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Europäische Kommission: Cyberangriffe – EU trainiert und verbessert Abwehrbereitschaft

Die EU-Mitgliedstaaten, die EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) und die EU-Kommission führen eine zweitägige Cybersicherheitsübung durch, um das Krisenmanagement zu testen. Im Hinblick auf die bevorstehende Umsetzung der Richtlinie über Netz- und Informationssysteme (NIS2) verbessert die groß angelegte Übung die gemeinsame Koordinierung, das Situationsbewusstsein und den Entscheidungsfindungsprozess. Gleichzeitig fördert sie die Vertrauensbildung und den Informationsaustausch, auch zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission.

 

 

Thierry Breton, Kommissar für den Binnenmarkt, erinnerte daran, dass böswillige Akteure mehr denn je neue Strategien entwickeln, um digitale Infrastruktur und Dienste ins Visier zu nehmen. "Cyberangriffe sind allgegenwärtig, und es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, gemeinsam schnelle Notfallpläne auszuarbeiten und umzusetzen, insbesondere im Falle eines groß angelegten Cybervorfalls oder einer Krise."

Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Cyberangriffen

Die Cybersicherheitsübung findet unter der Bezeichnung "Blueprint Operational Level Exercise" (Blue OLEx 2022) statt. Sie wird in diesem Jahr von den litauischen Behörden mit Hilfe der ENISA im Rahmen des European Cyber Crisis Liaison Organisation Network (EU-CyCLONe) organisiert. EU-CyCLONe unterstützt die Koordinierung bei groß angelegten Cybersicherheitsvorfällen und -krisen. Sie gewährleistet auch den regelmäßigen Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten und den Organen, Einrichtungen und Agenturen der Union. EU-CyCLONe trägt dazu bei, den Plan der Europäischen Kommission für eine schnelle Notfallreaktion im Falle eines groß angelegten, grenzüberschreitenden Cybervorfalls umzusetzen – indem sie die Zusammenarbeit zwischen der technischen und der politischen Ebene ermöglicht.

Weiterführende Links

https://european-union.europa.eu/index_de