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TU Freiberg: Gastwissenschaftler aus Teheran am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien

  • Während seines Gastaufenthaltes am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien lebt der Wissenschaftler mit seiner Familie in Freiberg.
    Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi untersucht eine Probe des neuen Funktionsmaterials unter dem Mikroskop.

Als Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung forscht Chemiker Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi von der Universität Baqyyatollah in Teheran für derzeit am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien. Er untersucht, wie aus Nanomaterialien Funktionsmaterialen werden.

"Ich arbeitete schon länger mit meinem Gastgeber Prof. Hermann Ehrlich zusammen. So entstand die Idee eines Forschungsaufenthalts an der TU Bergakademie Freiberg. Mit der erfolgreichen Bewerbung um ein Georg Forster-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung kann ich nun neue Aspekte meines Forschungsgebiets, der Biopolymere, vertiefen", sagt Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi, der in der iranischen Hauptstadt als Professor an der Universität Baqyyatollah forscht und lehrt.

"Wissenschaft lebt von der Zusammenarbeit mit Forschenden aus verschiedenen Fachgebieten, verschiedenen Einrichtungen und mit unterschiedlichen persönlichen Hintergründen. Und sie lebt vom Austausch von Ideen. Nur so ist es möglich, neue Wissensgebiete zu erschließen", meint der Gastwissenschaftler, der im März 2021 in Freiberg ankam. Rund sieben Monate habe der Bewerbungsprozess für das Forschungsstipendium gedauert; ein Jahr lang warteten er und seine insgesamt vierköpfige Familie in Zeiten der Pandemie auf das erforderliche Visum für die Einreise.

Neue Erkenntnisse durch internationale Zusammenarbeit

Nun freut sich Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi vor allem darauf, Neues zu lernen und die neuen Erkenntnisse in seine Heimatuniversität aber auch in neue europäische Netzwerke hineinzutragen: "Dank der hervorragenden Infrastruktur in den modernen Laboren kann ich beispielsweise neue Ansätze zur nanotechnologischen Bearbeitung von karbonisierten und mit Silber überzogenen Schwämmen untersuchen", so der Forscher. "Diese könnten künftig als Katalysatoren, Filter oder Sensoren eingesetzt werden." Prof. Hermann Ehrlich, der den Gastwissenschaftler für insgesamt 16 Monate in seinem Labor empfängt, freut sich über die Zusammenarbeit: "Ich empfinde es als Anerkennung der Qualität unserer Forschung, dass die Alexander von Humboldt Stiftung und Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi als ihr Fellow an der TU Bergakademie Freiberg beste Voraussetzungen für das gemeinsame Forschungsvorhaben sehen."

Stiftung und Universität unterstützen in den ersten Monaten
Während seines Gastaufenthaltes am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien lebt der Wissenschaftler mit seiner Familie in Freiberg. "Im Vergleich zu Teheran ist Freiberg sehr klein, aber auch sehr fein. Ich genieße es sehr, zu Fuß zur Arbeit zu kommen statt mit vielen anderen Pendlern im Stau zu stehen", erzählt Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi. Außerdem lobt er die Willkommenskultur an der Universität: "Alle Kolleginnen und Kollegen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Internationalen Zentrums sind außerordentlich hilfsbereit und engagiert." Die Alexander von Humboldt-Stiftung bietet ihrem Stipendiaten weitere Angebote, die das Ankommen in einem neuen Umfeld erleichtern sollen. So nimmt Dr. Mehdi Rahimi-Nasrabadi an Online-Einführungen in die deutsche Förderlandschaft oder die deutsche Kultur teil, erhält Zuschüsse für Sprachentrainings sowie zur Anschaffung von neuer Laborausstattung. Mit dem Georg Forster-Forschungsstipendium fördert die Stiftung überdurchschnittlich qualifizierte Forschende aller Fachrichtungen aus Entwicklungs- und Schwellenländern. "Den Gastaufenthalt und die damit verbundene Förderung halte ich für ein sehr gelungenes Mittel, Ideen auf internationaler Ebene auszutauschen und voranzubringen."

Weiterführende Links

www.tu-freiberg.de

Foto: TU Bergakademie Freiberg