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Fraunhofer IZM: Elektronikmodul schützt autonome Fahrzeuge vor Bordnetz-Ausfall

  • Fraunhofer IZM: Elektronikmodul schützt autonome Fahrzeuge vor Bordnetz-Ausfall
    Stellt einen Notbetrieb in autonomen Fahrzeugen sicher: Das von Fraunhofer-Forschenden und Partnern entwickelte Elektronikmodul.

Die Energieversorgung in autonomen Elektrofahrzeugen wird durch zwei Quellen gewährleistet: Neben der Hochvoltbatterie gibt es eine herkömmliche 12V Batterie, die das Auto im Ruhezustand oder in hohen Lastsituationen im Fahrbetrieb versorgt. Sicherheitskritische Komponenten wie Bremse und Lenkung können somit an zwei Energiepfade angebunden werden. Was passiert jedoch, wenn in einem der beiden ein Fehler, zum Beispiel ein elektrischer Kurzschluss auftritt? Damit ein Totalausfall verhindert werden kann, entwickelten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM im Projekt HiBord gemeinsam mit Partnern ein elektronisches Trennelement. Dieses isoliert den Fehler im Bordnetz, so dass es nicht zu sicherheitskritischen Situationen kommt. Das Modul wurde bereits erfolgreich in einem BMW i3 in Betrieb genommen.

"Wir freuen uns außerordentlich über die Auszeichnung. Sie ist ein großartiger Erfolg, der uns in dieser nicht einfachen Zeit weiteren Auftrieb gibt", so Hans-Joachim Münch, Geschäftsführer des Ultraschallspezialisten SONOTEC. Dabei hebt er auch das Engagement der Mitarbeiter hervor, die maßgeblich am Erfolg der kombinierten FlowBubble Sensoren beteiligt sind. Erstmals der breiten Öffentlichkeit auf der COMPAMED 2019 im letzten November vorgestellt, haben die hybriden Sensoren seitdem kontinuierlich die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Die Vorteile der nicht-invasiven SONOFLOW CO.56 Pro Sensoren liegen deutlich auf der Hand: Kompaktes Design mit integrierter Elektronik, geringes Produktgewicht, freihängende Montage sowie die Möglichkeit der Mehrpunktmessung. Diese Technologie ermöglicht den Betrieb von bis zu zwölf unabhängigen Sensoren, auch mit unterschiedlichen Kanalgrößen, mit nur einer Steuereinheit. Die Regelung aller Prozesse garantiert der eingebaute Mikrocontroller. Die Ultraschallsensoren selbst messen die Durchflussmengen an verschiedenen Schläuchen und Shunts bei der Anwendung in der Herz-Lungen-Maschine. Als elementares Sicherheitsfeature erfassen sie zusätzlich zuverlässig Luftblasen zur Vermeidung gefährlicher Luftembolien. Schlussendlich geben die FlowBubble Sensoren Rückmeldung über den tatsächlichen Durchfluss im Vergleich zum theoretischen Durchfluss der Pumpe.

Als Entwickler und Hersteller von Ultraschallsensoren sowie strategischer Partner bei der Implementierung von Sensorik zur Flüssigkeitsüberwachung in der Medizintechnik hat sich SONOTEC über Jahrzehnte einen weltweit renommierten Namen in der Branche erworben. Mit der Zertifizierungsnorm ISO 13485 erfüllt das Unternehmen höchste Anforderungen an ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem für das Design und die Herstellung von Medizinprodukten.

Die Auszeichnung zum "Innovator des Jahres" fand bereits zum vierten Mal statt. Die Leser der beiden Fachmagazine "medical design" und "Design & Elektronik konnten in 13 Rubriken die Innovationen der nominierten Unternehmen kennenlernen und für diese abstimmen. Neben SONOTEC gehören Bosch sowie PIUR Imaging zu den weiteren Top-Platzierten in der Kategorie Medizintechnik.

Weiterführende Links


www.sonotec.de

Foto: SONOTEC