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Smart Systems Hub: Anwendungsbeispiele für Künstliche Intelligenz (KI)

  • Smart Systems Hub: Anwendungsbeispiele für Künstliche Intelligenz (KI)
    (v.l.n.r.) Bernd Waschneck, Infineon; Andreas Hartl, BMWi; Uwe Gäbler, Infineon; Dr. Peter Schneider, FraunhoferIIS/EAS; Michael Kaiser, Smart Systems Hub; Raik Brettschneider, Infineon – vor einem Demonstrator für die KI-Bilderkennung aus dem Infineon Business Development Center Dresden, der u.a. im Bereich Automobilität, Industrie 4.0 und Automatisierung eingesetzt werden kann.

Wer beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) international Spitze sein möchte, muss jetzt schnell sein. "Das Zeitfenster schließt sich", mahnte erst kürzlich der KI-Expertenrat.1 Welche Rolle Sachsen für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Bereich KI spielt, verdeutlicht ein Expertentreffen, dass heute in Dresden stattfindet. Die erste hub:disrupt des Smart Systems Hub – Enabling IoT bringt 150 Führungskräfte aus Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen und zeigt an konkreten Beispielen aus den Bereichen Industry 4.0, Energy, Infrastructure und Health, dass KI bereits heute erfolgreich Einzug in die Industrie gehalten hat.

Auch die im Rahmen der vor einem Jahr gestarteten KI-Initiative der Bundesregierung2 so wichtige Kooperation ist ein wesentlicher Baustein der sächsischen KI-Strategie. Für die engere nationale Vernetzung haben die deutschlandweit führenden KI-Standorte Dresden, Karlsruhe, München und Hamburg gemeinsam die KI-Plattform ‚AI4Germany‘ gestartet. Die hub:disrupt stellt exklusiv für sächsischen Unternehmen die Möglichkeiten der Dachinitiative zur Intensivierung von Austausch und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Gesellschaft vor.

Sachsen soll führender KI-Innovationsstandort werden
Insbesondere der sächsische Mittelstand soll von diesem Netzwerk profitieren. Ministerpräsident Michael Kretschmer: "Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Der Freistaat fördert die Zusammenarbeit von Startups und Unternehmen mit Forschung und Wissenschaft. Die Beteiligung an der nationalen Plattform `AI4Germany` ist ein wichtiger Schritt, um die Innovationsstärke der sächsischen Wirtschaft und Forschung deutschlandweit sichtbar zu machen. Gleichzeitig werden die Unternehmen bei der Einführung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz noch besser unterstützt."

Das ist durchaus sinnvoll, denn bislang nutzen nur zwölf Prozent der deutschen Unternehmen KI im Kontext von Industrie 4.0. "Im Wettbewerb um diese Zukunftstechnologie belegt Deutschland derzeit nur Platz sechs – hinter den USA, China, Indien, Kanada und Polen", berichtet Michael Kaiser, Managing Director beim Smart Systems Hub. "Als Teil einer deutschlandweiten Exzellenzinitiative sehen wir es als eine unserer Kernaufgaben, den sächsischen Mittelstand mit den innovativen Technologien in Kontakt zu bringen. Auf der hub:disrupt zeigen wir in der hubtypischen Verbindung von Software, Hardware und Connectivity, wo KI-Visionen heute schon Wirklichkeit sind."

Aussteller präsentieren Anwendungsbeispiele
Die KI-Notes auf der hub:disrupt halten Sprecher von Siemens AG, Infineon und Phoenix Contact Deutschland. In hub:Stories wird gezeigt, wie smarte Systeme an der Schnittstelle zwischen Hardware und Software schon heute realisiert werden. Daran beteiligen sich unter anderem die Unternehmen SAP und Wandelbots, die gemeinsam demonstrieren, wie ein Roboter das Auftragen von Klebstoff auf eine Fahrzeugscheibe lernen kann. Sie gehören zu den 20 Ausstellern, ebenso wie itelligence, AI4BD, Fusion Systems, Sensry, T-Systems oder Infineon.

Vertreten sind zudem insgesamt sechs de:Hubs sowie RCKT., das Netzwerk für digitale Innovation, das die Digital Hub Initiative der der Bundesregierung begleitet. "Wir freuen uns, dass die erste hub:disrupt bei Infineon Dresden stattfindet", sagt Raik Brettschneider, Vorstand im Silicon Saxony und Geschäftsführer der Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. KG. "Das ist genau der richtige Ort, um den Startschuss für die Mitarbeit der sächsischen Technologiepartner in der Dachinitiative AI4Germany zu geben."

Infineon forscht in Dresden an wegweisenden KI-Systemen

"Für Infineon ist KI ein wichtiges Thema", ergänzt Uwe Gäbler, Direktor des Development Centers bei Infineon Dresden. "Deshalb arbeiten wir im Dresdner Entwicklungszentrum nicht nur an neuen Produkten für Automobil- und Leistungselektronik, sondern auch an Systemen für KI-Anwendungen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Hardware und Software. Im Silicon Saxony gibt es dazu viel Knowhow, und wir kooperieren eng mit zahlreichen Partnern aus Forschung und Industrie."

Der Smart Systems Hub ist die perfekte Plattform für branchenübergreifende Kollaboration mit Fokus auf die konkrete Umsetzung von Innovationen in neuen Produkten und Services", bestätigt auch Mirko Paul, Chief Innovation & Product Manager, SAP SE. "Er bündelt Aktivitäten und Initiativen, und treibt die Vernetzung der Akteure im Silicon Saxony voran. Für den Standort ist dies von zentraler Bedeutung, weil es dazu beiträgt, das Innovationstempo hoch zu halten."

Smart Systems Hub gehört zu Partnern der Initiative AI4Germany
Zukünftig sollen in jeder Region Ansprechpartner bereitstehen, um Unternehmen aktiv bei der Anwendung der Künstlichen Intelligenz zu begleiten: "Der Smart Systems Hub gehört zu den sechs Partnern, die in der vergangenen Woche ‚AI4Germany‘ ins Leben gerufen haben", erläutert Dr. Andreas Liebl, Head of appliedAI beim Netzwerk bei UnternehmerTUM, Europas führendem Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München. "Gemeinsam können wir mehr erreichen und so den Hightech-Standort Deutschland stärken. Mit der hub:disrupt hat der Dresdner Smart Systems Hub das ideale Format gefunden, um dieses neu formierte Netzwerk im Silicon Saxony vorzustellen und den Startschuss für die Mitarbeit in AI4Germany zu geben."

"Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen", unterstreicht Dr. Peter Schneider, Leiter des Fraunhofer IIS/EAS in Dresden. "Dabei wird es für den flächendeckenden Erfolg der Technologien in Sachsen auch entscheidend sein, dass wir den wechselseitigen Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Forschung noch weiter intensivieren." Die Fraunhofer-Gesellschaft versteht sich dabei als Forschungspartner der sächsischenUnternehmen. Dazu trägt auch das Fraunhofer-Zentrum für Kognitive Produktionssysteme CPS in Dresden sowie das mit der TU Dresden aufgebaute Center for Explainable and Efficient AI Technologies CEE AI bei. Auch mit der gemeinsamen Initiative AI4SAXess stärkt Sachsen seine führende Position in Deutschland im Bereich Forschung und Entwicklung für Anwendungen rund um die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz.

hub:disrupt gibt Überblick über Entwicklungstrends
Die hub:disrupt ist ebenfalls ein Schritt auf diesem Wege. Sie bietet neben spannenden Industrievorträgen zum Thema KI auch einen Überblick über die Innovationspfade, die der dem Smart Systems Hub, ein Gemeinschaftsunternehmen der drei Partner Silicon Saxony, 5G Lab Germany und der HighTech-Startbahn, mit seinen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft etabliert hat.

Vorgestellt werden zudem die thematischen Schwerpunkte für die Hub-Entwicklung 2020+. Dazu gehören auch die Aktivitäten, die der Hub im Kontext der AI4Germany Initiative vorbereitet. So ist vorgesehen, den Smart Systems Hub noch stärker als Plattform für Co-Innovation zu etablieren. Das gilt auch für den Bereich KI – im Rahmen von KI vor Ort werden am 29. November 2019 sieben Start-ups aus Sachsen, Deutschland und Europa mit Lösungen für aktuelle KI-Herausforderungen eines international agierenden Produktionsunternehmens pitchen.

Über den Smart Systems Hub Dresden – Enabling IoT

Der Dresdner Smart Systems Hub – Enabling Internet of Things ist Teil einer deutschlandweiten Exzellenzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (de:hub). Mit AI4SAXess bietet er für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen die Co- Innovationsplattform in Sachsen. Ziel der Plattform ist unter anderem die Entwicklung und Implementierung neuer KI-basierter Anwendungen. In diesem Kontext arbeitet der Hub eng mit dem Fraunhofer IIS/EAS und dem Arbeitskreis Künstliche Intelligenz des Silicon Saxony e.V. sowie weiteren Akteuren am Standort zusammen.

Über die Initiative AI4SAXess
Im Kontext der deutschlandweiten Initiative AI4Germany bietet der Hub mit AI4SAXess die Co- Innovationsplattform für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen in Sachsen. Ziel der Plattform ist unter anderem die Entwicklung und Implementierung neuer KI-basierter Anwendungen. In diesem Kontext arbeitet der Hub eng mit dem Fraunhofer IIS/EAS und dem Arbeitskreis Künstliche Intelligenz des Silicon Saxony e.V. sowie weiteren Akteuren am Standort zusammen.

1 Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/KI-Nur-noch-kleines-Zeitfenster-fuer-Deutschlands-Fuehrungsrolle-4585000.html 
2 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digitalisierung/ein-jahr-ki-strategie-1692096

Weiterführende Links

www.smart-systems-hub.de
www.appliedai.de/ai4germany

Foto: Smart Systems Hub