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Coole Mikroelektronik zum Anfassen: Neue Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden

Neues Highlight für den Mikroelektronikstandort Dresden: Der Startschuss für die „Cool Silicon-Ausstellung“ in den Technischen Sammlungen Dresden ist gefallen. „Alle Verträge sind unterschrieben. Jetzt starten wir in die konkrete Umsetzung – im Februar 2014 wird die Ausstellung feierlich eröffnet“, berichtet Prof. Thomas Mikolajick, Clusterkoordinator des sächsischen Spitzenclusters Cool Silicon.

„Mit dem ambitionierten Ausstellungsprojekt Cool Silicon können Kinder und Jugendliche ihr Interesse für spezielle Zukunftstechnologien entdecken, um mit dem geweckten Interesse später vielleicht einmal eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich zu absolvieren“, freut sich Oberbürgermeisterin Helma Orosz und fügt an: „Für die auf innovative und zukünftige Fragestellungen ausgerichtete Ausstellung werden in den Technischen Sammlungen neue Themen sowie spannende Aspekte aufbereitet und damit ein wertvoller pädagogischer Beitrag geleistet, der in absehbarer Zeit auch zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Standorts Dresden und der Region beitragen wird.“

Spitzencluster bringt Spitzenforschung in die Schülerwelt

Als sich die Partner des Spitzenclusters Cool Silicon vor nunmehr fünf Jahren zusammenfanden, um im Dreieck Chemnitz-Dresden-Freiberg gemeinsam energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu entwickeln, waren sie sich einig: Um die Wettbewerbsfähigkeit der Mikroelektronik in Sachsen und Europa langfristig zu erhalten, braucht es nicht nur zukunftsweisende Technologieentwicklungen. Ebenso wichtig ist es, die komplexen und schwer fassbaren Forschungsinhalte des Clusters auch in eine breite Öffentlichkeit zu tragen und nicht zuletzt Nachwuchsforscher für das Themenfeld zu begeistern. Die nun initiierte Ausstellung ist ein wichtiger Baustein dafür. „Die Technischen Sammlungen sind in Dresden eine feste Größe für naturwissenschaft- und technikbegeisterte Kinder und Jugendliche. Diese Erfahrung wollen wir nutzen, um die lange Geschichte der Mikroelektronik in Dresden, die technologischen Grundlagen und natürlich die Arbeit der Partner im Spitzencluster Cool Silicon in einer interaktiven Ausstellung vor allem Kindern und Jugendlichen, aber auch interessierten Erwachsenen näher zu bringen“, erklärt Prof. Mikolajick weiter. Dafür investiert das Spitzencluster 250.000 Euro.

Komplexe Technologien interaktiv erleben

„Mit der Ausstellung Cool Silicon eröffnen die Technischen Sammlungen Dresden eine Plattform, auf der unsere Museumsbesucher sich ein Bild von neuen Technologien machen können, die in der Wissenschaftsregion Dresden entwickelt werden“, kündigt Museumsdirektor Roland Schwarz an. Gemeinsam mit dem Ausstellungsbüro Beier + Wellach plant er interaktive Exponate, die so nah wie möglich an die Forschungsprojekte von Cool Silicon heranführen sollen. Auf über 400 Quadratmetern, die gegenwärtig von der Landeshauptstadt Dresden für die neue Ausstellung saniert werden, wird erlebbar gemacht, wie die Strukturen auf den Mikrochips immer weiter verkleinert werden, wie elektronische Komponenten sich immer genauer an den schwankenden Bedarf ihrer Nutzer anpassen und wie sich immer mehr Bauteile selbst mit der von ihnen benötigten Energie versorgen. „Die Ausstellung“, so Schwarz weiter, „präsentiert aktuelle Technologieforschung in einem Feld, auf dem mit der weiteren Ausbreitung der Informationstechnik und der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz zwei Schlüsselthemen für die Technik der Zukunft zusammentreffen.“

Kluge Köpfe von morgen schon heute begeistern

„Die Mikro- und Nanoelektronik ist ein sehr innovationsfreudiges Feld – der technologische Fortschritt steht nie still, die deutsche und europäische Mikroelektronik konkurriert in ihrer Innovationskraft mit Wettbewerbern weltweit. Nachwuchsforscher bringen die für die Entwicklung nötigen frischen Ideen in die IKT – deswegen ist unser Engagement in der Bildung so wichtig“, erklärt der Clusterkoordinator weiter. „Unser Forschungsfeld hat so viele spannende Facetten – die sollen die Besucher in der Cool Silicon-Ausstellung anfassen können. Wir sind gespannt und freuen uns auf alle Neugierigen.“