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481. JENAer Optikkolloquium

Neue Methoden der Infrarotspektroskopie • Anwendungen in der Sensorik und Medizin

Spektroskopie im mittleren Infrarot (MIR) liefert Informationen, die hochspezifisch für die Charakterisierung von Molekülen ist. Sie lässt sich auch für die Analyse von Körperflüssigkeiten und von Zellen und Gewebe anwenden. Mit dem Aufkommen von Quantenkaskadenlasern (QCL) als leistungsstarke und kompakte IR Lichtquellen, entweder für einzelne Wellenlängen, als Multiwellenlängen-Array oder abstimmbar mit einem externen Gitter, eröffnen sich viele Anwendungen in der Medizin, Umweltanalytik und Sensorik.

Der Vortrag führt in die Grundlagen der IR-Spektroskopie von Biopolymeren und die technischen Voraussetzungen von Quellen, Optik und Detektion ein. Am Beispiel der Analytik von Körperflüssigkeiten in vitro (Blut, Urin, …) wird gezeigt, wie Moleküle in diesen komplexen Matrices identifiziert und quantitativ bestimmt werden können.

Eine sehr attraktive Anwendung der IR-Spektroskopie in vivo mit Quantenkaskadenlasern und photoakustischer oder photothermischer Detektion ist die nichtinvasive Glucosemessung für Diabetiker. Glucose weist im MIR bei Wellenlängen von ca. 8–11 µm eine hochspezifische Absorption auf, die für die Bestimmung des Blutzuckers genutzt werden kann. Die Schritte vom Meßprinzip über die technische Realisierung und die Entwicklung von Prototypen bis hin zur klinischen Evaluierung werden beschrieben.

ORGANISATION

Das JENAer Optikkolloquium wird unterstützt von: Carl Zeiss AG, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, Friedrich-Schiller-Universität Jena, JENOPTIK AG, Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. Veranstalter ist OptoNet e.V.

TEILNAHME & BUCHUNGSKONDITIONEN

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und kann ab sofort gebucht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund der aktuellen Situation findet das Kolloquium erstmals online statt.

Anmeldung.

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