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Kommentierung: Gemeinsame Aktivitäten für eine nachhaltige Fachkräftesicherung in Sachsen

Die nachhaltige Fachkräftesicherung in Sachsen ist nicht nur für die IKT-Branche essenziell.
Die nachhaltige Fachkräftesicherung in Sachsen ist nicht nur für die IKT-Branche essenziell.

Sachsens Wirtschaft braucht und sucht qualifizierte Fachkräfte. Mittelständische Unternehmen benötigen Unterstützung, vor allem wenn es um die Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Ausland geht. In diesem Punkt sind sich auch die Bündnispartner, die Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig, der Hightech-Branchenverband Silicon Saxony e. V. sowie der Verein Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen einig. Gemeinsam begrüßen wir Initiativen der Sächsischen Staatsregierung, um dieses wichtige Thema der sächsischen Wirtschaft mit geeigneten politischen Maßnahmen und Rahmenbedingungen zu verbessern.

 

Folgende Maßnahmen sollten dabei explizit berücksichtigt und zielgerichtet umgesetzt werden:
 
1. Die Hightech-Region "Silicon Saxony" wächst auch in der Zahl der Arbeitsplätze deutlich und wird sich auch in Zukunft sehr gut entwickeln. Für das weitere Wachstum ist auch Zuwanderung unabdingbar notwendig. Die Anwerbung von Fachkräften aus aller Welt, muss in eine Programmatik überführt werden, die substanziell Menschen für Sachsen interessiert.

2. Der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind wichtige Bausteine für eine gelingende Integration von Fachkräften, die nach Sachsen kommen. Vor allem der barrierefreie Zugang zu Aus- und Weiterbildung spielt eine wichtige Rolle für die berufliche Qualifikation und erleichtert den Jobeinstieg in sächsischen Unternehmen. In diesem Bereich muss investiert werden.

3. Die Sächsische Staatsregierung sowie die sächsische Wirtschaft stehen gemeinsam in der Pflicht, Sachsen als lebenswerten Ort international bekannter zu machen. Dazu sind gut geplante, abgestimmte und ausreichend finanzierte Maßnahmen umzusetzen. Die Standortwerbung muss dazu deutlich ausgebaut werden.  

4. Ein weiterer wichtiger Schlüssel für eine gelingende Integration von internationalen Fachkräften in die sächsische Wirtschaft liegt in einem grundsätzlichen Abbau von bürokratischen Hürden, die es derzeit Menschen erschwert, in Sachsen beruflich Fuß zu fassen. Das Spektrum reicht dabei von der wohlwollenden Prüfung und Anerkennung von Zeugnissen und Qualifikationsnachweisen, einer Verbesserung von Angeboten zur Vermittlung der deutschen Sprache sowie Anstrengungen für eine lebendige "Willkommenskultur", die Menschen, die nach Sachsen kommen, offen und vorurteilsfrei begegnet.  

Statement des Branchenverbandes Silicon Saxony:

"Sachsens Wirtschaft profitiert vom Boom der fortschreitenden Digitalisierung und wächst kräftig. Immer neue Technologien werden entwickelt, eingeführt und müssen betrieben werden. Gleichzeitig steigt die Komplexität technischer Produkte, Dienstleistungen und ganzer IT-Landschaften. Um Schritt halten zu können, sind Experten mit Know-how und Expertise gefragt. Im Wettbewerb um Talente muss Sachsen deshalb weiter konsequent an Bedingungen arbeiten, damit Fachleute aus der ganzen Welt im Freistaat gern heimisch werden. Die Unternehmen des Silicon Saxony stehen für Weltoffenheit. Sie beschäftigten heute bereits Mitarbeiter aus vielen Nationen und sind selbst in vielen Regionen weltweit wirtschaftlich erfolgreich aktiv. Aber wir dürfen nicht nachlassen bei unseren Bemühungen um exzellente Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen aus der ganzen Welt. Dies betrifft insbesondere den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Hierbei ist auch die Sächsische Staatsregierung gefordert. Die aktuelle Arbeit am neuen Integrations- und Teilhabegesetz sehen wir als einen weiteren wichtigen Baustein, damit Sachsen für Fachkräfte aus der ganzen Welt zu einer neuen Heimat wird", sagt Dirk Röhrborn, Vorstandsvorsitzender Silicon Saxony e. V.