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Cool Silicon präsentiert sich auf VDE-Symposium Mikroelektronik in Berlin

Am 25./26. September 2012 stellte sich das sächsische Spitzencluster Cool Silicon auf dem 3. Symposium Mikroelektronik vor, das die VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik gemeinsam mit dem Silicon Saxony e.V. und dem Branchenverband Bitkom e.V. organisierte.

Das Treffen in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund in Berlin stand ganz im Zeichen der Mikro- und Nanoelektronik als „Innovationsmotor für den Hightech-Standort Deutschland“. Die Branche nimmt eine bedeutende Rolle ein, um den globalen Herausforderungen Klima, Energie, Gesundheit und Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation, wie sie in der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung beschrieben werden, zu begegnen. Mit ihren Innovationen hat die Mikro- und Nanoelektronik eine Schlüsselfunktion eingenommen, denn ein Großteil aller anderen Technologien beruht direkt oder indirekt auf ihr. Die Europäische Kommission hat die wichtige Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologie für ein starkes und prosperierendes Europa deshalb bereits hervorgehoben und diese als „Key Enabling Technology“ (KET) benannt.

Zum VDE-Symposium kamen in Berlin Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie zusammen, um die Chancen und Herausforderungen des Mikroelektronik- und KET-Standortes Europa zu diskutieren. Es ging um Themen wie Sicherheit in der mobilen Kommunikation, Halbleiter als Schlüssel zum Erfolg in der Energiewende, „More than Moore“, die Bedeutung der Mikroelektronik für die Wertschöpfung, „Smart Specialisation“ sowie politische Strategien für „Key Enabling Technologies“.

Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends begrüßte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Sabine von Schorlemer in einer Impulsrede die bevorstehende Gründung von „Silicon Europe“ als europäische Clusterallianz. Sie hob die Bedeutung der Mikroelektronik als zentrale Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen und europäischen IKT-Standortes und auch der traditionellen Branchen wie der Automobilindustrie oder des Maschinenbaus hervor. Man könne sich eine Abwanderung des Know-hows aus Europa nicht leisten und müsse vorausschauend forschungs- und industriepolitisch handeln.

„Das sächsische Spitzencluster Cool Silicon ist einer der führenden Standorte für die Entwicklung energieeffizienter Informations- und Kommunikationstechnologien“, erklärt Cool Silicon-Clusterkoordinator Thomas Mikolajick. „Wir nutzen die Möglichkeiten, mit den Entscheidungsträgern in der Politik ins Gespräch zu kommen, um immer wieder zu zeigen, dass wir als Akteure gemeinsam für eine starke europäische Mikroelektronik arbeiten. Deshalb wollen wir Cool Silicon weiter internationalisieren und auf eine europäische Ebene heben. So können wir unsere Kompetenzen mit denen anderer europäischer Mikro- und Nanoelektronik-Regionen bündeln und die Branche als Zukunftsmotor in den Bereichen Energie, Mobilität, Gesundheit, Information und Kommunikation stärken“, so Mikolajick.