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Silicon Saxony: Europäische Mikroelektronikhochburg Sachsen wird auch zum innovativen Softwareland

  • Silicon Saxony: Europäische Mikroelektronikhochburg Sachsen wird zum innovativen Softwareland
    Am 5. und 6. September fand die ECSEL-Konferenz in Dresdens Internationalem Congress Center statt.

Sachsens IKT-Branche boomt. Kaum ein anderer Wirtschaftszweig des Freistaates wächst aktuell in einem vergleichbaren Tempo. Ansiedlungen, Milliardeninvestitionen, Innovationen auf Weltniveau – es vergeht kaum eine Woche, in der keine positiven Nachrichten aus dem Hochtechnologiesektor an die Öffentlichkeit dringen. Traditionell stark ist Sachsen in den Bereichen Mikroelektronik und Hardware. Hier ist der Standort führend in Europa, gehört auch weltweit zu den großen Namen. Doch auch der Bereich Software entwickelt sich im Dreieck Dresden-Chemnitz-Leipzig seit circa zehn Jahren immer rasanter. Die Anzahl von Softwarefirmen wächst unaufhörlich. Seit 2007 verdoppelte sich in diesem Sektor zudem die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Silicon Saxony hat die Zeichen der Zeit längst erkannt, setzt seit Jahren auf die gemeinsame Weiterentwicklung beider Bereiche. Denn Fakt ist, Software und Hardware gehen Hand in Hand, bestimmen gemeinsam die technologischen Themen der Gegenwart und Zukunft.

 

 

Der Freistaat Sachsen ist der stärkste Mikroelektronikstandort Europas. Die Forschung, Entwicklung und Produktion modernster Hardware befindet sich hier auf Weltniveau. Jeder zweite Mikrochip aus Europa stammt aus der Region. Neuansiedlungen wie jene von Bosch oder Milliardeninvestitionen wie von Infineon und GLOBALFOUNDRIES im laufenden Jahr angekündigt, sorgen weltweit für Aufmerksamkeit. Im Schatten der viele Jahre bestimmenden Hardwarebranche wächst im Dreistädtedreieck Dresden-Chemnitz-Leipzig jedoch noch weitaus mehr – das Geschäft mit Daten, Codes, Programmen usw. Die Softwarebranche nimmt bereits seit zehn Jahren an Fahrt auf, stellt mittlerweile die meisten Unternehmen der regionalen IKT-Branche (über 60 Prozent), steuert ihrerseits stetig steigende Umsätze (mehr als 2 Mrd. Euro) und Beschäftigtenzahlen (circa 25.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) zum Erfolg des Landes bei.

Diese erfolgreiche Mischung zieht auch immer mehr Konferenzen, Messen und Branchenevents in die Region. Neben internationalen Spitzenveranstaltungen wie der Smart Systems Integration (SSI), der apc|m-Konferenz, der ESSCIRC and ESSDERC (3.-6. September) und dem 5G-Summit (25. September) zu den Themen Hard- und Software, wird auch die Zukunft von Förderprogrammen wie ECSEL hier mitbestimmt. "ECSEL ist ein unverzichtbares Instrument, um Sachsen und damit auch Europa im internationalen Wettbewerb in der Spitze zu halten. Speziell die Hardware- und Mikroelektronikbranche profitiert enorm. Umgekehrt beweist aber auch die ECSEL-Konferenz in Dresden, wie wichtig Sachsen in diesem Bereich für Europa ist", erklärt Raik Brettschneider, Vorstand von Silicon Saxony und Geschäftsführer von Infineon Dresden. So startet der Kongress "ECSEL in Deutschland" (5. bis 6. September) am heutigen Mittwoch in Dresden. Zeitgleich mit der Hardwarekonferenz "ESSCIRC and ESSDERC" und der Veranstaltung "Mensch und Computer 2018" weilen damit aktuell namhafte Soft- und Hardwareexperten aus allen Regionen Deutschlands und der Welt in Sachsen.  

Auch Silicon Saxony und dessen rund 340 Mitglieder zeigen hier Flagge, unterstreichen die Vorzüge des Freistaates, dessen technologische sowie wirtschaftliche Zugkraft und arbeiten aktiv an dessen Zukunft mit. "Das Wachstum am Standort, ob im Bereich Hardware oder Software, gilt es aktiv zu fördern und auszubauen. Denn längst gibt es kein Entweder/Oder mehr. Software und Hardware gehen untrennbar Hand in Hand, stehen gemeinsam für die großen technologischen Themen der Gegenwart und nahen Zukunft. Ob Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Smarte Mobilität oder Stadtentwicklung, überall sind Lösungen gefragt, die auf höchstes Niveau in beiden Schlüsselbereichen fußen", erklärte Heinz Martin Esser, Vorstandsvorsitzender des Silicon Saxony e. V. am Rande des Silicon Saxony Strategiemeetings am vergangenen Wochenende.

Eines der bei diesem Strategiemeeting ausgemachten Ziele ist neben der Förderung neuer Technologien und Lösungen, auch eine wachsende internationale Bekanntheit des Softwarestandortes Sachsen und dessen Unternehmen sowie der noch engere Schulterschluss mit dem hier verorteten Bereich Hardware. Nicht nur ein Positionspapier Software soll hierfür die Marschrichtung festlegen, auch ein neuer Softwarereferent des Netzwerkes wird seine Arbeit zu diesem Zweck aufnehmen. Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum der Informatikausbildung in Deutschland bringt die größte Mikroelektronikregion Europas bzw. das wachsende Softwareland Sachsen seine wirtschaftlichen und technologischen Zugpferde damit in Stellung.

"2007 arbeiteten in Sachsen rund 11.000 Menschen im Bereich Software. Insgesamt waren es damals rund 40.000 in der gesamten sächsischen IKT-Branche. 2017 beschäftigte der Bereich Software bereits rund 25.000 Menschen. In der IKT-Branche waren es rund 62.000. Diese Wachstumsraten beeindrucken, halten an und sind ganz klar auf beste Ansiedlungsbedingungen, eine gelungene Wirtschaftsförderung und einen exzellenten Fachkräftemarkt zurückzuführen. Faktoren, von denen wir auch in Zukunft profitieren werden", erklärt Prof. Dr. Frank Schönefeld, Vorstand des Silicon Saxony e. V. und Teil der Geschäftsführung der T-Systems MMS. Sachsens Technologieboom ist damit hausgemacht und wird, geht es nach Silicon Saxony noch über Jahrzehnte anhalten.

Über SILICON SAXONY e. V.
Der Silicon Saxony e.V. ist einer der größten Industrieverbände für Mikro- und Nanoelektronik, Software, Smart Systems und Applikationen in Europa. Der Verein wurde im Dezember 2000 als Netzwerk der Halbleiter-, Elektronik- und Mikrosystemindustrie gegründet. Er verbindet Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen am Wirtschaftsstandort Sachsen. In den rund 340 Mitgliedsunternehmen, die einen Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro pro Jahr erzielen, sind derzeit rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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www.silicon-saxony.de