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Wirtschaftsförderung Sachsen und Silicon Saxony: Premiere für virtuellen Messestand – Sächsische Hightech-Firmen auf der SEMICON West

  • Wirtschaftsförderung Sachsen und Silicon Saxony: Premiere für virtuellen Messestand – Sächsische Hightech-Firmen auf der SEMICON West
    Sachsens Wirtschaftsförderung und der Silicon Saxony e. V. haben die Teilnahme sächsischer Unternehmen bei der SEMICON West organisiert.

2020 sollte das große Jubiläumsjahr der SEMICON West werden. Seit 50 Jahren findet die größte und wichtigste Halbleitermesse des amerikanischen Kontinents in San Francisco/USA statt. Durch die Corona-Pandemie zeichnete sich jedoch frühzeitig ab, dass sich die Veranstaltung in diesem Jahr nicht auf dem traditionellen Weg umsetzen lässt. Die Jubiläumsmesse findet vom 20. bis 23. Juli dennoch statt – allerdings virtuell. Sachsen präsentiert sich bereits zum fünfzehnten Mal auf dieser internationalen Leitmesse – der virtuelle Hightech-Stand hat aber Premiere. Sachsens Wirtschaftsförderung und der Silicon Saxony e. V. haben die Teilnahme sächsischer Unternehmen organisiert.

 

 

 

 

 

Die SEMICON West folgt mit diesem Konzept dem diesjährigen, pandemiebedingten Trend im internationalen Messegeschäft. Erstmals werden die Teilnehmer und Gäste einer der größten Halbleitermessen der Welt in einer rein virtuellen Umgebung begrüßt. Dafür wurde der Veranstaltungsort, das Moscone Center in San Francisco, digital nachgebaut. Aussteller präsentieren sich hier wie gewohnt auf Einzel- und Gemeinschaftsständen, die die Besucher beim Gang durch die virtuellen Messehallen ansteuern können. Die Kontaktaufnahme zwischen Ausstellern und interessierten Gästen erfolgt digital. Die Betreuung der Messestände decken die teilnehmenden Unternehmen quasi vom Heimatort aus ab. Dabei gilt es auch, die Zeitverschiebung geschickt zu überbrücken – das Teilnehmer- und Gästefeld der SEMICON West umspannt den gesamten Globus.

Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat mit Unterstützung des Silicon Saxony e. V. einen virtuellen sächsischen Gemeinschaftsauftritt organisiert. Thomas Horn, WFS-Geschäftsführer: "Die Teilnahme an der SEMICON West steht bereits seit 15 Jahren in Folge im Landesmesseprogramm des Freistaates und wird in jedem Jahr von sächsischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen stark nachgefragt. Gemessen an der Ausstellerzahl war die Messebeteiligung bisher immer eine der größten, die wir jedes Jahr organisiert haben. Die jetzige virtuelle Variante eines Messestandes ist natürlich etwas ganz Besonderes. Das haben wir in dieser Art noch nicht gehabt. Was uns dabei auch antreibt: Sachsen ist seit je her als einziges deutsches Bundesland auf der SEMICON West vertreten. Das sollte sich auch in diesem Jahr nicht ändern. Wir zeigen gern, wie stark der sächsische Mikroelektronik-Standort im nationalen und internationalen Vergleich ist."

Frank Bösenberg, Geschäftsführer und Vorstand des Silicon Saxony e. V. erklärt: "Die Vereinigten Staaten von Amerika sind der zweitgrößte Außenhandelspartner Sachsens. Trotz Corona und den derzeit geltenden Reisebeschränkungen ist es daher unerlässlich, weiterhin einen engen Kontakt in Richtung Nordamerika zu pflegen. Die diesjährige digitale Ausgabe der SEMICON West bietet unserem Netzwerk und uns als Verein eine hervorragende Plattform, Produkte, Lösungen und Leistungen aus Sachsen einem internationalen Publikum und speziell der Fokusregion Nordamerika vorzustellen."

Aussteller im Rahmen des sächsischen Gemeinschaftsauftrittes sind neben der WFS und dem Silicon Saxony e. V.:

  • 3D-Micromac AG
  • Kontron AIS GmbH
  • Fabmatics GmbH
  • Vistec Electron Beam GmbH (Jena)
  • Smart Systems Hub GmbH

Über den sächsischen Mikroelektronik-Standort
Der Freistaat Sachsen ist mit rund 2.400 Unternehmen und etwa 64.000 Beschäftigten der größte europäische Mikroelektronik- / IKT-Standort und der fünftgrößte weltweit. Jeder dritte in Europa produzierte Chip trägt den Aufdruck "Made in Saxony". GLOBALFOUNDRIES, Infineon und – ab dem Jahr 2021 – Bosch betreiben in Dresden die modernsten Halbleiter-Fabriken Europas. Vor allem Software und das Internet der Dinge sind die Wachstumstreiber der Branche in Sachsen. Ihre Akteure arbeiten an globalen Zukunftsthemen, wie Industrie 4.0, energieeffiziente Produktion, IT-Sicherheit und Mobilität der Zukunft, entscheidend mit.

Seine Innovationskraft zeigt "Silicon Saxony" auf verschiedenen Gebieten: Im 5G Lab Germany in Dresden arbeiten über 600 Wissenschaftler an der Entwicklung von 5G-Schlüsseltechnologien, u. a. für autonomes Fahren und smarte Produktion. Anfang 2019 startete das "Forschungslabor Mikroelektronik Dresden für rekonfigurierbare Elektronik (ForLab DCST)" als Leitlabor für elf weitere "ForLabs" in ganz Deutschland – Zukunftsthemen wie Nanodraht- und Leistungselektronik stehen hier im Fokus. Stark aufgestellt ist Sachsen auch, wenn es um künstliche Intelligenz geht – mit Forschungszentren der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und des Halbleiter-Produzenten Infineon sowie einer Vielzahl von Unternehmen im Bereich der Automatisierungstechnik.

Weiterführende Links

www.standort-sachsen.de
www.standort-sachsen.de/de/branchen/mikroelektronik-ikt