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Silicon Saxony beruft Softwareexperten in den Vorstand

Helmut Warnecke, Gitta Haupold und Heinz Martin Esser (v.l.n.r.) führen den Branchenverband Silicon Saxony auch die kommenden zwei Jahre. Neu im Vorstand: Prof. Dr. Frank Schönefeld (re.).
Helmut Warnecke, Gitta Haupold und Heinz Martin Esser (v.l.n.r.) führen den Branchenverband Silicon Saxony auch die kommenden zwei Jahre. Neu im Vorstand: Prof. Dr. Frank Schönefeld (re.).

Sachsens Hightech-Branchenverband Silicon Saxony e. V. hat sein bisheriges Führungsteam im Amt bestätigt und den Vorstand erweitert. Auf der Jahreshauptversammlung des Branchenverbands am 24. November in Dresden wählten die Mitglieder Prof. Dr. Frank Schönefeld neu in den Vorstand.

Schönefeld ist Mitglied der Geschäftsleitung von T-Systems Multimedia Solutions und leitet das IT-Netzwerk Software Saxony sowie den Silicon Saxony-Fachbereich Software. Die Mitglieder beschlossen zuvor per Satzungsänderung, die traditionelle Dreier-Spitze um ein weiteres Vorstandsmitglied zu erweitern. Heinz Martin Esser (Vorstandssprecher), Gitta Haupold und Helmut Warnecke (beide Vorstände) wurden wiedergewählt. „Ich freue mich sehr, dass die Mitglieder dem Vorstand wiederholt ihr Vertrauen ausgesprochen haben – eine Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und den wollen wir auch mit voller Kraft weitergehen“, so Helmut Warnecke.

Silicon Saxony bildet Verschmelzung von Hard- und Software in Vorstand ab  
Der neu gewählte Vorstand Frank Schönefeld engagiert sich bereits seit sechs Jahren als Fachbereichsleiter Software ehrenamtlich im Verband. Als Leiter des Netzwerks Software Saxony bündelt er die Interessen der Netzwerk-Mitglieder aus dem Software-Bereich. Dass Software und Hardware in der Mikroelektronik heute nicht mehr voneinander zu trennen sind, wird durch Schönefeld nun auch im Silicon Saxony-Vorstand abgebildet.

Mit einem Beschäftigungswachstum von durchschnittlich knapp acht Prozent seit 2010 steht die Software- und IT-Branche im Vergleich der sächsischen Industrien an der Spitze. Die wachsende Software-Branche Sachsens beschleunigt Innovationen in sämtlichen Industrien. Das im Juni dieses Jahres vorgestellte Software-Positionspapier stellte die Bedürfnisse der sächsischen Digitalwirtschaft heraus und formulierte in Richtung sächsische Landespolitik konkrete Handlungsempfehlungen, mit geeigneten Maßnahmen für eine optimale zukünftige Entwicklung der Branche zu sorgen. Aus Sicht der sächsischen Software-Branche zentral sind dabei eine IT-Bildungsoffensive des Freistaats sowie der Ausbau der sächsischen Forschungslandschaft im Bereich Software. Außerdem plädieren die Branchenvertreter für eine Verbesserung der digitalen Infrastruktur unter Berücksichtigung der gesamten Bandbreite gesellschaftlicher Implikationen der Digitalisierung.

„Wir freuen uns sehr, dass die neue sächsische Staatsregierung aus CDU und SPD auf die Bedürfnisse der Branche reagiert und im Koalitionsvertrag die Schaffung eines eigenen Software-Forschungsinstituts angekündigt hat“, sagt Frank Schönefeld.  
    
Wichtige strategische Erfolge und neue Anstrengungen

„Dass die Mikroelektronik nun fest in Europas Wirtschaftsstrategie ‚Horizon 2020’ verankert ist, ist auch das Verdienst unserer hartnäckigen Arbeit“, freut sich Vorstandssprecher Heinz Martin Esser. „Doch es gibt neue Herausforderungen: Bei Technologietrends wie der 450-mm-Wafer-Fertigung, Shrinking, MEMS oder dem Internet der Dinge müssen wir dranbleiben und Asien sowie die USA genau im Auge behalten. Außerdem müssen wir weiterhin um politische Unterstützung werben, vor allem im Bund.“ In diesem Jahr entsandten der Freistaat Sachsen und Silicon Saxony mit Udo Nothelfer einen Standortbotschafter in die USA – mit dem Ziel den wichtigen US-Markt noch besser für die sächsische Halbleiterindustrie zu erschließen.

Auf der Jahreshauptversammlung stellte der Vorstand die Themenschwerpunkte für das Jahr 2015 vor: Neben der Semicon Europa im Oktober in Dresden stehen die Themen Smart City, Industrie 4.0 sowie das taktile Internet im Vordergrund. Als Gastredner lud der Branchenverband deshalb Prof. Gerhard Fettweis ein, der über die neuesten Entwicklungen und Forschungsschwerpunkte im 5 G Lab Germany berichtete. Taktiles Internet fungiert als Basistechnologie für die internetbasierte Produktion in der Industrie 4.0 und für neue Anwendungen für Energie-, Mobilitäts- und Kommunikationslösungen in der Stadt von morgen.

Stolz präsentierte Vorstand Gitta Haupold das frisch gedruckte neue Jahresmagazin „NEXT“, das einen Blick auf die Silicon Saxony-Highlights des zurückliegenden Jahres und zukünftige Projekte wirft. „Silicon Saxony ist inzwischen zu einer etablierten Plattform für die Vernetzung geworden“, sagt Gitta Haupold. „Diese Vernetzung der Akteure hier am Standort sowie in Verbindung mit nationalen und internationalen Verbänden und Clustern werden wir weiter intensivieren.“

Download des Jahresmagazins „NEXT“:
www.silicon-saxony.de/next