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Intel: Lücke bei digitalen Fähigkeiten verlangsamt Industrie 4.0

Intel hat die Ergebnisse seiner neuen Studie "Accelerate Industrial" veröffentlicht, die die umfassende Sicht auf die Industrie 4.0, die digitale Transformation des Fertigungssektors, darstellt. Die Forschung deckte eine ernste Qualifikationslücke auf, die die meisten Ausbildungsprogramme der westlichen Industrieproduktion und staatliche Investitionsinitiativen nicht beheben können.

 

 

Die Studie ergab, dass die Führungskräfte von heute die zukunftsfähigen Arbeitskräfte von morgen schaffen müssen. Dies erfordert die Zusammenarbeit von Universitäten, Regierung und Industrie - einschließlich Initiativen, die sich auf die Ausbildung von Arbeitnehmern für den sich wandelnden Fertigungssektor konzentrieren.

Warum es wichtig ist: Eine aktuelle Deloitte/Manufacturing Institute-Studie deutet darauf hin, dass die Industrien in eine Zeit akuter langfristiger Arbeitskräftemangel geraten, wobei ein Defizit in der Fertigung voraussichtlich 2,4 Millionen offene Stellen bis 2028 betragen wird, was zu negativen Auswirkungen von 2,5 Billionen US-Dollar auf die US-Wirtschaft führt. In Deutschland und Japan, zwei weiteren entwickelten Volkswirtschaften, dürften sich angesichts dieses prognostizierten Arbeitskräftemangels die Situation ebenfalls verschärfen.

Was die Studie zeigt: Mit der zunehmenden Verbreitung von Daten, Konnektivität und Rechenleistung am Rande wird das industrielle Internet der Dinge immer zugänglicher. Die erfolgreiche Einführung bleibt für viele jedoch außer Reichweite: Zwei von drei Unternehmen, die digitale Fertigungslösungen erproben, kommen nicht in den großen Rollout.

Die Studie deckte die fünf wichtigsten Herausforderungen auf, die von den Befragten genannt wurden, die das Potenzial haben, Investitionen in intelligente Lösungen in der Zukunft zu verhindern:

  • 36% nennen "technische Qualifikationslücken", die sie daran hindern, von ihren Investitionen zu profitieren.
  • 27% nennen "Datensensitivität" aufgrund zunehmender Bedenken in Bezug auf Daten- und IP-Datenschutz, Eigentum und Management.
  • 23% geben an, dass es ihnen an Interoperabilität zwischen Protokollen, Komponenten, Produkten und Systemen mangelt.
  • 22% geben Sicherheitsbedrohungen an, sowohl im Hinblick auf aktuelle als auch auf neu auftretende Schwachstellen in der Fabrik.
  • 18% Referenz, die Datenwachstum in Menge und Geschwindigkeit verarbeitet, sowie Sinnstiftung.

Was man von der Forschung nehmen sollte: "Accelerate Industrial" verweist auf die wachsende Bedeutung der digitalen Fähigkeiten, die für die Navigation und den Erfolg in dieser neuen Landschaft erforderlich sind.

Die Studie ergab, dass es zwar einen großen Appetit auf digitale Transformation gibt - 83% der Unternehmen planen Investitionen in Smart Factory-Technologien - aber die wichtigsten für diese Transformation genannten Fähigkeiten und Eigenschaften sind nicht diejenigen, die typischerweise von den meisten Berufsbildungsprogrammen der Industrie oder relevanten politischen Entscheidungsträgern hervorgehoben werden.

Die von den Befragten zitierten Zukunftskompetenzen weisen darauf hin, dass über die Grundlagen der Programmierung hinaus ein tiefes Verständnis der digitalen Werkzeuge, von der Datenerfassung über die Analyse bis hin zum Echtzeit-Feedback direkt in die Betriebsumgebung, erforderlich ist. Die fünf wichtigsten Zukunftskompetenzen, die zur Unterstützung der digitalen Transformation in der Fertigung erforderlich sind, sind:

  • "Tiefes Verständnis" für moderne Programmier- oder Software-Engineering-Techniken
  • "Digitale Fingerfertigkeit" oder die Fähigkeit, bestehende und neue Technologien für praktische Geschäftsergebnisse zu nutzen.
  • Datenwissenschaft
  • Konnektivität
  • Cybersicherheit

Mehr Kontext: "Accelerate Industrial" wurde von Dr. Faith McCreary, einem leitenden Ingenieur, erfahrenen Architekten und Forscher bei Intel, gemeinsam mit Dr. Irene Petrick, Senior Director of Industrial Innovation für Intels Industrial Solutions Division, durchgeführt und verfasst. Die Studie umfasst mobile Ethnographien und Interviews mit über 400 Herstellern und den sie unterstützenden Ökosystemtechnikern. Die Arbeit wird als eine Reihe von Berichten veröffentlicht.

Weiterführende Links

www.intel.de