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Silicon Saxony und Silicon Europe: Kommentierung zur Strategie der Europäischen Kommission "Chips für Europa"

  • Silicon Saxony und Silicon Europe: Kommentierung zur Strategie der Europäischen Kommission "Chips für Europa"

Die Ambitionen der Europäischen Kommission sind groß. Bis 2030 soll Europas Halbleiterproduktion 20 Prozent der weltweiten Produktion ausmachen. Dieses Ziel entspricht einer Vervierfachung des heutigen Volumens. Damit verbunden ist auch, dass Europa seine Position in Forschung und Technologie ausbaut, um im weltweiten Innovationswettstreit eigene Akzente zu setzen. So soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Halbleiterindustrie ausgebaut, Wettbewerbsvorteile für europäische Anwenderindustrien ermöglicht und die technologische Souveränität der Union nachhaltig gestärkt werden. Silicon Saxony begrüßt diese Vision sowie die formulierten strategischen Ziele.

 

 

Statement des Branchenverbandes Silicon Saxony:
"Nach den Ankündigungen wird es nun konkret. Während die Halbleiterbranche beim Programm IPCEI immer noch auf eine rechtsverbindliche Zusage wartet, legt die Europäische Kommission nun die Geschwindigkeit an den Tag, die dringend geboten ist, um im weltweiten Wettbewerb um Investitionen für neue Produktionskapazität nicht noch stärker ins Hintertreffen zu geraten. Es ist absolut notwendig, dass in Europa die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die in anderen Regionen der Welt bereits seit langem gelten. Noch sind europäische Halbleiterunternehmen zurückhaltend, wenn es darum geht, außerhalb der EU zu investieren.

Folgen nun keine verbindlichen Entscheidungen der europäischen Nationalstaaten, wird es schwieriger, Investoren diese Zögerlichkeit plausibel zu erklären. So muss die neue Bundesregierung bis März einen Haushalt vorlegen, dessen Budget den formulierten Ambitionen gerecht wird. Die Industrie steht in den Startlöchern, bei IPCEI sowie bei anderen Investitionen. Es bleibt dabei, Geschwindigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Der ‚Chip Act‘ ist eine sehr gute Basis wirtschaftliches Engagement der Chipindustrie in Europa und im Silicon Saxony zu halten und neue Investitionen, wie sie z. B. Intel oder TSMC für Europa in Aussicht gestellt haben, zu ermöglichen. Diese Chance muss jetzt ergriffen werden", sagt Dirk Röhrborn, Vorstandsvorsitzender Silicon Saxony e. V.

Statement der Silicon Europe Alliance:

Die Europäische Kommission hat heute den EU Chips Act vorgestellt, ein Paket von Vorschlägen, Initiativen und Regelungen für die Halbleiterindustrie in den Mitgliedsstaaten. Wie Kommissionspräsidentin von der Leyen bei der Ankündigung einer europäischen "Chip"-Strategie betonte, "gibt es keine Digitalisierung ohne Chips. ... Wir müssen Europas Spiel bei der Entwicklung, Produktion und Nutzung dieser Schlüsseltechnologie radikal verbessern."

Die Silicon Europe Alliance unterstützt diese Initiative ausdrücklich. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Europa seine Halbleiterindustrie unterstützt und ihre Widerstandsfähigkeit stärkt. Die gesamte Wertschöpfungskette, vom Chipdesign über die Herstellung bis hin zu den Endnutzern, muss in Europa gefördert werden. Als eine Allianz, die Cluster vertritt, deren Schwerpunkt auf Europas aktiven kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) liegt, hofft Silicon Europe auf die weitere Entwicklung von Mechanismen, Strategien und (überarbeiteten) Vorschriften, die speziell für diese Unternehmen hilfreich sind. Es ist unabdingbar, diese dynamischen und agilen Unternehmen - ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Wirtschaft - mit der Wertschöpfungskette der Halbleiterindustrie an der Basis zu verbinden.

Ebenso ist es unserer Meinung nach für jede europäische Chip-Aktion unerlässlich, dauerhafte und gesunde Beziehungen zwischen Herstellern und Endnutzern zu schaffen. Die Pflege enger Beziehungen zwischen den Herstellern und den Nutzern von Chips ist der einzige Weg, um eine effizientere Halbleiterindustrie in Europa zu gewährleisten.

Weiterführende Links


www.silicon-europe.eu

Grafik: Silicon Europe