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BMBF: Den Datenkompetenzen der deutschen Bevölkerung auf der Spur

Wie gut steht es um die Datenkompetenz in der deutschen Bevölkerung? Und wie entwickeln sich digitale und datenbezogene Kompetenzen insbesondere im Jugendalter? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine großangelegte repräsentative Studie über die digitalen und datenbezogenen Kompetenzen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren in Deutschland.

 

 

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:
"In der Digitalisierung liegen enorme Chancen für den Wohlstand und die Innovationskraft unseres Landes. Digitale Daten, Informationen und Medien sind in unserem Leben mittlerweile allgegenwärtig Für ein informiertes und selbstbestimmtes Handeln in der digitalisierten Welt benötigen Bürgerinnen und Bürger Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Daten und Informationen. Bislang haben wir jedoch keine wissenschaftlich gesicherten Informationen darüber, wie gut es um diese Kompetenzen in der Bevölkerung tatsächlich bestellt ist. Die neue Förderung des BMBF ermöglicht es nun den beteiligten Forscherinnen und Forschern, erstmalig wissenschaftlich gesicherte Informationen zur Datenkompetenz der deutschen Bevölkerung zu liefern. Bis 2026 werden die Datenkompetenzen von 6.000 Personen im Alter zwischen zehn und 70 Jahren erhoben. Ergänzend werden 5.000 Schülerinnen und Schüler vom Ende der Kindheit bis zum Übergang ins Jugendalter begleitet.

Die Ergebnisse der Studie werden dazu beitragen, den Kenntnisstand und das Fähigkeitsniveau der Bevölkerung flächendeckend zu erfassen und zu verstehen, wie sich Datenkompetenzen entwickeln. Durch ein derartiges Monitoring können zukünftig digitale Lernangebote, Kurse und Weiterbildungen noch gezielter auf die Bedarfe der Menschen abgestimmt werden."

Hintergrund:
Die Studie zum Langzeitmonitoring digitaler und datenbezogener Kompetenzen wird am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg durchgeführt. Das BMBF fördert das Forschungsprojekt im Rahmen der Datenstrategie der Bundesregierung über fünf Jahre (2021-2026) mit 8,3 Millionen Euro.

Die Expertinnen und Experten für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung des LIfBi betreuen seit 2014 das Nationale Bildungspanel (NEPS) und stellen der wissenschaftlichen Gemeinschaft umfangreiche Daten und Informationen zu Bildungsverläufen bereit. Auch die im Monitoring zu digitalen und datenbezogenen Kompetenzen gewonnenen Informationen werden der Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt, um weitere vertiefte Analysen – und somit einen größtmöglichen und nachhaltigen Erkenntnisgewinn – zu ermöglichen. Abhängig von den ersten Studienergebnissen soll langfristig eine Integration des Monitorings in die Gesamtaufgaben des LIfBi erfolgen.

Weiterführende Links

www.bmbf.de