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Bio4Comp: Ideenwettbewerb für effiziente Bio-Computer

EU-Projekt Bio4Comp ruft zum Open-Innovation-Wettbewerb auf und sucht insbesondere Konzepte zur Markierung molekularer Agenten für das bionetzwerkbasierte Rechnen. Als Preis winken 5000 EUR. Einsendeschluss: 15. August 2018

Das EU-Projekt Bio4Comp „Paralleles bionetzwerkbasiertes Rechnen: technologische Grundlagen, Skalierung und Innovations-Ökosystem“ (2017-2021) ruft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende und Forschende aller Fachrichtungen mit Interesse für das bionetzwerkbasierte Rechnen (engl.: network-based biocomputation, NBC) zum Open-Innovation-Wettbewerb „Bio4Comp Award 2018“ auf. Im Konzept des bionetzwerkbasierten Rechnens werden einzelne mobile Biomoleküle als winzige Computer mit eigenem Prozessor und Speicher verwendet. NBC benötigt gegenüber herkömmlichen Ansätzen mehrere Größenordnungen weniger Energie pro Rechenschritt und ist mit gegenwärtig verfügbarer Technologie skalierbar [1]. Thema der ersten von insgesamt drei geplanten Ausschreibungsrunden sind Konzepte zur Kodierung und Dekodierung von Informationen auf Agenten, z. B. zytoskeletalen Filamenten, die für die Umsetzung der bionetzwerkbasierten Rechenverfahren benötigt werden. Ideen, die damit der Weiterentwicklung hin zu effizienten, parallelen bionetzwerkbasierten Computern dienen, nimmt das Innovationskomitee des EU-Projektes Bio4Comp als PDF (ein englischer Sprache, maximal drei DIN-A4-Seiten) unter der E-Mail-Adresse info@bio4comp.org entgegen. Alle Einsendungen werden hinsichtlich (i) Neuigkeitswert und Originalität, (ii) potentieller Prägung des Forschungsfeldes und (iii) technischer Umsetzbarkeit bewertet. Einreichungsfrist ist der 15. August 2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine vorherige Anmeldung der Idee als Veröffentlichung oder Gebrauchsmuster vor der Einreichung beeinflusst nicht die Preiswürdigkeit.

Weitere Informationen sind unter der Webseite des Bio4Comp-Konsortiums zu finden: http://www.bio4comp.eu

Der komplette Ausschreibungstext (in englischer Sprache) befindet sich unter:
http://bio4comp.org/award.html

Das Bio4Comp-Projekt (”Parallel network-based biocomputation: technological baseline, scale-up and innovation ecosystem”, 2017-2021) wird durch das EU-Rahmenprogramm ”Horizon 2020” im Feld Forschung und Innovation (Zuschussvereinbarung Nr. 732482) gefördert [2]. Sechs Partner aus Schweden, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Israel sind beteiligt. Koordinator ist die Universität Lund. Aus Deutschland sind die Fraunhofer-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. mit ihren Instituten Fraunhofer ENAS, Chemnitz und Fraunhofer ISC, Würzburg, sowie die TU Dresden beteiligt.

Weitere Weblinks:

[1] Veröffentlichung D. V. Nicolau Jr., M. Lard, T. Korten et al. PNAS 2016 113 (10) 2591-2596

[2] Fördergeber 


Kontakt:

Prof. Dr. Stefan E. Schulz
Stellvertretender Direktor des Fraunhofer ENAS
Leiter des Geschäftsfelds Mikro- und Nanoelektronik
Bio4Comp-Projektleiter in der Fraunhofer-Gesellschaft
E-Mail: stefan.schulz@enas.fraunhofer.de, Telefon: +49.(0)371.45001.232

Dr. Martina Vogel
Leiterin Marketing & Public Relations, Fraunhofer ENAS, Chemnitz,
E-Mail: martina.vogel@enas.frauhnofer.de, Telefon: +49.(0)371.45001.203

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