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Bauteil 4.0 - Funktionsintegrierte Sandwichbauteile für die Flugzeugkabine

  • v.l.n.r.: Daniel Ernst (TU Dresden), Prof. Ralf God (TUHH), Marc Heckert (TUHH), Dr. Silvio Nebel (IMA) und Prof. Thomas Zerna (TU Dresden) beim ersten Arbeitstreffen in Dresden.

Die Technische Universität Hamburg (TUHH), die Dresdener Firma IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH und die Technische Universität Dresden (TUD) erforschen in einem gemeinsamen Förderprojekt Integrationsmöglichkeiten von Elektronik und Mikrosystemtechnik in Leichtbauteile für die Flugzeugkabine.



Unter der Leitung des Instituts für Flugzeug-Kabinensysteme an der TUHH wurde das Forschungsprojekt mit dem Titel „Funktionsintegrierte Sandwichbauteile für die Flugzeugkabine als Voraussetzung für Industrie 4.0 und innovative Betriebs- und MRO-Prozesse“, kurz Bauteil 4.0, am 01. Juni 2019 gestartet. Das Vorhaben soll die Zusammenarbeit und die wichtige Achse zwischen dem Mikroelektronik-Standort in Sachsen und dem Airbus-Standort und Kompetenzzentrum für Flugzeugkabinen in Hamburg weiter stärken. In den nächsten 30 Monaten sollen Technologien und Prozesse entwickelt werden, um Formbauteile in Flugzeugkabinen durch Integration von elektronischen, sensorischen und mikrosystemtechnischen Modulen mit mehr Funktionalität auszustatten.

„Eine intelligente Produktion benötigt auch intelligente Bauteile“, sagt Professor God vom TUHH-Institut für Flugzeug-Kabinensysteme, der das Vorhaben koordiniert. Ziel ist es, neben der Komforterhöhung für die Passagiere vor allem die Bauteile fit zu machen für innovative Produktions-, Wartungs- und Betriebsprozesse im Zeitalter Industrie 4.0. „Funktionsintegration wird in anderen Industrien schon lange und erfolgreich als Lösung eingesetzt, wenn es um kompakte, intelligente und gewichtssparende Bauteile geht“, weiß Professor Zerna zu berichten, der an der TU Dresden das Zentrum für mikrotechnische Produktion leitet. „Das Konsortium vereint Kompetenzen zum Entwurf und zur Herstellung von Kabinenbauteilen, zur Aufbau- und Verbindungstechnik der Elektronik und zur Zuverlässigkeitsbewertung und Qualifikation von Komponenten, Modulen und Systemen,“ erklärt Dr. Silvio Nebel von der IMA Dresden „und wir arbeiten von Beginn an in engem Kontakt mit unseren assoziierten Partnern aus der Luftfahrt- und Luftfahrt-Zuliefer-Industrie zusammen.“

Bauteil 4.0 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im 3. Aufruf des LuFo V Rahmenprogramms gefördert, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Mehr Informationen erhalten Sie unter der Adresse des Projektkoordinators:


Prof. Dr. Ralf God TUHH
Technische Universität Hamburg, Institut für Flugzeug-Kabinensysteme
E-Mail: ralf.god@tuhh.de 
www.tuhh.de/fks