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HTW Dresden: Saxony5 - Der sächsische Transferverbund startet positiv ins nächste Jahr

  • Die fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) blicken auf vier spannende Jahre des Wissens- und Technologietransfers im Transferverbund Saxony5 zurück und mit positiver Energie auf das letzte Jahr des geförderten Projektes.
    Prof. Alexander Stahr (HTWK) mit einem 3D-Druck des Saxony5 Logos.

Die fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) blicken auf vier spannende Jahre des Wissens- und Technologietransfers im Transferverbund Saxony5 zurück und mit positiver Energie auf das letzte Jahr des geförderten Projektes.

Wie funktioniert Transfer bei Saxony5?
Unternehmen sind immer wieder auf Innovationen angewiesen, um Produkte bzw. Dienstleistungen weiterzuentwickeln oder neu hervorzubringen. Diese Ausgangslage haben die fünf sächsischen HAW, namentlich die HTW Dresden, die Westsächsische Hochschule Zwickau, die Hochschule Zittau/Görlitz, die HTWK Leipzig und die Hochschule Mittweida zum Anlass genommen, 2017 ein gemeinsames Verbundprojekt im Bereich Wissens- und Technologietransfer zu starten. Forschungsthemen, die in den HAW bearbeitet werden, sollen nach außen getragen und mit Partnern aus Unternehmen und Gesellschaft in konkreten Projekten umgesetzt werden. Wiederum haben auch Unternehmen die Möglichkeit, gezielt über sogenannte Transferbeauftragte an den Hochschulen mit Forschenden in Kontakt zu treten, um ihre Ideen auf Machbarkeit prüfen zu lassen oder Unterstützung bei der Umsetzung zu erhalten. Dies geschieht in den sogenannten Co-Creation Labs. Hier werden mittels technologischen Transfers und interdisziplinärer Zusammenarbeit das Know-how, verschiedene Kompetenzen, Ideen, Verfahren und Technologien der HAW gebündelt, um miteinander und mit externen Partnern zu forschen und Innovationen zu entwickeln.

Wissenschaftskommunikation für alle
Forschung ist komplex und für Außenstehende oft wenig verständlich. Ein wichtiger Teil von Transferarbeit ist daher, Forschungsergebnisse aufzubereiten und verständlich zu erklären. Was eignet sich besser dafür, als Veranstaltungen, die nicht nur für wissenschaftliches Personal ausgelegt sind? Auch unter pandemischen Bedingungen wurden 2021 im Verbund 45 Veranstaltungen wie "auf ein Bier mit Forschenden", "Bürger trifft Wissenschaft", "Transferimpulse", "Matchmakings" und der "Science Slam" durchgeführt. Im Science Slam sind Forschende dazu angehalten, ihr Forschungsgebiet in 10 Minuten attraktiv zu erklären. Sie treten im Wettbewerb gegeneinander an und das Publikum entscheidet per Applaus, wer sein Thema am überzeugendsten und anschaulichsten vermittelt hat. Eine Live-Übertragung bei YouTube macht das Format für alle zugänglich. Ziel ist es, die Begeisterung der Forschenden für ihre Wissenschaft sichtbar zu machen und in angeregten Diskussionen, interessierten Austausch und neue Kontakte zu überführen.

Zuversichtlich durch die Pandemie

Das Saxony5-Netzwerk hat sich in vier Jahren stetig vergrößert. Zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, Handelskammern und Verbünde, wie zum Beispiel der NABU, haben bereits mitgewirkt. Trotz Corona wurden alleine im Jahr 2021 über 90 Projekte erfolgreich abgeschlossen, das sind fast 40 % aller durchgeführten Saxony5-Projekte der vergangenen vier Jahre. Dass der Verbund den HAW auch im Einzelnen zugutekommt, lässt sich auch an den teils enorm gestiegenen Drittmitteln erkennen. Diese Gelder sind eine wichtige Finanzierungsquelle für die Hochschulen. Alleine 2020 konnten im Vergleich zu 2018 bis zu 50 % mehr Drittmittel eingeworben werden. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass das kooperative Arbeiten langfristig zur Steigerung der Effizienz und Effektivität von Transferaktivitäten führt und trotz pandemischer Bedingungen die Hochschulen vorantreibt.
 
So geht es weiter
Die Hochschulen haben im Verbund einen starken Gemeinschaftssinn entwickelt, konstruktiv miteinander gearbeitet und voneinander gelernt. Die gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Jahre sollen zukünftig in einem Folgeprojekt erfolgreich weiterentwickelt und etabliert werden. Am 02.12.2021 hat der Saxony5-Verbund daher einen Förderantrag beim Bundesministerium für Bildung und Forschung für eine zweite Projektphase von weiteren 5 Jahren eingereicht. Dieser Antrag fokussiert noch mehr auf die gesellschaftlichen und strukturellen Herausforderungen in Sachsen und zielt zudem darauf ab, Transferaktivitäten nachhaltig und dauerhaft in den beteiligten Hochschulen zu etablieren.
 
Infobox: Über Saxony5
Saxony5 wird seit 2018 im Rahmen der Förderinitiative "Innovative Hochschule" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Zum Verbund gehören die Westsächsische Hochschule Zwickau, die Hochschule Zittau/Görlitz, die Hochschule Mittweida, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Gemeinsam bearbeiten Forschende aus den Standorten unterschiedliche Themenschwerpunkte z. B. in den Bereichen Additiver Fertigung und Künstliche Intelligenz, Landwirtschaft und Biodiversität, Versorgungsinfrastruktur bis hin zu Vernetzter Mobilität.

Weiterführende Links

www.saxony5.de

Bild: Saxony5