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DRESDEN-concept: Eröffnung der Wissenschaftsausstellung am King’s College in London

Anlässlich der Auftaktveranstaltung von transCampus Dresden - London und der Eröffnung der Ausstellung des Wissenschaftsnetzwerks DRESDEN-concept am King's College in London hebt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange die Bedeutung von länderübergreifenden Anstrengungen für die Bewältigung der Gegenwartsprobleme hervor: "In dieser globalisierten Welt können wir immer weniger durch einzelstaatliche Handlungen globale Probleme lösen und Konflikte entschärfen. Wir brauchen Kooperationen und Netzwerke für praktisch alle Lebensbereiche, für Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sicherheit, Umwelt und insbesondere Wissenschaft, Forschung und Entwicklung. TransCampus ebenso wie DRESDEN-concept sind genau solche Netzwerke exzellenter Wissenschaftler."

Die Exzellenzuniversität TU Dresden, der deutsche Partner von transCampus, verfüge über ein breites Fächerspektrum mit einem starken interdisziplinären Ansatz und nehme verstärkt eine überregionale, internationale Verantwortung in ihren Kernaufgaben Forschung, Lehre und Wissenstransfer wahr.
Wissenschaftsministerin Stange hat die Schirmherrschaft über die zweisprachige großflächige Wissenschaftsausstellung von DRESDEN-concept übernommen, die 2016 vor der Dresdner Frauenkirche zu sehen war und nun in London präsentiert wird.

Die Ausstellung stellt ausgewählte Dresdner Forschungsprojekte von internationalem Rang vor. Vom 3. Mai bis 26. Mai wird sie in der britischen Hauptstadt gezeigt, im September und Oktober ist sie in Breslau und Anfang 2018 in Prag zu sehen. Neben den Aufstellern zu Biomedizin & Bioengineering, Informationstechnologie & Mikroelektronik, Materialien & Strukturen und Kultur & gesellschaftlichen Wandel informieren in London auch zwei CityTrees über die in Dresden betriebene Wissenschaft. Wissenschaftler der TU Dresden und des King's College London gestalten ein Begleitprogramm zu der Ausstellung mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops.

2015 wurde, ursprünglich als Kooperation zwischen den Medizinischen Fakultäten der beiden Universitäten, das Netzwerk transCampus gegründet. Diese Partnerschaft wird inzwischen auf weitere Forschungsgebiete sowie das Wissenschaftsnetzwerk DRESDEN-concept ausgeweitet. Ziel von transCampus ist es, mit der Bündelung der Kompetenzen und Ressourcen beider Universitäten Synergien zu schaffen in Medizin und Biotechnologie, Ingenieur-, Natur- und Geisteswissenschaften. In der Insel-, Nieren- sowie Knochenmarktransplantation gehört der transCampus London - Dresden zu den größten Transplantationszentren der Welt.

Der Delegation von Wissenschaftlern der TU Dresden bei den Veranstaltungen und Gesprächen im King's College gehören unter anderem TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen und der erste transCampus-Dekan Professor Stefan Bornstein an.

Dr. Eva-Maria Stange erklärt zur Kooperation von Dresdner und Londoner Wissenschaftlern: "Längst entsteht Wissen nicht mehr nur an den traditionellen Orten, sondern überall auf der Welt, zunehmend auch in den Schwellenländern. Die Wissensströme überspringen die Grenzen und Kontinente ohne anzuhalten, wer daran partizipieren will, muss sich ebenso kooperativ wie interaktiv zeigen. Unser Ziel muss es sein, daran teilzuhaben, denn nur durch den Zugang zu neuestem Wissen können Innovationen entstehen. Wenn also der Zugang zu Wissen eingeschränkt wird, z. B. durch protektionistische, sich abschottende oder rassistische Tendenzen, dann schadet dies nicht nur den Wissenschaftlern, sondern der Gesellschaft insgesamt. Für uns stellt der eingeleitete Brexit eine Herausforderung dar, die noch große Unsicherheiten mit sich bringt. Die sächsische Staatsregierung wird sich dafür einsetzen, dass der Brexit möglichst geringe Auswirklungen auf die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat und dem Vereinigten Königreich, besonders im Forschungsbereich und auf wirtschaftlichem Gebiet, haben wird."

Zurzeit existieren mehr als einhundert gemeinsame Forschungsprojekte von sächsischen und britischen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Darunter befinden sich zahlreichen Projekte, die von Horizont 2020 gefördert werden, dem Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation.

Weiterführende Links
www.dresden-concept.de   
www.smwk.sachsen.de   
Programm des transCampus Dresden-London