News

Infineon und Silicon Saxony: Großinvestition in neues Werk in Dresden geplant

  • Infineon: Großinvestition in neues Werk in Dresden geplant
    1.000 neue Jobs entstehen in der geplanten 300-mm-Fab von Infineon Technologies in Dresden. Insgesamt 5 Mrd. Euro sollen am Standort und in das neue Halbleiterwerk investiert werden.

Das war ein guter Tag für die Technologiestandorte Deutschland und Europa: 1.000 neue Jobs entstehen in der geplanten 300-mm-Fab von Infineon Technologies in Dresden. Insgesamt 5 Mrd. Euro sollen am Standort und in das neue Halbleiterwerk investiert werden. "Für den Technologiestandort Deutschland und Europa ist das eine großartige Nachricht und ein guter Tag. Gleichzeitig bedeutet dies einen Erfolg für das ganze Ökosystem im Silicon Saxony. Die Entscheidung von Infineon für Dresden bzw. das Silicon Saxony zeigt, dass Deutschland und Europa international wettbewerbsfähig sind und bleiben", sagt Frank Bösenberg, Geschäftsführer des Branchenverbands. Zudem ist die Erweiterung von Infineon für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Hochtechnologiestandorts Europa, Deutschland und Silicon Saxony ein zentraler Baustein.

 

"Dekarbonisierung und Digitalisierung sorgen für strukturell steigenden Halbleiterbedarf. Dank seiner strategischen Ausrichtung wird Infineon überproportional von dieser Entwicklung profitieren", sagt Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon. "Mit der geplanten Investition in ein neues Werk setzen wir unsere Strategie weiter konsequent um und verbreitern vorausschauend die Basis für unseren beschleunigten profitablen Wachstumskurs. Wir freuen uns über die politische Unterstützung für eine Investition am Standort Dresden und setzen auf eine angemessene Förderung unter dem European Chips Act.

Um das erwartete beschleunigte Wachstum bei Analog-/Mixed-Signal und Leistungshalbleitern zu ermöglichen, plant Infineon, seine 300 Millimeter Fertigungskapazitäten weiter auszubauen. Geplanter Fertigungsstandort ist Dresden. Dabei ist eine angemessene öffentliche Förderung Voraussetzung für die Investitionsentscheidung. Die geplante Investitionssumme von 5 Milliarden Euro wäre die größte Einzelinvestition in der Geschichte von Infineon. Das Unternehmen würde damit seine Position als ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Power Systeme stärken. Bei voller Auslastung liegt das jährliche Umsatzpotenzial der geplanten Fabrik auf dem Niveau der Investition. Das neue Werk soll bis zu 1.000 neue hochwertige Arbeitsplätze schaffen und könnte entsprechend der Planung im Herbst 2026 produktionsbereit sein.

Mit dem Ausbau in Dresden entsteht bei Infineon in Dresden eine der größten Chipfabriken Europas. Damit ist Sachsens Landeshauptstadt das Zuhause von schon zwei zentralen Fabs für die europäische Chip-Produktion. "Jetzt ist entscheidend, dass die Umsetzung des European Chips Act schnellstmöglich Realität wird. Alle Beteiligten in Brüssel und Berlin müssen ihren Worten Taten folgen lassen, die Rahmenbedingungen finalisieren und die Förderprogramme starten. Wir als Hightech-Branchenverband unterstützen die Industrie in ihren Forderungen nach der Realisierung des europäischen Chip-Gesetzes", erklärt Frank Bösenberg weiter.

Statement von Ministerpräsident Michael Kretschmer:
"Infineon stärkt den Wirtschaftsstandort Dresden. Diese 5 Milliarden sind ein Zukunftsversprechen und bedeuten für viele Menschen sehr gute Arbeitsplätze. Mikroelektronik ist die Schlüsseltechnologie. Sachsen hat über Jahrzehnte diese Zukunftsindustrie durch Investitionen in die Wissenschaft gefördert."

Statement von Wirtschaftsminister Martin Dulig:
"Infineon ist einer der bedeutendsten Hersteller von Mikrochips auf der Welt. Die Entscheidung, zur Planung eines neuen Werks in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, 5 Milliarden Euro dafür zu investieren und rund 1.000 weitere Arbeitsplätze zu schaffen, begrüße ich ausdrücklich. Ich freue mich über dieses klare Bekenntnis von Infineon zum Standort Dresden.

Der Standort Sachsen und das Silicon Saxony werden durch diese Entscheidung nachhaltig gestärkt. Auch die Unabhängigkeit Europas vom asiatischen und amerikanischen Chipmarkt wird mit einer neuen Fabrik in Dresden deutlich erhöht. Die Staatsregierung wird sich nun gemeinsam mit der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die für die Investition benötigte Förderung über den europäischen Chips-Act auch erfolgen kann."

Weiterführende Links

www.infineon.com   

Foto: Infineon