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Umfrage zeigt: Unternehmen der IKT-Branche besonders attraktiv für Fachkräfte von morgen

Im Zuge des immer deutlicher werdenden Fachkräftemangels engagiert sich das Spitzencluster Cool Silicon auch mit zahlreichen Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung. In diesem Rahmen gibt eine gemeinsam mit dem Personalspezialisten DIS AG entwickelte und durchgeführte Online-Befragung unter rund 200 sächsischen Studenten Aufschluss über die Attraktivität der Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Sie zeigt darüber hinaus, welche Erwartungen und Perspektiven die zukünftigen Fachkräfte mit der Branche verbinden.

„Mit den erhobenen Daten haben wir erstmals konkrete Zahlen an der Hand und bekommen einen Einblick in die Ansichten und Erwartungen der Fachkräfte von morgen“, erklärt Thomas Reppe, Cool Silicon-Clustermanager. „Die Ergebnisse fließen in die Nachwuchsarbeit von Cool Silicon und seinen Partnern ein. So wollen wir ganz gezielt und kontinuierlich weiter für die Mikroelektronik begeistern. Viele unterschätzen das Potential und die Entwicklungsmöglichkeiten dieser Branche – das wollen wir ändern.“

Umfrageergebnisse: Hohes Interesse von Studenten am Hightech-Standort Sachsen

Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer bildeten Studenten der TU Dresden und der HTW Dresden, insbesondere in den natur- und ingenieurswissenschaftlichen sowie wirtschaftsbezogenen Fachrichtungen. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass durchaus ein hohes Bewusstsein unter den Studenten über die Relevanz der IKT-Branche vorhanden ist: Über 90 Prozent erachten die Erforschung neuer Technologien für energieeffiziente Produkte und Systeme – das Hauptanliegen von Cool Silicon – als besonders wichtig. Einem Drittel der Befragten, vor allem Natur- und Ingenieurswissenschaftlern, ist das Spitzencluster bekannt. „Ein beachtliches Ergebnis“, so Thomas Reppe. „Und das, obwohl wir uns eher wenig spezifisch mit unseren PR-Maßnahmen nur an die Zielgruppe der Studenten gewendet haben.“ Dabei hat Cool Silicon die Studenten hauptsächlich über Printmedien wie Tageszeitungen und die Fachpresse erreicht.

Darüber hinaus verdeutlichen die Umfrageergebnisse das hohe Interesse der Studenten am Mikroelektronikstandort Sachsen: Rund 60 Prozent finden Unternehmen aus der IKT-Branche als potentielle Praktikums- bzw. Arbeitgeber interessant, darunter vor allem Studenten aus den Fachbereichen Wirtschaft, Ingenieurswissenschaften und Naturwissenschaftler. „Ich kann mir gut vorstellen, in der IKT-Branche zu arbeiten“, sagt Sandra Israel, Studentin der Betriebswirtschaft an der HTW Dresden. „Die Unternehmen sind sehr innovativ und zukunftsgewandt. Mein Ziel ist, nach dem Studium in Sachsen eine geeignete Anstellung im Bereich Personalmanagement zu finden – hier ist meine Heimat und ich möchte gern dazu beitragen, dass sich Arbeitnehmer in sächsischen Unternehmen wohl fühlen und auch in Zukunft hier bleiben“, so die 29-Jährige.

Die Einschätzung der Zukunftsaussichten und Berufsperspektiven der befragten Studierenden fiel mehrheitlich positiv aus: Insgesamt schätzten knapp 80 Prozent ihre späteren Berufsaussichten als „sehr gut“ und „eher gut“ ein. Dabei sind die männlichen Studenten noch etwas optimistischer und haben zugleich auch höhere Gehaltsvorstellungen als ihre weiblichen Kommilitoninnen. Zudem sind Mittelstands- und Großunternehmen vor allem aus der IKT-Branche gefragt. Außerdem erfreulich für den Standort: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer  sieht eine berufliche Perspektive in Sachsen. „Darauf können wir aufbauen“, so Cool Silicon-Clustermanager Reppe abschließend. „Der Fachkräftemangel ist auch für die Mikroelektronik in Sachsen eine Herausforderung, der wir bereits frühzeitig mit zielgerichteter Nachwuchsförderung begegnen müssen. Mit der Befragung haben wir einen ersten Einblick in die Vorstellungen der Studenten gewonnen, die wir nun bei künftigen Nachwuchsaktivitäten berücksichtigen werden.“

Einblick in die Halbleiterwelt: Clustermanager Thomas Reppe (li.) und

Heiko Fronert, Leiter DIS AG Dresden (re.), informieren die Studenten

Sandra Israel (2.v.r.) und Andreas Blümel (Mitte) über das

Spitzencluster und die Unternehmen aus der Mikro- und

Nanoelektronikbranche. Sie konnten sich zudem über Amazon-Gutscheine

freuen, die im Rahmen der Befragung verlost wurden. Foto: Cool Silicon /

Frank Grätz