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TraceTronic: Halbzeit beim Forschungsprojekt PEGASUS

  • Seit einem Jahr arbeiten 17 Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft im BMWi-geförderten Forschungsprojekt PEGASUS zusammen, um zentrale Fragen zum hochautomatisierten Fahren zu beantworten.

Seit einem Jahr arbeiten 17 Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft im BMWi-geförderten Forschungsprojekt PEGASUS zusammen, um zentrale Fragen zum hochautomatisierten Fahren zu beantworten, z. B.: "Wie sicher ist sicher genug?" und "Wie weisen wir die Sicherheit nach?". TraceTronic entwickelt als Projektpartner Methoden und Werkzeuge speziell für die Anforderungen des hochautomatisierten Fahrens, welche mit verschiedenen OEM-Werkzeugketten ausgeführt werden können. Am 8. November präsentieren die Projektpartner auf der PEGASUS-Halbzeitveranstaltung das Vorgehen sowie die ersten Ergebnisse für eine einheitliche und effiziente Absicherung von automatisierten Fahrzeugen in Form von Vorträgen und anhand von Exponaten in Aachen. Anschließend findet am 9. November das PEGASUS-Symposium statt. Hier erfolgt ein internationaler Austausch mit anderen Unternehmen und Verbänden zum Thema Absicherung und Harmonisierung. 



PEGASUS liefert die Standards für das automatisierte Fahren. Mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundprojekt PEGASUS werden bis Mitte 2019 wesentliche Lücken im Bereich des Testens bis hin zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen geschlossen.

Der Traum vieler Autofahrer sieht so aus: Während der Fahrt einfach auf Autopilot schalten, sich zurücklehnen, lesen, … .Die technischen Voraussetzungen sind dafür bereits heute gegeben. Eigentlich. Denn bis diese Automatisierungssysteme dann auch tatsächlich millionenfach auf den Straßen eingesetzt werden können, sind noch viele Fragen zu klären. Vor allem: Welche Anforderungen müssen selbstfahrende Fahrzeuge erfüllen? Wie lassen sich Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme nachweisen?

Und nicht zu vergessen: So schön die Zukunftsvision selbstfahrender Autos auch ist – ganz ohne den Menschen am Steuer wird es nicht gehen. Insbesondere die Übertragung der Verantwortung vom Fahrer auf das automatisierte System stellt hohe Anforderungen, da der Mensch seine Fahraufgabe nicht mehr kontinuierlich überwachen muss und sich anderen Tätigkeiten widmen darf. Welche Rolle aber wird der Faktor Mensch in Zukunft spielen? Was muss die Technik leisten? Und wie kann man das Zusammenspiel von Mensch und Technik optimal gestalten? Hier gibt es noch einen enormen Forschungsbedarf, um hochautomatisierte Fahrzeuge schnell und sicher zur Marktreife zu bringen.

Standards zur Absicherung hochautomatisierter Fahrzeuge entwickeln

Für die Zulassung solcher Funktionen müssen in den kommenden Jahren neue und möglichst einheitliche Qualitätsstandards und Methoden entwickelt werden – in enger Kooperation von Forschung und Wirtschaft. Dafür steht das Verbundprojekt PEGASUS: Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen. Ziel ist es, ein Vorgehen für das Testen automatisierter Fahrfunktionen zu entwickeln, um so die rasche Einführung des automatisierten Fahrens in der Praxis zu ermöglichen.

Die deutsche Automobilindustrie ist sich einig, dass für die Absicherung und Freigabe höherer Automatisierungsgrade ein einheitliches Vorgehen im Bereich Test und Erprobung notwendig ist. Daher haben sich im Projekt PEGASUS Automobilunternehmen, Zulieferer, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen. PEGASUS wird bis 2019 für das Erproben und die Freigabe automatisierter Fahrfunktionen ein allgemein akzeptiertes und einheitliches Vorgehen entwickeln. Die 17 Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft definieren hierfür einen Stand der Technik zur Absicherung des hochautomatisierten Fahrens und demonstrieren die Entwicklung praxisnah anhand der Beispielanwendung Autobahn-Chauffeur, der das Fahren auf der Autobahn hochautomatisiert übernimmt.

Die Hauptziele im Überblick:

  • Definition eines einheitlichen Vorgehens beim Testen und Erproben automatisierter Fahrzeugsysteme in der Simulation, auf Prüfständen und in realen Umgebungen.
  • Entwicklung einer durchgängigen und flexiblen Werkzeugkette zur Absicherung des automatisierten Fahrens.
  • Integration der Tests in die Entwicklungsprozesse bereits zu einem frühen Zeitpunkt.
  • Schaffung einer herstellerübergreifenden Methode zur Absicherung hochautomatisierter Fahrfunktionen.

Die Projektpartner:

  • Audi AG
  • ADC Automotive Distance Control Systems GmbH
  • BMW Group
  • Continental Teves AG & Co. oHG
  • Daimler AG
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka)
  • iMAR Gesellschaft für inertiale Mess-, Automatisierungs- und Regelsysteme mbH
  • IPG Automotive GmbH
  • Opel Automobile GmbH
  • QTronic GmbH
  • Robert Bosch GmbH
  • Technische Universität Darmstadt – 
  • FZD
  • TraceTronic GmbH
  • TÜV SÜD Auto Service GmbH
  • VIRES Simulationstechnologie GmbH
  • Volkswagen AG


Weiterführende Links
www.tracetronic.de   
www.pegasusprojekt.de 

Foto: TraceTronic