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Air Liquide Electronics trotzt der Coronakrise

  • Air Liquide Electronics GmbH ist ein Tochterunternehmen der Air Liquide Deutschland und hat ihr Büro in Ottendorf-Okrilla bei Dresden, Sachsen.
    Gasflaschen mit Prozessgasen für die Halbleiterindustrie.

Der Industriegasespezialist Air Liquide Electronics  GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Für 2022 stehen zahlreiche Wachstumsprojekte gemeinsam mit den Kunden der Halbleiterindustrie an.

Trotz einer allgemein angespannten globalen Wirtschaftslage in Folge der Corona-Pandemie,  konnte Air Liquide Electronics das gemeinsame Wachstum mit seinen Kunden vorantreiben. Das Unternehmen mit seinen knapp 100 Mitarbeitern und Sitz in Ottendorf-Okrilla bei Dresden versorgt deutschlandweit die Halbleiterindustrie mit Reinstgasen und Gasgemischen und profitiert von der massiv angestiegenen Chip-Nachfrage.

"Unsere Kunden weiten ihre Produktionskapazitäten aus, um die stetig wachsende Nachfrage nach Chips bedienen zu können. Dementsprechend erhöht sich auch die benötigte Menge an Prozessgasen – was sich erfreulicherweise in unseren Auftragsbüchern niederschlägt", sagt Wolfgang Steiner, Geschäftsführer der Air Liquide Electronics GmbH.

Weitere Neuanstellungen geplant
Der Gasespezialist konnte im Ergebnis in 2021 entscheidende langfristige Verträge mit seinen Kunden abschließen – darunter den größten Vertrag der Unternehmensgeschichte. Bei den neuen Aufträgen geht es vorwiegend um erhöhte Versorgungsmengen im Bereich Bulkgase und Spezialgase. Bei Bulkgasen handelt es sich um große Gasmengen, die in flüssiger Form oder als Hochdruckgas in vakuumisolierten Behältern an die Kunden geliefert werden.

"Der zweite Fokus der Neuaufträge liegt auf dem Ausbau der Onsite-Luftzerlegungsanlagen. Dabei erweitern wir die Luftzerlegungskapazitäten bei unseren Halbleiterkunden vor Ort durch zusätzliche Anlagen. Wir investieren in diesem Bereich an fast jedem Kundenstandort", so Steiner. Das gestiegene Auftragsvolumen machte auch zusätzliches Personal in allen Unternehmensbereichen notwendig. Zehn neue KollegInnen aus sechs verschiedenen Nationen, unter anderem aus Venezuela, China, Frankreich und der Türkei, sind im Laufe des vergangenen Jahres dazu gekommen. Für dieses Jahr sind weitere Neueinstellungen geplant.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Alltagsgeschäft konnte Air Liquide Electronics geringhalten. Das führt Geschäftsführer Steiner unter anderem auf das fest verankerte Sicherheitsbewusstsein des Unternehmens zurück. Durch ein striktes Hygienekonzept blieb die Infektionsrate innerhalb der Belegschaft erfreulicherweise niedrig. Homeoffice-Regelungen, digitale Meetings mit Kunden und innerhalb der Projektteams sowie die Organisation in festen A/B-Teams haben ebenfalls zu einem weitestgehend störungsfreien Betrieb beigetragen. Die weltweiten Lieferschwierigkeiten sind dennoch nicht spurlos an dem sächsischen Unternehmen vorbeigegangen. "Vor allem bei Spezialgasen und Ersatzteilen für unsere Anlagen gab es mitunter Engpässe. Allerdings konnten wir als Teil der Air Liquide Gruppe auf ein weltweites Netzwerk zurückgreifen und die Liefersicherheit durchgehend sicherstellen", erklärt Geschäftsführer Steiner.

Zukunftsthema "Chips"
Die Verbesserung der Liefersicherheit wird der Gasespezialist gemeinsam mit dem Air Liquide-Verbund weiter vorantreiben und die weltweiten Lieferketten für Industriegase fortlaufend optimieren. "Wir erwarten in den kommenden Jahren neue Ansiedlungen von großen Halbleiterunternehmen in Europa – auch unterstützt durch Förderungen aus dem IPCEI Programm (Important projects of common european interest) und dem von der Europäischen Union neu aufgelegten "Chips-Act". Auf die potenziell steigende Nachfrage möchten wir entsprechend vorbereitet sein", sagt Wolfgang Steiner.
Weiterführende Links

https://de.airliquide.com/ihre-branche/electronics

Bild: Air Liquide Electronics GmbH