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Bosch: Wie Bosch das Motorrad in die Zukunft bringt

  • Bosch: Wie Bosch das Motorrad in die Zukunft bringt
    Studien zufolge werden 2021 weltweit mehr als 160 Millionen Zweiräder jährlich produziert.
  • Bosch: Wie Bosch das Motorrad in die Zukunft bringt
    Eines der Ziele von Bosch: unfallfreies Fahren auf zwei Rädern.

"Megatrends wie Urbanisierung und Nachhaltigkeit werden die Mobilität der Zukunft und das Motorrad grundlegend verändern", sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. "Wir müssen das Motorrad zukunftsfähig machen: Zum einen, indem wir es sicherer machen, zum anderen, indem wir den Antrieb effizienter machen." Unfallfrei, stressfrei und emissionsfrei: Das ist Boschs Vision der Mobilität der Zukunft. Und darin spielt auch das Motorrad eine wichtige Rolle.

Ob als Luxusgegenstand, in Städten als Baustein des multimodalen Verkehrs oder in Schwellenländern als Massenfortbewegungsmittel: Die Nachfrage nach motorisierten Zweirädern steigt. Studien zufolge werden 2021 weltweit mehr als 160 Millionen Zweiräder jährlich produziert – und das treibt auch bei Bosch das Geschäft. Der Produktbereich Two-Wheeler und Powersports des Unternehmens konnte seinen Umsatz 2016 im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent steigern und wächst damit doppelt so schnell wie der Markt. 2020 will Bosch eine Milliarde Euro Umsatz mit Motorradtechnik erzielen.

Mehr Sicherheit auf zwei Rädern
Eines der Ziele von Bosch: unfallfreies Fahren auf zwei Rädern. Und das fängt für das Unternehmen schon beim Pedelec an. Mit dem eBike-ABS ist es möglich, das Blockieren des Vorderrades zu verhindern sowie das Abheben des Hinterrads durch ein intelligentes System zu begrenzen. So lässt sich der Bremsweg reduzieren, und das Risiko von Überschlägen und Stürzen verringern. Als weltweit führender Anbieter für Motorradsicherheitstechnik hat Bosch mit Motorrad-Assistenzsystemen wie ABS und der Motorrad-Stabilitätskontrolle das Fahren auf zwei Rädern bereits deutlich sicherer gemacht. Laut Bosch-Unfallforschung könnte ungefähr jeder vierte Motorradunfall mit Toten und Verletzten verhindert werden, wenn alle Zweiräder mit einem ABS ausgestattet wären. Mehr Sicherheit auf die Straße zu bringen, das schaffen Assistenzsysteme jedoch nicht alleine, dazu braucht es die Vernetzung. "Mit Bosch-Technologien wollen wir Unfälle gar nicht erst entstehen lassen", sagt Hoheisel.

Motorrad und Auto sprechen miteinander

Aus diesem Grund entwickelt Bosch vernetzte Systeme, die es dem Fahrer ermöglichen, mit anderen Fahrzeugen, der Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern zu kommunizieren, wie beispielsweise der digitale Schutzschild. Damit kann eine der häufigsten Unfallursachen vermeiden werden: das Übersehen von Motorradfahrern an Kreuzungssituationen. Durch diese "digitale Sichtbarkeit" wird der Motorradfahrer von Pkw-Fahrern erkannt und wird auch bei kritischen Situationen digital gesehen. Das ermöglicht ein verbessertes, vorausschauendes Fahren. Eine weitere Lösung, welche die Sicherheit und den Komfort beim Motorradfahren erhöht, ist der vernetzte Horizont. Fahrer können damit um die nächste Kurve sehen und so mögliche Gefahren frühzeitig erkennen.

Kleine Fahrzeuge kommen groß raus
Nicht nur die Vernetzung, auch die Elektromobilität nimmt bei Bosch weiter Fahrt auf. In den nächsten Jahren soll der Markt für leichte Elektrofahrzeuge wie eScooter um 40 Prozent wachsen. Laut Studien werden bis 2020 rund 100 Millionen Fahrzeuge produziert. "Kleine Elektrofahrzeuge haben weltweit eine große Zukunft. Wir sind der Meinung, urbane Elektromobilität wird vor allem in diesem Segment durchstarten", sagt Hoheisel. Speziell dafür hat Bosch ein aufeinander abgestimmtes System mit Motor, Steuergerät, Batterie, Ladegerät, Display und App entwickelt – für zwei, drei oder vier Räder. Das System ist für alle Fahrzeugklassen zwischen 0,25 und 20 Kilowatt einsetzbar und treibt beispielsweise die eSchwalbe von Govecs und den eScooter von AIMA an. Da es aus bereits entwickelten Automotive-Komponenten besteht, entstehen für die Autohersteller geringe Entwicklungsaufwendungen. Das senkt die Komplexität, reduziert Varianten und damit auch Kosten – für Hersteller und damit auch für jeden, der elektrisch durch die Stadt fahren will. Wer mit den kleinen Stromern fährt, reduziert außer Emissionen auch den Geräuschpegel. Mit all diesen Bausteinen bringt das System nicht nur effiziente Mobilität in die Stadt. Durch die Beschleunigung vom Start weg, sorgt es für mehr Fahrspaß auf der Straße. Bosch treibt aber nicht nur die Elektromobilität auf zwei Rädern voran, sondern optimiert auch weiterhin den Verbrennungsmotor durch Lösungen fürs Motormanagement. Damit können Zweiräder und Powersport-Fahrzeuge Emissionsvorgaben wie Euro 5 und BS 6 (Indien) erfüllen.

Weiterführende Links

www.bosch.de

Foto: Bosch