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HTW Dresden: Forschungsergebnisse zielgerichtet in Anwendung bringen - Validierungsprogramm "PiA" startet

  • Der Prorektor für Forschung und Transfer sieht in diesem Programm großes Potenzial sowohl für die Hochschule als auch die Wirtschaft.
    Ziel von PiA ist es, zu überprüfen, ob Entwicklungen aus Forschungsvorhaben den Ansprüchen realer Anwendungsszenarien genügen und sie in reale Produkte oder Dienstleistungen überführt werden können.

Die HTW Dresden erhält eine Millionenförderung, um den Technologietransfer zwischen Forschung und Wirtschaft zu stärken. Im Programm "PiA – Potentiale in Anwendung bringen" werden vielversprechende Forschungsergebnisse auf ihre Passfähigkeit für Industrie und Gesellschaft hin überprüft. Das Gesamtfördervolumen beträgt 1,11 Mio. Euro.

Die Validierungsförderung des Freistaates Sachsen unterstützt Projekte, bei denen die Forschungseinrichtungen ein systematisches Validierungsmanagement aufbauen. Im Rahmen eines definierten Budgets können die Hochschulen selbstständig über die Auswahl zu validierender Forschungsergebnisse entscheiden. Dabei werden an der HTW Dresden im Zeitraum bis 2025 zehn Einzelprojekte mit einem Budget von bis zu 100.000€ unterstützt, um Verfahren, Materialien, Software oder auch Geschäftsmodelle nah an den tatsächlichen Markt- und Anwendungsprofile auszurichten.

Der Name soll Programm sein: Ziel von PiA ist es, zu überprüfen, ob Entwicklungen aus Forschungsvorhaben den Ansprüchen realer Anwendungsszenarien genügen und sie in reale Produkte oder Dienstleistungen überführt werden können. "Die Validierung vor Ort gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie die Möglichkeit, dass die Hochschule selbst über die Auswahl der zu fördernden Projekte entscheiden kann, führt dazu, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse schneller und zielgerichtet in Wirtschaft und Gesellschaft überführt werden können.", so der Prorektor für Forschung und Transfer, Professor Gunther Göbel, der das Projekt leitet.

"Ein Fokus wird auf Projekten liegen, die eine große Innovationshöhe aufweisen, aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen adressieren und einen nachhaltigen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz leisten. Ebenso wird der fortschreitenden Digitalisierung Rechnung getragen.", erläutert Professor Gunther Göbel. Die ersten Vorhaben werden im Juli 2022 starten. Das Programm wird von einem zentralen Programmmanagement an der Hochschule begleitet.

Der Prorektor für Forschung und Transfer sieht in diesem Programm großes Potenzial sowohl für die Hochschule als auch die Wirtschaft: "Die HTW Dresden stärkt ihre Rolle als anwendungsorientierte und forschungsstarke Partnerin für Unternehmen. Die beteiligten Unternehmen erhalten Zugang zu validierten Ergebnissen, die ihren konkreten Bedarfen entsprechen und die Innovationskraft stärken."

Hintergrund: Validierungsförderung
Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) hat am 10. August 2020 die Richtlinie zur Förderung der Validierung von Forschungsergebnissen (RL Validierungsförderung) verabschiedet. Das Programm zielt auf einen verbesserten Technologietransfer zwischen Forschung und Wirtschaft ab.

Für den zweiten Förderaufruf im Juli 2021 konnten sich sächsische Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bewerben. Gefördert werden Projekte zur Etablierung, Umsetzung und Verbesserung von Prozessen zur systematischen Auswahl der für eine wirtschaftliche Verwertung vielversprechendsten Forschungsergebnisse und deren Validierung – und zwar im Rahmen eines von der antragstellenden Wissenschaftseinrichtung eigenverantwortlich zu verwaltenden Budgets mit einem Vorhabenszeitraum von bis zu 48 Monaten.

Weiterführende Links

www.htw-dresden.de

Bild: HTW Dresden / Unsplash