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Vodafone: Geräte über die Cloud versorgt

  • Vodafone: Geräte über die Cloud versorgt
    Adriano Vlad, Projektleiter und Software-Ingenieur im Network as a Platform-Team von Vodafone, und Víctor Fernández, Leiter des Network as a Platform-Teams, greifen über einen Touchscreen auf das Cloud-Smartphone zu und spielen ein Spiel darauf. Die Verbindung mit niedriger Latenz sorgt für ein nahtloses Erlebnis auf dem lokalen Gerät.

Die Innovation verlagert sich zurück ins Netz. Wo 4G soziale Netzwerke in jede Hosentasche katapultiert hat, ist 5G der Kanal für neue Cloud-basierte Dienste und reaktionsschnelle industrielle Anwendungen. Durch die Kombination von Edge-Computing mit 5G-Geschwindigkeit und niedriger Latenz - der Zeit, die Maschinen benötigen, um auf einen Befehl zu reagieren - kann Vodafone die Leistung des Cloud-Computing viel näher an den Nutzer bringen.

Apps und Webseiten können in weniger als 10 Millisekunden geladen und aufgerufen werden, im Gegensatz zu 50 bis 400 Millisekunden, weil die Informationen virtuell in der Cloud am Rande des Netzes gespeichert sind und das Gerät die Daten nicht von einem weit entfernten Server abrufen muss.

Das ist wichtig, denn für Maschinen und Roboter, die kritische Arbeiten in den Bereichen Sicherheit, Gesundheitswesen und Fertigung unterstützen, zählt jede Millisekunde. Und auch die Verbraucher können in vielerlei Hinsicht davon profitieren, z. B. durch die Möglichkeit, die Bewegungskrankheit zu minimieren, wenn sie sich in der Freizeit oder bei der Arbeit in einer Virtual-Reality-Welt bewegen.

Die Speicherung von Rechenleistung in einer privaten, öffentlichen oder hybriden Cloud am Rande des Netzwerks bedeutet, dass Geräte wie intelligente Sicherheitsbrillen oder Brillen keinen sperrigen Rahmen mehr benötigen, um Augmented-Reality-Anwendungen auszuführen.

Vodafone-Ingenieure haben sich mit dem spezialisierten Softwareunternehmen Canonical zusammengetan, um kürzlich zu demonstrieren, wie ein Prototyp eines Smartphone-Betriebssystems auf leistungsstarken Cloud-Servern laufen kann. So können Nutzer von jedem internetfähigen Bildschirm aus auf ihre Apps und Daten zugreifen, ohne dass sie dafür leistungsstarke Hardware benötigen.

Im Test konnte ein Nutzer seine mobilen Momente auf einem großen Spiegel, der mit der Anbox-Cloud-Plattform von Canonical verbunden war, über eine Internetverbindung mit dem schnellen Netz von Vodafone selektiv teilen. Der Mirror oder jeder andere Bildschirm, der für den Zugriff auf den Dienst verwendet wird, benötigt nur grundlegende Videodekodierungsfunktionen - die Fähigkeit, einen digitalen Videostream effizient abzuspielen -, die heute von den meisten Geräten unterstützt werden.

Die Technologie ist nicht auf Smart Mirrors beschränkt. Mit dem 5G-Netz von Vodafone, das sich mittlerweile über 11 europäische Länder erstreckt, ist es möglich, die Vorteile des Smartphones eines Kunden und der Cloud-basierten Dienste auf Millionen von Haushaltsgegenständen oder Wearables auszuweiten.

Ein Unternehmen oder eine Behörde könnte schnell wichtige Informationen auf mehrere öffentliche Bildschirme gleichzeitig übertragen, und ein Ingenieur im Außendienst könnte ein komplexes Handbuch durch seine Augmented-Reality-Brille lesen, während er mit dem Server seines Unternehmens Tausende von Kilometern entfernt verbunden ist.

Johan Wibergh, Chief Technology Officer von Vodafone, erklärte: "Indem wir neue 'Thin Apps' näher an den Kunden heranbringen, ermöglichen wir es ihm, an mehr Orten auf Apps zuzugreifen, ohne durch die Verzögerung eines weit entfernten Rechenzentrums behindert zu werden."

Vodafone hat mehrere Einsatzmöglichkeiten für Thin Apps im Netz identifiziert. Angesichts der prognostizierten Verbreitung intelligenter Geräte in Privathaushalten, Fabriken und im Büro ist es umweltfreundlicher und kosteneffizienter, die Leistung von 5G und Edge Computing zu nutzen, anstatt jedes neue Gerät mit der gleichen batteriehungrigen Rechenleistung und den gleichen Edelmetallen auszustatten, die in Smartphones zu finden sind.

Der jüngste Bericht von Vodafone über vernetzte Verbraucher prognostiziert, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre die Haushalte mit Produkten ausgestattet sein werden, die proaktiv die Gesundheit überwachen, wie z. B. mit Sensoren ausgestattete Badezimmerspiegel. Draußen werden tragbare Geräte über die Sprachsteuerung hinausgehen, und Apps werden sich vom Smartphone auf AR-Brillen ausdehnen - die eher wie Brillen aussehen.

Das Cloud-Smartphone ist zum jetzigen Zeitpunkt nur ein Prototyp, der vielleicht Realität wird, aber es zeigt, dass sich die Innovation wieder auf das Netz verlagert. Vodafone stellt Tausende von Software-Ingenieuren in seiner Technologieabteilung ein, um die Leistungsfähigkeit der heutigen softwaregesteuerten Netze für die Entwicklung neuer, bahnbrechender Anwendungen nutzbar zu machen. Das ist erst der Anfang.

Weiterführende Links

www.vodafone.com

Foto: Vodafone