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SEMI und Silicon Saxony: Größte Bildungsinitiative für Mikroelektronik, mitfinanziert durch das Erasmus+-Programm

  • Silicon Saxony: Größte Bildungsinitiative für Mikroelektronik, mitfinanziert durch das Erasmus+-Programm
    Auftakttreffen zum Projekt METIS.

SEMI, Silicon Saxony und 18 Partner aus 14 Ländern haben heute eine Initiative gestartet, um die Qualifikationslücke zu schließen und die Vielfalt der Arbeitskräfte durch eine engere Zusammenarbeit zwischen der Mikroelektronikindustrie und Bildungsanbietern zu fördern. Das Projekt mit dem Titel METIS - Microelectronics Training, Industry and Skills - wird sich auf die Fähigkeiten und die damit verbundene Ausbildung konzentrieren, die zur Unterstützung neuer Branchen wie künstliche Intelligenz (KI), autonomes Fahren und Industrie 4.0 erforderlich sind.

 

 

METIS, eine vom Erasmus+-Programm kofinanzierte Sector Skills Alliance, soll den Fachkräftemangel in der Wertschöpfungskette elektronischer Komponenten und Systeme beseitigen. Im Rahmen von METIS werden SEMI und die Partnerorganisationen ein Mikroelektronik-Observatorium und einen Kompetenzausschuss einrichten, der sich aus Vertretern von Industrie, Wissenschaft, NGOs, Think Tanks und Regierung zusammensetzt. Das Konsortium wird eine neue Qualifikationsstrategie für die Mikroelektronikindustrie in Europa entwickeln, die sich darauf konzentriert, die Berufsbilder und Fähigkeiten zu verbessern, die für die Zukunft des Sektors entscheidend sind.

Das Projekt wird die Online-Bildung und das arbeitsbasierte Lernen in der Mikroelektronik-Entwicklung und -Fertigung fördern. METIS wird auch die Vielfalt der Arbeitskräfte in diesem Sektor fördern und auf eine stärkere Beteiligung unterrepräsentierter Gruppen an der Ausbildung und Beschäftigung in der Mikroelektronik abzielen. METIS, ein vierjähriges Projekt, erhält 4 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für Investitionen in die Mitarbeiterentwicklung in der Mikroelektronik in Europa.

Der Talentmangel ist eines der schwerwiegendsten Probleme, die SEMI-Mitglieder heute beschäftigen", sagte Laith Altimime, Präsidentin von SEMI Europe. "Wir freuen uns, mit führenden Unternehmen und Universitäten aus ganz Europa zusammenzuarbeiten, um den Aufbau einer soliden Talentpipeline zu unterstützen, die für Innovation und Wachstum in der Mikroelektronik von entscheidender Bedeutung ist."

"Die Digitalisierung ist die wichtigste Chance für die wissensbasierte Wirtschaft unserer Zeit, insbesondere für Europa, und Halbleiterlösungen sind wichtige Treiber der Digitalisierung", sagte Dr. Sabine Herlitschka, CEO der Infineon Technologies Austria AG, Mitglied des METIS-Konsortiums. "Daher bietet die Mikroelektronik sehr attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten an der Spitze der Forschung und Anwendung, die für uns alle relevant sind. Mit diesem Projekt müssen wir diese Begeisterung für Technik an mehr junge Talente, insbesondere an Frauen, vermitteln. Eine effektive Möglichkeit dazu ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildungseinrichtungen. Das ist ein strategischer Kern unseres neuen METIS-Projekts." 

Sektorale Qualifikationsallianzen arbeiten daran, die Kompetenzintelligenz zu verbessern und eine klare Strategie in einem Zielsektor zu entwickeln, indem sie einen doppelten Ansatz verfolgen, bei dem bestehende oder neu entstehende sektorspezifische Arbeitsmarktbedürfnisse ermittelt und die Reaktionsfähigkeit der Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen auf die Bedürfnisse der Industrie verbessert werden. Um die grenzüberschreitende Zertifizierung zu erleichtern und damit die berufliche Mobilität zu erleichtern und die Anerkennung von Qualifikationen auf europäischer Ebene in einem Sektor zu erhöhen, werden sektorale Qualifizierungsallianzen gegründet.

Das METIS-Konsortium besteht aus SEMI, Infineon, Bosch, X-Fab, Graphenea, Summa, Arcelik, Silicon Saxony, Imec, Technische Universität Graz, Dresden Chip Academy, University of South-East Norway, Technical University of Sofia, Budapest University of Technology and Economics, Innovation Learning Work, Fast Track into Information Technology, European Association of Career Guidance, European Association for Women in Science, Engineering and Technology, CIMEA und Decision.

Kontakt:

Steve Federow
E-Mail: steve.federow@silicon-saxony.de  
Tel.: +49 351 89 25 887

Weiterführende Links

www.semi.org  
www.silicon-saxony.de  

Bilder: Silicon Saxony