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Europäische Kommission: Studie zu umweltfreundlicheren Cloud-Diensten veröffentlicht

Wie die EU-Mitgliedstaaten den steigenden Stromverbrauch von Cloud-Diensten und Rechenzentren begrenzen können, zeigt eine von der EU-Kommission heute (Montag) veröffentlichte Studie. "Der Europäische Grüne Deal zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Deshalb müssen wir unseren Stromverbrauch kontrollieren", so Margrethe Vestager, die für das digitale Europa zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission. "Eine intelligentere und umweltfreundlichere Nutzung der digitalen Technologien ist ein Schlüsselfaktor dafür, dass Europa sein ehrgeiziges Ziel erreicht."

 

 

Binnenmarktkommissar Thierry Breton fügte hinzu: "Die globale Datenmenge wird weiterhin rasch wachsen. Deshalb müssen wir geeignete Infrastrukturen entwickeln, um umweltfreundliche, effiziente Cloud-Dienste und energieeffiziente Rechenzentren zu fördern. Europa muss das Epizentrum der grünen Technologie sein."

Die Studie zeigt, dass der Energieverbrauch von Rechenzentren in den EU-Mitgliedstaaten voraussichtlich von 2,7 Prozent des Strombedarfs im Jahr 2018 auf 3,2 Prozent bis 2030 ansteigen wird.

Die Studie zeigt technische und politische Optionen auf, wie dieser Anstieg begrenzt werden kann. Zu den technischen Lösungen gehören beispielsweise effizientere Kühlsysteme, die Wiederverwendung von Wärme, der Einsatz erneuerbarer Energien zur Versorgung von Rechenzentren und der Bau dieser Rechenzentren in kälteren Regionen.

Zu den politischen Optionen gehören ein umweltfreundliches öffentliches Beschaffungswesen, Regeln für Europas Behörden, umweltfreundlicher Dienstleistungen einzukaufen und die Förderung einheitlicher Indikatoren für Energieeffizienz.

Die Studie unterstützt die laufenden Bemühungen, das Ziel der Digitalen Strategie zu erreichen, bis 2030 klimaneutrale, hoch energieeffiziente und nachhaltige Rechenzentren zu schaffen und ein europäisches Cloud-Regelwerk mit gemeinsamen technischen Regeln und Normen, zu entwickeln.

Weiterführende Links

https://ec.europa.eu
Zur Studie