News

SAP: Wie sich mittelständische Unternehmen am besten digitalisieren

Der Wandel zur Industrie 4.0 verspricht eine zweistellige Produktivitätssteigerung über die kommenden fünf Jahre. Lieferketten werden immer stärker vernetzt, die Produktion wird autonomer, Mensch und smarte Maschine erledigen Aufgaben gemeinsam. Ins Zentrum rücken die Datenströme und ihre intelligente Nutzung. Dabei helfen mächtige Werkzeuge wie Predictive Analytics. Wie setzen Startups, kleine und mittelgroße Unternehmen den Fortschritt ein, um im harten Wettbewerb besser zu bestehen?

 

 

Auf dem Weg zur Industrie 4.0 zählen inzwischen Monate, nicht mehr Jahre. IDC, das unabhängige Marktforschungs- und Beratungsunternehmen für Informationstechnologie und Telekommunikation rechnet damit, dass schon 2021 mindestens die Hälfte der globalen Wertschöpfung digitalisiert sein wird. In seiner Ratgeberreihe „Digitalisierung im Mittelstand“ gibt IDC Empfehlungen für Geschäftsleitung und Führungskräfte, wie sie ihr Unternehmen erfolgreich durch den digitalen Wandel führen und das Geschäft ausbauen können.

Unternehmen, denen es gelingt, möglichst alle anfallenden Daten zusammenzuführen und zu verwerten, erhalten tiefe Einblicke in ihr eigenes Unternehmen, die Märkte und die Wünsche der Kunden. Je mehr Prozesse digitalisiert werden können, desto größer ist auch die Chance, sie ganz oder teilweise zu automatisieren. Je besser die eigenen Daten analysiert und verstanden werden, desto mehr innovative Produkte kann ein Unternehmen entwickeln.

Voraussetzung dafür ist eine Führungsebene, die versteht, welche Chancen Digitalisierung und neue Technologien für das eigene Unternehmen bieten. Aus den neuen Perspektiven gilt es Strategien abzuleiten, die der IT, der Betriebstechnik und den Mitarbeitern zeigen, wie sie den Wandel bewältigen können.

Advanced Analytics – datengestützt entscheiden

Datentransparenz ist die Voraussetzung dafür, dass Informationen ihren Wert entfalten können. Produktionsmaschinen, Fahrzeuge, Produkte, IT-Systeme – je mehr vernetzte Einheiten ihre Sensor- und Transaktionsdaten bereitstellen, desto bessere Analyseergebnisse können erreicht werden.

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) spielen in der Industrie 4.0 eine wichtige Rolle. Sie sind der Forschung entwachsen und in der Praxis angekommen. Mit Advanced Analytics stehen Methoden bereit, die auf Grundlage der anwachsenden Datenströme immer zuverlässigere und konkretere Aussagen machen. Predictive Analytics beispielsweise sucht in den Unternehmensdaten vergangener und laufender Aktivitäten nach Mustern und schließt auf zukünftige Entwicklungen.  Daraus leitet die Methode Handlungsoptionen für den Nutzer ab. So lassen sich neue Trends frühzeitig aufspüren und schneller nutzen.

Modernes Analytics liefert damit eine fundierte Basis für operative und strategische Entscheidungen. Das Unternehmen wird somit „datengestützt“. Mehr Details zu datenbasierter Entscheidungsfindung gibt es im Beitrag „Wie intelligente Datenanalyse dem Mittelstand Wettbewerbsvorteile bringt“.

Smart Manufacturing – die Produktion wird autonomer
Intelligentes Enterprise Resource Management (ERP) kann mithilfe von KI und ML Produktion, Logistik und Lagerhaltung optimieren. Durchlaufzeiten werden kürzer, Terminaussagen zuverlässiger, Losgröße eins rückt näher.

Maschinen werden intelligenter und autonomer. Fertigungsmaschinen erkennen ein Werkstück und richten sich selbst darauf ein. Fahrzeuge der Produktionslogistik finden alleine ihr Ziel. Intelligente 3D-Drucker laden fehlende Druckvorlagen aus dem Intranet nach oder beziehen sie automatisch von Drittanbietern. Mit Preventive und Predictive Maintenance melden sich Maschinen selbst zur fälligen oder nötigen Wartung an oder führen sie gleich selbst durch.

Die steigende Automation und Autonomie erhöht den Durchsatz, senkt Fehlerquoten und macht die Produktion flexibler und agiler.

Untereinander abgestimmt – die Connected Supply Chain

Entlang der Liefer- und Wertschöpfungskette schafft Vernetzung ein digitales Abbild des Unternehmens. Werden auch Zulieferer und Abnehmer einbezogen, vergrößert sich das Bild und der mögliche Grad an automatisierter Abstimmung weiter. Anfragen und Beauftragungen können schneller und konkreter beantwortet werden. Die digitalen Daten ermöglichen praktisch in Echtzeit einen Blick auf die Vorgänge im Unternehmen, Kennzahlen und Trends. Risiken und Schwierigkeiten werden früh erkannt. Es kann schneller manuell eingegriffen und die Auswirkung besser eingeschätzt werden.

Connected Products haben viel zu erzählen

Immer mehr Consumer-Produkte und Investitionsgüter erhalten eine Softwarekomponente, wodurch sie sich vernetzten lassen und Teil des Internet of Things (IoT) werden. Hersteller können daraus Informationen gewinnen, wie ihre Produkte eingesetzt werden. Mit ihnen lässt sich ableiten, wie Produkte vereinfacht, erweitert oder individualisiert werden können, um sie noch besser auf die Kundenbedürfnisse zuzuschneiden. Chancen für neue Produkte und Dienstleistungen werden ersichtlich, wie Verbrauchsmaterial-Abonnements oder Schulungen. Weitere Informationen zur Industrie 4.0 finden Sie im Beitrag „Industrie 4.0: Quelle neuer Wertschöpfung?“.

Technologie unterstützt die Mitarbeiter

Für die Menschen im Unternehmen ändert sich vieles durch eine neue, technologiegestützte Arbeitskultur. Wo Maschinen mit wachsender Intelligenz und zunehmend taktilen Fähigkeiten immer mehr Arbeiten übernehmen, verschiebt sich die Aufgabenteilung. Mensch und Maschine arbeiten zunehmend enger zusammen, der Roboter wird zum Kollegen. Wie schon im Büroalltag werden auch in der Produktion, der Logistik und dem Kundendienst immer mehr Tätigkeiten technologiegestützt ausgeführt: Tablets statt Laufzettel, Datenbrille statt Datenblatt. Dies vereinfacht die Vorgänge, macht sie kurzfristiger steuerbar und erleichtert die digitale Erfassung der Vorgänge. Damit steigt die Produktivität der Mitarbeiter.

Die Arbeitsplätze werden moderner. Das macht ein Unternehmen attraktiver für erfahrene Fachkräfte und den digital-affinen Nachwuchs.

Die Herausforderung für das Personalwesen (HR) ist, die Mitarbeiter jeden Alters für den Umgang mit neuen Technologien zu qualifizieren und Berührungsängste abzubauen. Bei der Auswahl von Bewerbern und Mitarbeitern für Stellen und Projekte müssen künftig immer mehr Qualifikationen berücksichtigt und bewertet werden. Mit moderner Software kann auch HR KI-gestützt arbeiten und so das Risiko für Fehlgriffe senken. Im Beitrag „Wie der Mittelstand die Kultur für eine technologiegestützte Arbeitswelt schafft“ lesen Sie die Details.

Cloud-Lösungen – wirtschaftlich, skalierbar und sicher

Echtzeit-Analysen, künstliche Intelligenz und große Datenströme stellen hohe Ansprüche an IT-Infrastruktur, Rechen- und Speicherkapazität. Gerade bei ERP-Lösungen sieht IDC daher eine Entwicklung zur Cloud-Plattform als Architekturbasis. Das ermöglicht auch kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie Startups, moderne Funktionalitäten und neue Technologien zu nutzen.

Modular aufgebaute Business-Suiten mit vielen Schnittstellen lassen sich leicht integrieren. Unternehmen buchen benötigte Module und bezahlen nach Nutzung, so dass die Anfangsinvestitionen gering sind. Wächst das Unternehmen, werden Kapazitäten hinzugebucht. Die Daten sowie der Betrieb der Cloud-Soft- und Hardware liegen in den Händen von spezialisierten Fachkräften der Anbieter, die über Datensicherheit wachen und für hohe Verfügbarkeit sorgen.

Weiterführende Links


www.sap.com 
www.sap.com/germany/products/sme-business-software.html