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Freiberger Compound Materials und Siltronic: Millioneninvestitionen in den Halbleiterstandort Freiberg

  • Freiberger Compound Materials und Siltronic: Millioneninvestitionen in den Halbleiterstandort Freiberg
    Am 1. April besuchte Sachsens Ministerpräsident (MP) Michael Kretschmer den Halbleiterstandort Freiberg und die hier beheimateten Silicon Saxony Mitglieder Freiberger Compound Materials (FCM) sowie Siltronic.

Am 1. April besuchte Sachsens Ministerpräsident (MP) Michael Kretschmer den Halbleiterstandort Freiberg und die hier beheimateten Silicon Saxony Mitglieder Freiberger Compound Materials (FCM) sowie Siltronic. Auch Silicon Saxony Geschäftsführer Frank Bösenberg war bei diesem Termin vor Ort. Beide Freiberger Unternehmen gehören inzwischen zu den besten ihres Bereichs. Während Siltronic zu den fünf größten Silizium-Wafer-Produzenten der Welt zählt und namhafte Unternehmen wie Samsung, Intel und Bosch mit diesen für die Chipherstellung essenziellen Grundbausteinen beliefert, ist FCM im Bereich neuer Wafermaterialien wie Galliumarsenid und Galliumnitrid sogar Weltmarktführer. Beide Unternehmen sind heute die größten Arbeitgeber der Universitätsstadt und kündigten im Rahmen des MP-Besuchs nun weitere Millioneninvestitionen in den Standort Freiberg an. Sächsische Erfolgsgeschichten, die man nicht hoch genug bewerten kann.

 

 

 

Seit genau 65 Jahres ist die Halbleiterindustrie ein fester Bestandteil des Wirtschaftsstandortes Freiberg. Damals, am 1. April 1957, wurde hier mit der Gründung des VEB Spurenmetalle der Grundstein für die Entwicklung und Produktion von Reinststoffen und Halbleitermaterialien gelegt. Heute beherbergt Freiberg zwei der namhaftesten Unternehmen dieses Bereichs. Mit rund 1.200 Mitarbeiter:innen stellen FCM und Siltronic einen Großteil der insgesamt rund 2.000 Halbleiter-Jobs der sächsischen Universitätsstadt und sind zwei spannende Erfolgsgeschichten "made in Saxony".

Im Rahmen des Besuchs von Sachsens Ministerpräsident Kretschmer kündigten beide Unternehmen millionenschwere Investitionen in ihren sächsischen Standort an. So plant Siltronic in den kommenden Jahren einen "dreistelligen Millionenbetrag" in Freiberg zu investieren, wie Siltronic-Vorstandschef Dr. Christoph von Plotho sagte. Bereits im Januar 2023 sollen z.B. die ersten Siliziumkristalle in einer neuen Kristallziehhalle des Unternehmens, die sich derzeit im Bau befindet, entstehen. FCM-Geschäftsführer Dr. Michael Harz sicherte seinerseits nicht minder bedeutsame Investitionen in Freiberg zu. "Jeweils 30 Millionen Euro", sollen 2022 und 2023 in den FCM-Standort fließen. Bei einem Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro sind das beeindruckende und äußerst ehrgeizige Summen.

Noch in diesem Jahr plant FCM u.a. die Produktion von ersten Indiumphosphid-Wafern, einer weiteren Kombination aus der Gruppe der so genannten III-V-Materialien. Während die bisherigen Galliumarsenid- und Galliumnitrid-Wafer des Unternehmens speziell in Smartphones, Tablets und TV-Geräten stecken bzw. für Laser, WIFI, und Kfz-Elektronik benötigt werden, sind die neuen Indiumphosphid-Wafer für die Datenübertragung per Glasfaser interessant, wie Stefan Eichler, Technischer Direktor des Unternehmens, erklärt.  

Von der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Freiberger Halbleiterindustrie zeigte sich MP Kretschmer sichtlich beeindruckt. Im Gespräch mit den Vertretern der beiden Unternehmen FCM bei einem gemeinsamen Rundgang wurden schließlich auch Themen wie der dringend benötigte Ausbau des Autobahnzubringers nach Siebenlehn, die ÖPNV-Anbindung Freibergs an die sächsischen Metropolen, die verlässliche Energieversorgung sowie die derzeit angespannte Fachkräftesituation diskutiert. Ministerpräsident Kretschmer sagte hier seine Unterstützung zu. Auch in Zukunft wird es einen engen Austausch im Sinne der Freiberger und sächsischen Mikroelektronik-Branche geben. Silicon Saxony wird diesen mit Sicherheit begleiten.  

Weiterführende Links

www.siltronic.com 
www.freiberger.com 

Foto: FCM