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Silicon Saxony: Sachsens Hightech-Branchenverband feiert sein 20-jähriges Jubiläum

  • Silicon Saxony: Sachsens Hightech-Branchenverband feiert sein 20-jähriges Jubiläum
    Im Rahmen der 20-Jahr-Feier begrüßte Silicon Saxony im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (l.) mit der Vodafone GmbH sein 375. Mitglied.
  • Silicon Saxony: Sachsens Hightech-Branchenverband feiert sein 20-jähriges Jubiläum
    Zudem fand an diesem Abend die Staffelstabübergabe des Vorstandes statt. Dirk Röhrborn (l.), Geschäftsführer der Communardo Software GmbH, übernahm den Vorstandsvorsitz von Heinz Martin Esser.
  • Silicon Saxony: Sachsens Hightech-Branchenverband feiert sein 20-jähriges Jubiläum
    Heinz Martin Esser wurde emotional verabschied, verbunden mit herzlichen Worten von Sachsens Ministerpräsidenten Kretschmer.
  • Im Anschluss stand das Netzwerken und zu späterer Stunde das Feiern im Mittelpunkt. Hochrangige Vertreter:innen zahlreicher Mitgliedsfirmen nutzen den Abend, um sich miteinander auszutauschen.

Sachsens Branchenverband für die Hochtechnologie, Silicon Saxony, hat heute sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Bei einem Festakt im Bilderberg Bellevue Hotel in Dresden stießen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf das runde Jubiläum an. Zu den Gratulanten zählten der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert. Die Jubiläumsfeier fällt in eine Zeit, in der der Hochtechnologie-Standort Sachsen wächst. Gleichzeitig steht die Branche vor der Herausforderung des weltweiten Chipmangels. Im Zuge der Umbildung des Vorstandes ist im Silicon Saxony e. V. nun eine neue Generation in der Verantwortung, die Interessen des Standortes im Bund und international zu vertreten und an die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte anzuknüpfen.

 

 

Branchenverband für Europas Kraftzentrum der Mikroelektronik
Am 19. Dezember 2000 von 20 sächsischen Hightech-Akteuren gegründet, ist der Silicon Saxony e. V. heute ein Hochtechnologie-Cluster mit 375 Mitgliedern. "Silicon Saxony" ist zu einer weltweit bekannten Marke und die Region zum Kraftzentrum der europäischen Mikroelektronik und Hochtechnologie geworden. In Sachsen arbeiten rund 70.500 Fachkräfte in 2.500 Hightech-Unternehmen. Allein die wachsende Software-Branche des Freistaates zählt rund 31.000 Beschäftigte in etwa 1.700 Unternehmen. Zwei Jahrzehnte nach seiner Gründung ist das Silicon Saxony Europas größter Halbleiterstandort und eine der führenden Technologieregionen weltweit.
 
20-jährige Erfolgsgeschichte "Made in Saxony"
Zum Jubiläum blickt Silicon Saxony auf 20 Jahre voller Erfolge zurück. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war der Gewinn des BMBF-Spitzenclusters "Cool Silicon". 60 Partner sorgten mit dem inzwischen erfolgreich abgeschlossenen Clusterprojekt dafür, dass die Energieeffizienz elektronischer Bauteile auch heute noch mit dem Label "Made in Saxony" verbunden ist. In den 2010ern löste das "Internet der Dinge" eine weltweite Nachfrage für Chips, Mikrosensoren, Software und Konnektivitätslösungen aus. Sachsens Hightech-Valley wuchs durch Ansiedlungen, Neugründungen und Großinvestitionen. Die Chipunternehmen Infineon, GlobalFoundries, X-FAB und Bosch bauten ihre Produktion in Sachsen immens aus. Mit Intel und TSMC zeigen gegenwärtig zwei weitere Global Player Interesse an einer Ansiedlung. Dass die Technische Universität Dresden 2012 in die 1. Liga der deutschen Universitäten aufstieg, ist ein weiterer großer Erfolg. Als Exzellenzuniversität bildet sie gemeinsam mit den herausragenden Forschungseinrichtungen von Fraunhofer, Max Planck, Leibniz und Helmholtz einen leistungsstarken Nukleus für Innovationen in Forschung und Entwicklung in der Region.   
 
Eine Ära endet: Vorstand Heinz Martin Esser in Ruhestand verabschiedet
Mit dem 20. Jubiläum von Silicon Saxony beginnt auch ein neuer Abschnitt in der Führung des Hightech-Clusters. Nach zwölf Jahren im Amt hielt Heinz Martin Esser seine letzte Rede als Vorstandsvorsitzender. Auf der Jubiläumsfeier wurde er anschließend feierlich und emotional den Ruhestand verabschiedet. Seine Aufgaben liegen nun in den Händen der nächsten Generation. "Heute geht eine Ära zu Ende", sagt der neue Vorsitzende des Vorstands Dirk Röhrborn. "Wir blicken auf eine lange und außerordentlich erfolgreiche Vorstandsperiode zurück. Heinz Martin Esser und seine Vorstandskolleg:innen Gitta Haupold und Helmut Warnecke haben den Branchenverband Silicon Saxony mit Ideenreichtum, Beharrlichkeit und persönlicher Leidenschaft zu dem wichtigen industriepolitischen Akteur gemacht, der er heute ist. Diese Arbeit werden wir im Vorstand fortsetzen und weiterentwickeln – und wir sind schon mittendrin. Vor dem Hintergrund des weiter zunehmenden Mangels an Fachkräften in der IKT-Branche, arbeiten wir aktuell an der Weiterentwicklung unserer Fachkräftestrategie."
 
Next Generation: Neubildung des Vorstandes abgeschlossen
Dirk Röhrborn, Geschäftsführer des Softwareunternehmens Communardo GmbH und seit Dezember 2020 im Vorstand des Silicony Saxony, übernimmt den Vorstandsvorsitz. Neues Mitglied im Vorstand des Silicon Saxony e.V. ist Yvonne Keil, Director Global Procurement beim Chiphersteller GlobalFoundries und bisher Beigeordnete des Vorstands. Die Diplomingenieurin studierte Elektrotechnik an der TU Dresden und der KTH Stockholm mit den Schwerpunkten Automatisierungstechnik, Machine Learning und Künstliche Intelligenz. Sie arbeitete seit 2005 in der Entwicklung bei AMD, seit 2012 ist sie bei GlobalFoundries. "Mit Yvonne Keil begrüßen wir eine ausgewiesene Expertin für Zukunftsthemen der Chipbranche, die am Standort bestens vernetzt ist. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr", erklärt Dirk Röhrborn. Dem Vorstand gehören weiterhin Raik Brettschneider (Geschäftsführer der Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. KG) und Prof. Dr. Frank Schönefeld (Mitglied der Geschäftsleitung der T-Systems Multimedia Solutions GmbH) an.         
 
Branchenverband begrüßt Vodafone als 375. Mitglied
Das Netzwerk bildet die gesamte Breite und Leistungsfähigkeit des Wirtschafts- und Technologiestandortes Sachsen ab und bringt die verschiedenen Industrien unter einem Dach zusammen. "Unsere Aktivitäten erstrecken sich heute weit über die Grenzen Sachsens hinaus. Längst ist das Netzwerk Silicon Saxony e. V. zu einer weltweit etablierten Marke geworden", erklärt der Leiter der Geschäftsstelle Frank Bösenberg. "Als erstes europäisches Cluster hat der Silicon Saxony e. V. das GOLD Label ‚Excel in Cluster Excellence‘ der European Cluster Excellence Initiative (ECEI) zum bereits vierten Mal erhalten."

Die Zeichen stehen beim Netzwerk weiterhin auf Wachstum: Mit dem Telekommunikationsunternehmen Vodafone begrüßt der Silicon Saxony e. V. im Rahmen der Jubiläumsfeier sein 375. Mitglied. Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland erklärt: "Das 20-jährige Jubiläum und die hohe Vitalität des Vereins zeigen, dass in Sachsen langfristig gedacht wird. Ich bin sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit dem Verein und all seinen Mitgliedern. Dresden hat sich bei der Bewerbung um das Forschungs- und Entwicklungszentrum gegen internationale Hightech-Hauptstädte wie Dublin und Lissabon durchgesetzt. Ein wesentlicher Baustein dafür war die starke Vernetzung innerhalb der Unternehmenslandschaft durch Silicon Saxony e. V. Die Vielzahl und Qualität der Unternehmensansiedlungen der vergangenen Jahre zeigen, dass im Freistaat die richtigen Voraussetzungen für die kommenden Jahrzehnte geschaffen wurden. Wir möchten mit der weiteren praxisnahen Erforschung neuer Mobilfunktechnologien unseren Teil dafür leisten."
 
Über SILICON SAXONY e. V.
Der Silicon Saxony e. V. ist mit 375 Mitgliedern das größte Hightech-Netzwerk Sachsens, das größte Mikroelektronik- und eines der größten IKT-Cluster Deutschlands sowie Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner Gründung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen/Universitäten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie branchenrelevante Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darüber hinaus. Übergeordnete Ziele der Netzwerkarbeit sind u.a. der Ausbau sowie die Stärkung des führenden Mikroelektronikstandortes Europas als auch das Vorantreiben der parallel verlaufenden Entwicklung hin zu einem Softwareland Sachsen.

Foto: Sven Claus / FOTOGRAFISCH und Florian Kneffel / Cromatics