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Infineon: Entwicklung automatisierter Fahrzeugtechnologien

  • Infineon: Entwicklung automatisierter Fahrzeugtechnologien
    Die TC3xx-Mikrocontroller der Familie AURIX™ sind Schlüsselkomponenten für das automatisierte und elektrifizierte Fahrzeug.

Auf ihrer Innovationskonferenz OktoberTech 2017 Technology Forum zeigt die Infineon Technologies AG modernste Halbleiterlösungen für das automatisierte Fahren. Dazu gehört eine vollständige Radarchipset-Lösung für Radarsensoren, die die Weiterentwicklung moderner Radarsysteme beschleunigt. Das Unternehmen stellt diese frühen Anwendern zur Verfügung. Der Radarchipsatz beinhaltet einen 77/79-GHz-Radarsensorchip (Microwave Integrated Circuit, MMIC), einen 32-bit Multicore-Mikrocontroller und eine Safety-Stromversorgung.

"Das Innovationstempo der Automobilbranche ist höher als je zuvor. Das Silicon Valley will bei Auto-Innovationen eine Führungsrolle einnehmen", sagte Ritesh Tyagi, der die Automobilaktivitäten des Silicon Valley Innovation Center (SVIC) von Infineon leitet. "Infineon hat mehr als zehnjährige Radarerfahrung fürs Fahrzeug und ist der bevorzugte Chippartner der Autoindustrie. Unser SVIC-Team verbindet die Entwicklungskräfte von etablierten und disruptiven Unternehmen mit modernsten Technologien von Infineon, um gemeinsam den Fortschritt hin zum vollautomatisierten Fahrzeug zu beschleunigen."

Vollständiger Radarchipsatz aus HF-Radar-Transceiver, Mikrocontroller und Safety-Stromversorgung
Der Ansatz von Infineon eines monolithisch hochintegrierten Hochfrequenz (HF)-Radar-Transceivers wurde von führenden Systemzulieferern der Autobranche sehr gut aufgenommen. Der HF-Radar-Transceiver ist hochintegriert und ersetzt folgende drei Einzelkomponenten: den HF-Sender, den HF-Empfänger und den PLL- (Phase Locked Loop) Baustein. Der Chipsatz aus HF-Radar-Transceiver, aus radarspezifischem Mikrocontroller der zweiten Generation AURIX™ und der Stromversorgung ist für viele Radar-Varianten skalierbar. Der Mikrocontroller wurde speziell für Radarsysteme optimiert und verfügt über integrierte Software zur Unterstützung der Signalverarbeitung. Alle drei Chips entsprechen den Qualitätsanforderungen der Automobilnorm ISO 26262. Infineon wird ab dem ersten Quartal 2018 ein Radarmodul-Starterkit  anbieten, um neue Designs von etablierten Automobilzulieferern und disruptiven Unternehmen zu unterstützen. Es umfasst neben den drei Chips ein integriertes Software-Paket, mit dem sich die Vorteile des speziellen Signalverarbeitungs-Hardware-Beschleunigers des Chipsets nutzen lassen. Mit dem Starterkit können Radarsensorsysteme auf Basis des Infineon-Chipsets schnell entwickelt werden.

Sichere Straßen mit Radarchips von Infineon für Fahrzeuge und Infrastruktur

Infineon ist der führende Lieferant von Radarsensorchips auf Basis von 77/79 GHz. Mit insgesamt mehr als 50 Millionen verkauften Radarsensorchips ist Infineon der Marktführer für radarbasierte Fahrerassistenzsysteme in allen Fahrzeugsegmenten einschließlich Ober- und Mittelklasse sowie Kleinwagen. Infineon will seine marktführende Stellung in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Das weitere Wachstum von Automobil-Radarsystemen wird durch die freiwillige Selbstverpflichtung der US-Automobilindustrie begünstigt und auch wegen des Ratingschemas der unabhängigen Organisation Euro NCAP (European New Car Assessment Programme). Sie bewertet die Sicherheit von Neufahrzeugen, die in Europa verkauft werden. Neuwagen müssen die Bestnote von fünf Sternen erreichen, damit sie als sicher eingestuft werden. Radarbasierte Fahrerassistenzsysteme unterstützen dabei.

Weitere Informationen
Infineon wird drei Schlüsselsensortechnologien für das teilautomatisierte und vollautomatisierte Fahrzeug bereitstellen: Radar, Kamera (3D Bildsensorchips, die auf dem Time-of-Flight (ToF)-Prinzip basieren) und Lidar. Daneben bietet Infineon weitere Sensortechnologien für die Automobilindustrie wie Hall-, Magnet- und Drucksensorchips, wie sie beispielsweise in Airbags und der Reifendruckkontrolle zum Einsatz kommen und im Ganghebel oder Lenkstockschalter. Weitere Informationen zum Sensorportfolio des Unternehmens gibt es unter www.infineon.com/sensors

AURIX für das automatisierte Fahren

Die Multicore-Mikrocontroller der AURIX-Familie tragen dazu bei, dass die Plattform DRIVE PX von NVIDIA dem höchsten Sicherheitsstandard für das automatisierte Fahren genügt (ISO 26262 mit Systemanforderungen bis zu ASIL-D). Zu den wichtigen AURIX-Produkteigenschaften für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren zählen Lockstep-Kerne und redundante Peripherieeinheiten. Es gehören im Chip integrierte Überwachungssysteme dazu kombiniert mit einer Echtzeitrechenleistung von bis zu 1.800 DMIPS, die auf der TriCore™-Architektur von Infineon basiert.

Bereits die heutige Familie AURIX TC2xx bietet für das automatisierte Fahren entscheidende Funktionalitäten wie beispielweise die Steuerung der Plattform-Power-Up-Sequenzen und die Überwachung von Fehlersignalen. Zusätzlich agieren die AURIX-Mikrocontroller als Entscheider oder "Voter" in kritischen Fahrsituationen, in denen Funktionen nach dem ISO 26262 ASIL-D-Sicherheitslevel berechnet werden  müssen. Sie sind Hostcontroller für die fahrzeuginterne Kommunikation und unterstützen deren vielfältige Kommunikationskanäle wie CAN, Ethernet, FlexRay und LIN.

Infineon und NVIDIA haben bei der Plattform DRIVE PX eng zusammengearbeitet. Als Ergebnis lässt sich über einen AUTOSAR-kompatiblen Software-Stack auf die AURIX-Funktionen zugreifen. Deshalb ist es einfach, auf höherer Applikationsebene Funktionen zu ändern oder zu erweitern. Die Entwicklungszeit für die Umstellung ist um 20 Prozent bis 40 Prozent kürzer als beim Einsatz traditioneller Plattformen.

"Infineon macht das automatisierte Fahren sicher und zuverlässig”, sagte Ritesh Tyagi, der das Silicon Valley Automotive Innovation Center (SVIC) von Infineon leitet. "Unser Innovationszentrum SVIC hilft, die Zukunft der Mobilität mitzugestalten; und zwar vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit Technologiepartnern wie NVIDIA, mit Disruptoren im Mobilitätsbereich und unseren traditionellen Kunden der Automobilbranche, Autoherstellern wie Systemzulieferern."

Infineon erweitert seine Mikrocontrollerfamilie AURIX bereits mit der nächsten Generation TC3xx. Die TC3xx-Mikrocontroller haben ein bisher unerreichtes Integrationsniveau und damit weit mehr Funktionalität als heute verfügbare Bausteine. Im Vergleich zu diesen ist die TC3xx-Rechenleistung drei Mal höher. Systemzulieferer können sehr einfach auf die TC3xx-Familie migrieren. Die für TC2xx geleistete Entwicklungsarbeit kommt TC3xx zu Gute.

Weiterführende Links

www.infineon.com
www.infineon.com/automotive
www.infineon.com/aurix

Foto: Infineon