News

SMWA: Leichtbau, Additive Fertigung, Kollege Roboter – Zukunftsfelder für die sächsische Industrie

Der Leichtbau, die Additive Fertigung und auch die Mensch-Roboter-Kollaboration besitzen in Sachsen Entwicklungspotenziale, die besonders relevant für die Industrie der Zukunft werden. Darauf macht das neue Technologie-Schlaglicht der "StrategieWerkstatt: Industrie der ZUKUNFT" aufmerksam. Gleichzeitig ist eine Überblicksstudie zu sächsischen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Mensch-Roboter-Kollaboration in der industriellen Fertigung erschienen.

 

"Industrieller Fortschritt in Sachsen entsteht vielfach durch Innovationen von Forschungsinstituten. Jedoch besteht noch ein großes Potenzial für den Transfer und für die Anwendung von Forschungsergebnissen in der industriellen Praxis", so Wirtschaftsminister Martin Dulig. "Leichtbau und Additive Fertigung sind wichtige Beispiele für das große Potenzial, das wir in Sachsen in Forschung und Entwicklung haben und das von der Industrie noch nicht immer so aufgegriffen wird, wie das möglich wäre. Aufgrund der Ergebnisse unserer ,Strategiewerkstatt Industrie der ZUKUNFT‘ ist deutlich geworden, welche Chancen der Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis birgt."

Mit dem Schlaglicht hat die StrategieWerkstatt ein Format ins Leben gerufen, in dem besondere Aspekte aus ihrer Arbeit vorgestellt werden. Das in Kooperation mit dem Carbon Composites e.V., mit dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden und mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung entstandene neueste Schlaglicht gibt einen Überblick über die im Freistaat vorhandenen Potenziale von Leichtbau und Additiver Fertigung. Hier verfügt Sachsen im nationalen und internationalen Vergleich über hervorragende Kompetenzen in Forschung und Entwicklung. Gleichzeitig existieren bereits Beispiele, die eindrucksvoll die Möglichkeiten demonstrieren, die mit einer industriellen Anwendung verbunden sind. Zudem stehen beide Bereiche in einzigartiger Weise für die Verknüpfung materieller Produktion mit digitalen Technologien, deren Realisierung bisher allerdings nur in Teilen verfolgt wird.

Parallel zum neuen Schlaglicht hat die Strategiewerkstatt die in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Institut für Forschung und Transfer Produktionsautomatisierung entstandene Studie zur Mensch-Roboter-Kollaboration veröffentlicht. Dieser vergleichsweise neue Technologiebereich gewinnt zunehmend an Bedeutung, auch wenn viele Forschungsaktivitäten und Entwicklungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit noch kaum bekannt sind. Interessierte können anhand der Studie einen Überblick über die in Sachsen auf diesem Gebiet tätigen Einrichtungen gewinnen und sich über deren Forschungsschwerpunkte und –projekte informieren. Gleichzeitig erfolgt eine Einordnung in die internationale Forschungslandschaft.

Hintergrund: "StrategieWerkstatt: Industrie der ZUKUNFT" des SMWA
Wie kann sich die Industrie in Sachsen bis 2030 entwickeln? Welchen Herausforderungen werden sich die Unternehmen in den kommenden Jahren stellen müssen? Welche Rahmenbedingungen sind für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der sächsischen Industrielandschaft erforderlich? Die vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) eingerichtete "StrategieWerkstatt: Industrie der ZUKUNFT" entwickelt seit Anfang 2016 gemeinsam mit den Akteuren der sächsischen Industrie Antworten auf diese Fragen, die in Struktur und Grundzügen einer Industriestrategie für Sachsen mit konkreten Handlungsempfehlungen münden werden. Darüber hinaus sollen sächsische Akteure stärker vernetzt und Projektideen entwickelt werden. Mit der Durchführung der StrategieWerkstatt wurde die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH beauftragt.

Materialien zum Projekt und zu den bisherigen Ergebnissen können auf der Website www.industrie.sachsen.de/strategiewerkstatt.html heruntergeladen werden.

Weiterführende Links


www.smwa.sachsen.de 
Schlaglicht und Studie