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BMBF: Einigung zur Zukunft des DFKI ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der KI-Forschung in Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die Bundesländer Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Weiterentwicklung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) unterzeichnet. Darin erklären der Bund und die sieben Länder, den Kurs des DFKI als Mittler zwischen Grundlagenforschung und Industrieforschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) mit insgesamt 22 Millionen Euro pro Jahr, von denen die Hälfte vom Bund kommt, unterstützen zu wollen.

 

Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Jede Investition in die Forschung zur Künstlichen Intelligenz ist eine Investition in unsere Zukunft. Künstliche Intelligenz ist eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien. Mit mehr als 600 hochqualifizierten Wissenschaftlern ist das DFKI heute eines der führenden anwendungsbezogenen KI-Forschungsinstitute Deutschlands von internationaler Strahlkraft. Ich freue mich sehr, dass es uns gemeinsam mit den beteiligten Ländern gelungen ist, das DFKI auf eine solide, zukunftsfähige Grundlage zu stellen und die KI-Forschung am DFKI auch weiterhin verlässlich finanziell zu fördern. Unser Ziel ist es, durch das DFKI den Transfer aussichtsreicher KI-Forschung und -Entwicklung in innovative Produkte, Dienstleistungen und Start-ups spürbar zu beschleunigen. Der gemeinsame Kraftakt von Bund und Ländern wird dazu beitragen, das DFKI strategisch, inhaltlich und qualitativ weiterzuentwickeln. Nun sind auch die privaten Gesellschafter der DFKI GmbH am Zug, ebenfalls ihren Beitrag zu erhöhen, damit dieses wichtige KI-Forschungszentrum seine Erfolgsgeschichte fortschreiben und seinen Beitrag zur Umsetzung der KI-Strategie leisten kann."

Hintergrund
Das DFKI wurde 1988 als gemeinnützige öffentlich-private Partnerschaft gegründet. Es hat Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen. Das DFKI betreibt Labore und Außenstellen in Osnabrück/Oldenburg, Lübeck und Trier. In Berlin besteht ein Projektbüro. Geplant ist der Aufbau eines Standortes in Darmstadt. Gesellschafter sind neben der Universität des Saarlandes, der TU Kaiserslautern und der Universität Bremen zahlreiche namhafte deutsche und internationale Hochtechnologie-Unternehmen aus einem breiten Branchenspektrum. Das DFKI beschäftigt heute rund 660 hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie mehr als 440 studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Vergangenheit hat das DFKI durch sein Wirken an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Transfer gezeigt, dass es zu den hochkompetenten Instituten der wissenschaftlichen Forschung in Deutschland und weltweit zu zählen ist. So sind bis 2021 mehr als 140 ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DFKI weltweit auf Professuren berufen worden. 98 Spin-off-Unternehmen wurden aus dem DFKI heraus gegründet, wovon derzeit 56 weiterhin aktiv sind.

Das DFKI spielt bei der Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung eine entscheidende Rolle. Viele der Maßnahmen setzen darauf, dass sich das DFKI mit seiner Erfahrung vor allem beim Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis, aber auch bei der Qualifizierung kompetenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der internationalen Kooperation in erheblichem Maße einbringt. Es stellt eine der Forschungseinrichtungen dar, die im Zuge der KI-Strategie der Bundesregierung gestärkt werden sollen.

Die herausgehobene Position des DFKI wird dadurch unterstrichen, dass es als einziges der deutschen KI-Kompetenzcluster schon lange vor der Verabschiedung der KI-Strategie erfolgreich etabliert war und zudem als einzige Einrichtung unter industrieller Beteiligung finanziert wird.

Weiterführende Links

www.bmbf.de