News

Intel: Neuromorpher Chip von Intel spürt gefährliche Chemikalien auf

  • Neuromorpher Chip von Intel spürt gefährliche Chemikalien auf
    Nabil Imam von Intel Labs hält in seinem neuromorphen Computerlabor in Santa Clara, Kalifornien, einen neuromorphen Loihi-Testchip in der Hand.

In einem gemeinsamen Papier, das in Nature Machine Intelligence veröffentlicht wurde, demonstrierten Forscher von Intel Labs und der Cornell University die Fähigkeit von Intels neuromorphem Forschungschip Loihi, gefährliche Chemikalien trotz signifikantem Lärm und Verstopfung zu erkennen. Loihi lernte jeden Geruch mit nur einer einzigen Probe, ohne die Erinnerung an zuvor gelernte Gerüche zu stören. Es zeigte eine überlegene Erkennungsgenauigkeit im Vergleich zu herkömmlichen, hochmodernen Methoden, einschließlich einer Lösung für tiefes Lernen, die 3.000 Mal mehr Trainingsproben pro Klasse erforderte, um das gleiche Niveau an Klassifizierungsgenauigkeit zu erreichen.

 

 

"Wir entwickeln neurale Algorithmen auf Loihi, die nachahmen, was in Ihrem Gehirn passiert, wenn Sie etwas riechen. Diese Arbeit ist ein Paradebeispiel für die zeitgenössische Forschung am Schnittpunkt von Neurowissenschaft und künstlicher Intelligenz und zeigt das Potenzial von Loihi, wichtige Wahrnehmungsfähigkeiten bereitzustellen, die verschiedenen Branchen zugute kommen könnten“, erklärt Nabil Imam, leitender Forschungswissenschaftler in Intels Neuromorphic Computing Lab.

Über die Forschung: Mit Hilfe eines neuronalen Algorithmus, der von der Architektur und Dynamik der Geruchskreisläufe des Gehirns abgeleitet wurde, trainierten Forscher von Intel und Cornell den neuromorphen Forschungschip Loihi von Intel, um die Gerüche von 10 gefährlichen Chemikalien zu lernen und zu erkennen. Dazu verwendete das Team einen Datensatz, der aus der Aktivität von 72 chemischen Sensoren als Reaktion auf diese Gerüche bestand, und konfigurierte das Schaltbild der biologischen Geruchswahrnehmung auf Loihi. Der Chip lernte schnell die neuronale Repräsentation jedes Geruchs und erkannte jeden Geruch, selbst wenn er stark verschlossen war, was eine vielversprechende Zukunft für die Schnittmenge von Neurowissenschaft und künstlicher Intelligenz aufzeigt.

Weiterführende Links

www.intel.de

Foto: Walden Kirsch/Intel Corporation