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Fraunhofer IZM und Infineon: EU-Projekt für kostengünstige 5G-Systeme von morgen

Am 15. Januar 2018 ist das europäische Forschungsprojekt SERENA mit einem Kick-Off Meeting in Villach, Österreich gestartet. Gemeinsam mit neun Industrie- und Forschungspartnern aus ganz Europa wird die Fraunhofer-Gesellschaft in den kommenden drei Jahren an der Entwicklung einer hochleistungsfähigen und kostengünstigen HF-Plattform für Mobilfunksysteme der nächsten Generation (5G) arbeiten.

Am 15. Januar 2018 ist das europäische Forschungsprojekt SERENA mit einem Kick-Off Meeting in Villach, Österreich gestartet. Gemeinsam mit neun Industrie- und Forschungspartnern aus ganz Europa wird die Fraunhofer-Gesellschaft in den kommenden drei Jahren an der Entwicklung einer hochleistungsfähigen und kostengünstigen HF-Plattform für Mobilfunksysteme der nächsten Generation (5G) arbeiten. Dabei handelt es sich um eine besondere Forschungsleistung, weil die etablierten Halbleitertechnologien durch die Entwicklung kosteneffizienter Galiumnitrid-auf-Silizium (GaN-on-Si) und Silizium-Germanium (SiGe) Komponenten sowie einer heterogenen Gehäusetechnologie erweitert werden müssen.

Das Interesse der Industrie an einer Kostenreduzierung von HF-Systemen für kommende Märkte wie 5G-Kommunikation oder autonomes Fahren ist groß. Künftig werden diese Systeme zunehmend neue Antennenlösungen und elektronische Strahllenkung verwenden, deren Einsatz jedoch das Vorhandensein energie- und kosteneffizienter Hochleistungs-Sendeanlagen voraussetzt.

Unter Leitung von Dr. Ivan Ndip ist das Fraunhofer IZM in dem Projekt für den HF-Entwurf, die Herstellung und den Test der Systemintegrationsplattform verantwortlich.

Forschungsprojekt SERENA kratzt an den Grenzen der klassischen Halbleitertechnologie
Die SERENA-Architektur und -Plattform eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen wie zum Beispiel Radar zur Flugsicherung, KFZ-Radar, drahtlose Breitband-Kommunikation oder Bildsensoren. Von Seiten der Industrie gibt es eine starke Nachfrage die Kosten von Radiowellen-Systemen für zukünftige Schlüsselmärkte wie die drahtlose 5G-Kommunikation und autonome Fahrzeuge (Kfz-Radarsensoren) erheblich zu reduzieren. Diese Systeme werden künftig zunehmend neue Antennenlösungen und elektronische Strahllenkung verwenden. Eine grundlegende Herausforderung besteht daher darin, Hochleistungs-Sendeanlagen mit den entsprechenden Leistungsmerkmalen zu einem günstigen Preis und geringem Energieverbrauch zu entwickeln und in Produktion zu bringen.
Um diese Herausforderung zu meistern, wird SERENA die Grenzen der etablierten Halbleitertechnologie durch die Entwicklung kostengünstiger Galliumnitrid-auf-Silizium (GaN-on-Si) und Silizium-Germanium (SiGe) Komponenten, einer heterogenen Gehäusetechnologie und einer -Integrationsplattform für Höchstfrequenz Radiowellen-Systeme erweitern.

Da die SERENA Architektur und Plattform in Anwendungen mit sehr großem Volumen- und Wachstums-Potential zum Einsatz kommen wird, wird das Projekt auch dazu beitragen, den wirtschaftlichen Wert der Produktion von Halbleiterbauelementen in Europa in den nächsten Jahren zu verdoppeln.

Das SERENA Konsortium besteht aus 10 hochkarätigen industriellen und akademischen Partnern aus 6 verschiedenen europäischen Ländern (Österreich, Schweden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland), die den Projekterfolg mit ihrem Know-How und ihrer Erfahrung unterstützen werden.

Die SERENA Partner sind:

  • TECHNIKON Forschungs-und Planungsgesellschaft mbH , Österreich
  • Ericsson AB, Schweden
  • Infineon Technologies Austria AG, Österreich
  • Epigan NV, Belgien
  • Ommic SAS, Frankreich
  • Totalforsvarets Forskningsinstitut, Schweden
  • Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung E.V., Deutschland
  • Institute of Communication and Computer Systems, Griechenland
  • Chalmers Tekniska Hoegskola AB, Schweden
  • Technische Universität Berlin, Deutschland

Weiterführende Links

www.izm.fraunhofer.de 
www.infineon.com