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National Instruments: Subaru verkürzt mit NI-Technologie Testentwicklungszeiten für E-Fahrzeuge um 90 Prozent

National Instruments trägt mit seinen Systemen für Ingenieure und Wissenschaftler zur Bewältigung der weltweit größten technischen Herausforderungen bei. Das Unternehmen gab nun bekannt, dass der japanische Automobilhersteller Subaru Hardware-in-the-Loop-Technologie (HIL) von NI nutzt, um reale Straßenverhältnisse zu simulieren, und damit seine Testzeiten und -kosten für Elektrofahrzeuge um bis zu 90 Prozent reduziert.

Herkömmliche Fahrzeugtests zur Überprüfung der Leistung und Sicherheitsreaktion von Fahrzeugen werden mithilfe von fertigen Autos auf Teststrecken oder öffentlichen Straßen durchgeführt. Allerdings erschweren wechselnde Wetterbedingungen und Fahrbahnzustände die zügige Durchführung reproduzierbarer Straßentests. Hinzu kommt die hohe Komplexität von Elektrofahrzeugen, deren zahlreiche Subsysteme miteinander vernetzt sind. Diese Schwierigkeiten in Verbindung mit kurzen Entwicklungszyklen und einem steigenden Kostendruck stellen Testingenieure im Automobilbereich vor große Herausforderungen.

Um dem entgegenzuwirken, führt Subaru Validierungstests daher nicht mehr auf der Straße durch, sondern nutzt eine HIL-Simulationslösung von NI basierend auf PXI-Produkten und LabVIEW-Software. Mit der HIL-Lösung können Steuergeräte im Fahrzeug unter Ausschluss von Umweltfaktoren in einer virtuellen Umgebung umfassend und effizient getestet werden, bevor das gesamte System einer Diagnose unterzogen wird.

"Wir konnten mithilfe von NI-PXI-Produkten und LabVIEW in nur ein bis zwei Wochen ein benutzerdefiniertes HIL-System implementieren und unsere Software unternehmensintern entwickeln", so Daisuke Umiguchi, Electrified Power Unit Research and Experiment Department, Subaru Corporation. "Dadurch waren wir in der Lage, die Anschaffungskosten für das Testsystem auf circa ein Drittel der Kosten für Lösungen anderer Anbieter zu senken. Und da wir bereits mit LabVIEW gearbeitet haben, konnten wir auch unsere Software für ungefähr ein Sechstel der Kosten entwickeln, die für die Beauftragung eines externen Entwicklers angefallen wären."

Darüber hinaus hat Subaru seine Testlösung auch mit einem Controller-gestützten Dynamometer von HORIBA sowie mit von Virtual Mechanics implementierter CarSim-Software für die Fahrdynamiksimulation ausgestattet, um ähnliche Lastbedingungen wie bei Straßenfahrten zu erzeugen. Das Antriebssystem überträgt die berechneten Werte in Echtzeit an das NI-HIL-System, sodass zwischen den auf dem HIL- und dem Antriebssystem ausgeführten Modellen ein geschlossener Regelkreis entsteht. Somit wird sichergestellt, dass während der Tests immer die passende Last durch das HIL-Interaktionssystem anliegt.

Subaru plant den Einsatz des Testsystems für die finale Qualitätsprüfung von E-Fahrzeugen am Ende der Entwicklungsphase sowie auch eine zukünftige Nutzung für alle anderen Fahrzeugtypen. Das Unternehmen rechnet dadurch mit einer Einsparung an Arbeitsstunden um die Hälfte im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.

Über NI
NI (ni.com) unterstützt Ingenieure und Wissenschaftler mit einer offenen, softwarezentrierten Plattform basierend auf modularer Hardware und einem stetig wachsenden Ecosystem bei der Verwirklichung ihrer technischen Projekte. Mit diesem bewährten Ansatz haben Anwender die volle Kontrolle über alle Aspekte der Anwendungsentwicklung und können so schneller leistungsstarke Prüf-, Mess-, Steuer- und Regelsysteme erstellen, die sich auch an zukünftige Anforderungen flexibel anpassen lassen und dazu beitragen, die Welt zu verändern.

Weiterführende Links


www.ni.com