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Silicon Europe trifft die Europäische Kommission

Silicon Saxony-Vertreter und weitere Mitglieder der Clusterallianz Silicon Europe kamen am 1. Oktober 2013 in Brüssel mit der Europäischen Kommission zusammen. Bei dem Treffen diskutierten die Teilnehmer die nächsten Schritte der europäischen Strategie zur Stärkung der Mikro- und Nanoelektronik ("10/100/20").

Nach dem Start der neuen europäischen Industriestrategie für die Mikro- und Nanoelektronik im Mai 2013 konkretisiert die Europäische Kommission nun ihre Pläne, wie diese Schlüsselbranche langfristig gestärkt werden kann. Dazu lud die Generaldirektion für Kommunikationssysteme der EU Kommission (DG Connect) auch die Clusterallianz Silicon Europe nach Brüssel ein, um dort ihre Vorstellungen für und Erwartungen an diese Industriestrategie vorzustellen und in den Diskurs einzubringen. Die Teilnehmer diskutierten auch, welchen Beitrag die Silicon Europe-Partner zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels leisten können, den europäischen Anteil an der weltweiten Halbleiterproduktion bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent verdoppeln zu können.

Silicon Europe war bereits Ende 2012 und erneut im Februar 2013 zu Gast bei dem Direktor des DG Connect. „Unsere Clusterallianz vereint die führenden Mikroelektronikstandorte und steht für Europas erfolgreiche Branchenakteure – sowohl in der Industrie als auch in der Forschung. Unser Ziel war immer, auf die Bedeutung der Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie nicht nur für die Produktions- und Fertigungsindustrien sondern für die gesamte europäische Wirtschaft aufmerksam zu machen. Daher haben unsere Partner einen Plan erarbeitet, wie die für „10/100/200“ nötigen Gelder – 100 Milliarden Euro – zwischen 2013 und 2020 zur Verfügung gestellt werden können“, sagt Silicon Europe-Koordinator Thomas Reppe.

Die Diskussionspartner von EU und Silicon Europe sind sich einig, dass die starken Mikroelektronikstandorte und ihre Akteure, insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen, eine wichtige Rolle bei der operationalen Umsetzung von 10/100/20 spielen müssen. Im Zentrum stehen die Stärkung der Innovationskraft und die Initiierung enger Kooperationen. „Silicon Europe beweist bereits, dass enge Kooperationen über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg erfolgreich sein können und alle beteiligten Partner davon profitieren – mit einem starken Netzwerk im Rücken ist man immer stärker. Besonders in den kostenintensiven Hochtechnologien, wie der Mikro- und Nanoelektronik, können Innovationen kaum von einzelnen Akteuren allein realisiert werden“, ergänzt Reppe.