Konkret ordern Verkaufsautomaten an Bahnhöfen Ware selbstständig, wenn der Bestand zur Neige geht oder Maschinen fordern den Ersatz eines Verschleißteils.

Technologisch kann hier beispielsweise das SAP Asset Intelligence Network zum Einsatz kommen. Das cloudbasierte Netzwerk sammelt Informationen aller Maschinen und Teile in einer zentralen Datenbank und eröffnet damit das Potenzial des IIoT für alle Unternehmen. Strategien für die Instandhaltung und die optimierte Nutzung lassen sich mit dem Netzwerk gut umsetzen. Sicher und zuverlässig wissen die Anwender, in welchen Zustand sich welches Teil wo befindet.

Das IIoT ermöglicht Fertigungsunternehmen, M2M von einer linearen Überwachung und Steuerung zu einem dynamischen System zu entwickeln, das Effizienzpotenzial freisetzt und neue Services ermöglicht. Mehr dazu erfahren Sie im Whitepaper "SAP Leonardo Internet of Things – Geschäftserfolg in einer vernetzten Welt".

Weiterführende Links


www.sap.com

Foto: SAP