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„Neue Technologien kennenzulernen hat mich am meisten begeistert“

Der Südkoreaner Sanghun Lee ist einer der ersten Studenten im von CoolTeach initiierten Masterprogramm „Nanoelectronic Systems“ an der TU Dresden. Im Herbst 2013 schließt die erste Generation den neuen Studiengang ab. Eine Bilanz.

Gemeinsam mit 11 Kommilitonen nahm der 31-Jährige im Oktober 2011 sein Studium im Masterprogramm „Nanoelectronic Systems“ auf. „Ich bin 2010 nach Dresden gekommen und habe hier ein Praktikum gemacht. Eigentlich wollte ich Elektrotechnik studieren – doch dann wurde ich auf den neuen Studiengang aufmerksam. Mikro- und Nanoelektronik in all ihren modernen Facetten – das war genau das Richtige“, erzählt Lee.

Der englischsprachige Studiengang fokussiert auf die Grundlagen und Herausforderungen von nanoelektronischen Systemen – und welche Rolle sie für energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnologie spielen. Neben den theoretischen Grundlagen von Entwurf, Herstellung und Anwendung nanoelektronischer Systeme steht die praktische Forschungsarbeit im Mittelpunkt des Studiums. „In jedem Semester warteten spannende praktische Aufgaben auf uns. Schon im ersten Semester haben wir Roboter programmiert und mit Kohlenstoffnanoröhrchen experimentiert. Im zweiten Semester habe ich mich mit der Mikrofluidik, dem Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen auf kleinstem Raum, beschäftigt. Was mich am meisten begeistert hat, waren die neuen Technologien und Materialien, die wir kennengelernt haben“, berichtet der Masterstudent. Dennoch wünscht er sich für die folgenden Jahrgänge noch mehr praktische Einheiten in den ersten Semestern. Auch der stärke Kontakt zu den ansässigen Mikroelektronik-Unternehmen wäre wichtig: „Die Mikroelektronik in Dresden ist sehr vielfältig aufgestellt. Sowohl in der Industrie als auch in den verschiedenen Forschungsinstituten arbeiten internationale Experten an Zukunftstechnologien – da sind Möglichkeiten, die Akteure und ihre Arbeit kennenzulernen umso entscheidender.“

Der vom Bildungsprojekt des sächsischen Spitzenclusters Cool Silicon, CoolTeach, initiierte Studiengang an der Technischen Universität Dresden ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, der Fakultät Informatik, der Fakultät Maschinenwesen, dort insbesondere dem Institut Werkstoffwissenschaften, der Fachrichtung Physik, der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften, der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und dem Lernzentrum Sprachen und Kulturen. „Wir bilden hochqualifizierte internationale Fachkräfte in einer Zukunftstechnologie aus, die von Anfang an die Cool Silicon Vision von energieeffizienter Informations- und Kommunikationstechnologie mit auf den Weg bekommen. Wer diese Vision in die Tat umsetzen will, braucht nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch Erfahrung im Umgang mit Technologien und Materialien. Deswegen legen wir in unserem Masterprogramm besonderen Wert auf die praktische Arbeit“, erklärt Initiator und Cool Silicon-Koordinator Prof. Thomas Mikolajick den Hintergrund. „Die Bewerberzahlen zeigen, dass genau das gefragt ist. Für den neuen Jahrgang 2012 hatten wir 136 Bewerber aus 22 Ländern, von denen 23 im Oktober 2012 ihr Studium aufgenommen haben. Für das Wintersemester 2013/14 erwarten wir weiter steigende Zahlen – bereits jetzt, haben sich erste Interessenten für das anspruchsvolle Programm gemeldet.“

Wie es für den Sanghun Lee nach dem Abschluss seiner Masterarbeit im Herbst 2013 weitergeht, weiß er noch nicht: „Es gibt so viele Möglichkeiten – zunächst werde ich wohl weiter in der Firma arbeiten, wo ich damals bereits mein Praktikum absolviert habe, und mich dann bewerben. Vielleicht bleibe ich auch an der Universität – das muss ich jetzt entscheiden. Mein großes Ziel ist es aber, eines Tages ein eigenes Unternehmen zu gründen.“

Interessierte finden weitere Informationen zu Ablauf und Bewerbungsmodalitäten des Studiengangs auf der folgenden Website: TU Dresden - Masterprogramm Nanoelectronic Systems