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Smart Systems Hub: 3,8 Millionen Euro für den Smart Systems Hub

  • Smart Systems Hub: 3,8 Millionen Euro für den Smart Systems Hub
    Martin Dulig, Sachsens Wirtschaftsminister, Frank Bösenberg, Geschäftsführer des Silicon Saxony, Bettina Voßberg, Vorstand der HighTech Starbahn, Michael Kaiser, Geschäftsführer des Smart Systems Hub, und Dr. Rico Radeke, Geschäftsführer des 5G Lab, bei der Übergabe des Förderbescheids des SMWA (v.l.n.r.).

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig überreichte am Freitag in Dresden einen Förderbescheid in Höhe von 3,8 Millionen Euro an den Smart Systems Hub – Next Generation Internet of Things (IoT). Die Mittel stammen aus der Richtlinie Clusterförderung, mit denen der Freistaat Sachsen seine industriellen Cluster- und Netzwerke stärkt. "Die Förderung ist ein Baustein zur Finanzierung der Aktivitäten und Projekte des Smart Systems Hub bis September 2022", sagt Michael Kaiser, Geschäftsführer des Smart Systems Hub. "Sie verbreitert unsere Handlungsspielräume, um unsere Strategie umzusetzen und um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Technologie-Ökosystems weiterzuentwickeln" ergänzt Kaiser. Ein wichtiger Meilenstein dafür sind die Planungen für den Bau eines neuen Co-Innovation Centers. Dieses soll eine höhere Effizienz in den Prozess von Technologietransfer, Gründung, Wachstum und Kommerzialisierung von IoT-Technologien bringen.

Internet der Dinge und Plattformökonomie generieren zukünftige Wertschöpfung
Die Digitalisierung bleibt ein Dauerzustand. Mit hoher Dynamik erzeugt sie vor allem in Asien neue Geschäftsmodelle, Produkte und Lösungen. Diese verändern nicht nur unsere Gesellschaft, sondern werden zu unverzichtbaren Komponenten in unseren digitalen Infrastrukturen. "Die Entwicklung immer neuer Komponenten und Generationen von IoT-Hard, -Software- und Connectivity-Technologien führt fortlaufend zu Anpassungen, denen sich Unternehmen stellen müssen", sagt Michael Kaiser. "Bei der Entwicklung dieser neuen Technologiegenerationen spielt Sachsen als Europas führender Standort für die Entwicklung und Produktion von modernsten Mikroelektronikprodukten eine besondere Rolle", betont Kaiser. Zusätzliche Dynamik bringt die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G. Dadurch werden sich die Möglichkeiten für eine "Next Generation IoT" um ein vielfaches erweitern. Denn die Echtzeitsteuerung von IoT-Plattformen mittels industrie- und anwendungsspezifischen 5G-Frequenzen geht weit über die einer Vernetzung von "Dingen" hinaus. "Die Komplexität von IoT-Lösungen nimmt zu. Themen wie Privatheit (privacy) und Sicherheit (security) müssen weitergedacht und entwickelt werden", sagt Michael Kaiser.

Kern der Strategie des Smart Systems Hub ist es deshalb, IoT-Projekteteams aus aller Welt mit hoher fachlicher Kompetenz zielgerichtet mit den besten Innovationspartnern in der Hightech- Region Sachsen zusammenzubringen, um gemeinsam in Technologielaboren kundenspezifische, herstellerunabhängige IoT-Geschäftsmodelle und Lösungen zu entwickeln. "Dabei verstehen wir uns als Partner von Industrie und Staat", betont Michael Kaiser. "Unter Einbeziehung aktuellster Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus der grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung bieten wir Entscheidern, Herstellern, Anwendern und Interessierten Zugang zu neuesten IoT-Technologien, -Systemen und -Anwendungen aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen. Flankiert und unterstützt wird dieser Prozess mit umfangreichen Trainings-, Schulungs- und Beratungsmodulen, Dienstleistungen sowie Co-Innovationsformaten, wie dem erfolgreich etablierten Thin[gk]athon. 

Rolle und Expertise der Gesellschafter des Smart Systems Hub
Die Expertise dafür bringen die drei Gesellschafter des Smart Systems Hub – Next Generation Internet of Things ein: Das 5G Lab GmbH, die Silicon Saxony Management GmbH sowie die HighTech Startbahn GmbH. Das 5G Lab Germany an der TU Dresden ist ein interdisziplinäres Team mit mehr als 600 Forschern aus 20 verschiedenen Forschungsbereichen der TU Dresden. Die Organisation liefert Schlüsseltechnologien für den Mobilfunkstandard 5G und ist mit mehr als 50 Industriepartnern verbunden, darunter Robert Bosch, Claas, Deutsche Telekom, Ericsson, National Instruments, NEC, Nokia, Rohde & Schwarz sowie Vodafone.

Die Silicon Saxony Management GmbH ist die Management Gesellschaft des Silicon Saxony e. V. Der Branchenverband ist mit rund 350 Mitgliedern das größte Hightechnetzwerk Sachsens und eines der größten Mikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands sowie Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner Gründung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Universitäten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darüber hinaus. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen derzeit rund 20.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Die HighTech Startbahn unterstützt junge Unternehmen aus dem Hochtechnologieumfeld in der schwierigen Nachgründungsphase durch die aktive Vermittlung von Kontakten zu Investoren, Mentoren, Industriepartnern und Dienstleistern. Neben Finanzierungsformaten wie den europäischen HIGHTECH VENTURE DAYS und Veranstaltungen, die den gegenseitigen Erfahrungsaustausch ermöglichen, gehört der Aufbau einer lebendigen Gründerszene sowie Coaching und Beratung, Fundraising und Company Building dieser Hochtechnologie-unternehmen zu den Kernkompetenzen des interdisziplinären HighTech Startbahn-Teams. Darüber hinaus begleitet die HighTech Startbahn Kapitalgeber und Industrieunternehmen mit Corporate Venture Capital-Services wie Scouting, Screening sowie Portfolio- und Innovations-management. Im Smart Systems Hub – Next Generation Internet of Things haben die drei Partner ihre jeweiligen Kompetenzen und Möglichkeiten gebündelt und treiben die Entwicklung und Kommerzialisierung von IoT-Systemen und -Plattformen der nächsten Generation voran.

Milliarden-Investments führender globaler Technologieunternehmen
Internationale Technologiekonzerne wie Robert Bosch, Infineon Technologies, SAP, Vodafone, Deutsche Telekom, Globalfoundries, Volkswagen sowie eine Vielzahl von innovativen, hochspezialisierten, mittelständischen Hightechunternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen investieren im "Silicon Saxony" in den nächsten Jahren mehr als fünf Milliarden Euro in den Auf- und Ausbau von neuen Forschungs- und Produktionskapazitäten mit Bezug zu IoT-Technologien der nächsten Generation. "Die Investitionen sind die Folge der beschriebenen fortschreitenden technologischen Trends und Entwicklungen", sagt Kaiser. "Umso mehr freuen wir uns darüber, dass erste Industriepartner auch in uns investieren", sagt Michael Kaiser. Im Beisein des sächsischen Wirtschaftsministers hat die Smart Systems Hub GmbH zwei neue Kooperationsverträge mit Infineon Dresden und Globalfoundries als neue Schlüsselpartner unterzeichnet. Bereits bestehende Schlüsselpartner sind die Unternehmen SAP und T-Systems Multimedia Solutions. Parallel dazu nahm am 26. Juni 2019 der neue Beirat, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik seine Arbeit auf. Zum Vorsitzenden des Beirats wurde Christian Piechnick, CEO des Robotik-Unternehmens Wandelbots, gewählt. Geschäftsführer Michael Kaiser: "Der Smart System Hub hat sich in kurzer Zeit zu einem attraktiven Ort für die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von neuartigen IoT-Lösungen entwickelt und internationale Sichtbarkeit erzeugt." 

Terminhinweis
Der nächste Thin[gk]athon des Smart Systems Hub – Next Generation IoT findet vom 25.-28.11.2019 in Dresden statt.
Anmeldungen sind ab 01.10.2019 unter www.smart-systems-hub.de/thingkathon möglich.

Über Smart Systems Hub
Der Smart Systems Hub Dresden ist Teil der deutschlandweiten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) initiierten Digital Hub Initiative (de:hub-Initiative). An insgesamt zwölf Standorten arbeiten aktuell klar fokussierte "Technologieleuchttürme" in den Innovationsfeldern der Gegenwart und nahen Zukunft.

Der Smart Systems Hub Dresden ist in Deutschland einer der zentralen Enabler des kommenden Zukunftsfeldes "Internet der Dinge" (Internet of Thing/IoT). Zusammen entwickeln, produzieren und vermarkten der Hub und seine Partner als ein One-Stop-Shop, der von intelligenten Bauteilen und Algorithmen bis zu smarten Maschinen und Anlagen die bestehenden bzw. die aktuell in der Entwicklung befindlichen Leistungen des Zukunftsfeldes "Smarte Systeme" zusammenführt.

Weitere Informationen zur de.hub-Initiative finden Sie unter https://de-hub.de 

Weiterführende Links


www.smart-systems-hub.de
www.smwa.sachsen.de

Foto: SMWA