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TU Dresden: Lebende Arzneimittel, intelligente Materialien und 6G – BMBF-Zukunftscluster der TU Dresden entwickeln Forschungsstrategien

  • TU Dresden: Lebende Arzneimittel, intelligente Materialien und 6G – BMBF-Zukunftscluster der TU Dresden entwickeln Forschungsstrategien
    Vorbereitung von Zellprodukten.

Im Ideenwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Clusters4Future" sind die drei Projekte der TU Dresden in die Konzeptionsphase gestartet. In den nächsten sechs Monaten erarbeiten sie ihre Forschungs- und Innovationsstrategien. In der ersten Runde waren von 137 Vorschlägen bundesweit nur 16 Projekte weitergekommen – drei davon unter Federführung der TU Dresden: SaxoCell – Präzisionstherapie-Cluster für "Lebende Arzneimittel", smart4life – "Smart Materials and Electronics for Life" und das 6G-Zukunftscluster für die sechste Generation der drahtlosen Informationstechnik. Die Konzepte werden im November 2020 als Vollantrag eingereicht und von einer Expertenjury bewertet. Bis zu sieben zukünftige Cluster sollen dann ab 2021 mit insgesamt bis zu 450 Millionen Euro gefördert werden.

 

SaxoCell – Präzisionstherapie-Cluster für "Lebende Arzneimittel"
Im Zukunftscluster SaxoCell  wollen sie die Selbstheilungskräfte des Körpers besser nutzen und "lebende Arzneimittel" für viele Patienten verfügbar machen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden, der Universität Leipzig und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI haben sich  zusammengeschlossen, um neue Produktionsmethoden und Anwendungsgebiete für die breite Anwendung neuartiger, personalisierter Gen- und Zelltherapeutika, sogenannter "lebender Arzneimittel", zu realisieren. Wesentliche und notwendige Merkmale sind flexible Systeme, damit die  neuen Therapien kostengünstiger als bisherige Therapien eingesetzt werden können. Das Cluster will die Bereiche Gen- und Zelltherapie, Künstliche Intelligenz, Automatisierung sowie regulatorische Bereiche aus Wissenschaft und Industrie zusammenbringen und so eine einzigartige Wertschöpfungskette in Sachsen etablieren. Dabei werden als wichtiger Erfolgsfaktor auch regionale Industrie und kommerzielle Partner beteiligt.

Smart4life – Intelligente Materialien für Beruf und Alltag
Das Zukunftscluster "Smart Materials and Electronics for Life" (smart4life) will mit intelligenten Materialien und organischer Elektronik völlig neue Schnittstellen zwischen Menschen, biologischen und digitalen Systemen schaffen und daraus innovative Anwendungen für den Gesundheitsbereich entwickeln. In den kommenden sechs Monaten soll eine Strategie erarbeitet werden, die es erlaubt, innovative biologische Schnittstellen und funktionale Materialien in wenigen Jahren zur Marktreife zu führen. Intelligente Kleidung, biologisch abbaubare, elektronische Materialien oder personalisierte, smarte Implantate könnten dann schon bald den Alltag sowie die Medizintechnik revolutionieren. "Dresden gehört weltweit zu den wichtigsten Standorten für funktionale Materialien und nimmt im Bereich organische Elektronik sogar die Spitzenposition ein. Für smart4life ist Dresden daher ein idealer Standort", erklärt der Cluster-Koordinator Karl Leo und verweist auf die enge und erfolgreiche Kooperation der TU Dresden mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rahmen des Wissenschaftsverbunds DRESDEN-concept. Der Wissenschaftsverbund unter Koordination von Karl Leo, Professor für Optoelektronik an der TU Dresden, setzt sich zusammen aus den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Prof. Gianaurelio Cuniberti (TUD), Prof. Jochen Hampe (TUD), Prof. Carsten Werner (TUD) und Prof. Kathrin Harre (HTW Dresden). 

6G-Zukunftscluster – die sechste Generation der drahtlosen Informationstechnik
Das 6G-Zukunftscluster ist eine Forschungs-, Innovations-, und Kooperationsplattform für die sechste Generation der drahtlosen Informationstechnik (6G) in der Region um Dresden. Ziel ist es, langfristig die Datenraten zu erhöhen und neue radarbasierte Zusatzfunktionen im Smartphone zu ermöglichen. Zudem soll die neue Mobilfunkgeneration den Verbrauch senken sowie die Abdeckung und die Nachhaltigkeit verbessern.

Weiterführende Links

www.tu-dresden.de 
www.tu-dresden.de/crtd 
Informationen des BMBF zur Initiative "Clusters4Future"

Foto: crtd/Anke Fuchs