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Deutschlands Mikroelektronikbranche verstärkt ihr Engagement für Industrie 4.0

Das Positionspapier der AG Silicon Germany
Das Positionspapier der AG Silicon Germany

Die deutsche Halbleiterindustrie hat in Berlin das Positionspapier „Bedeutung der Mikroelektronik für Industrie 4.0“ vorgestellt. Darin beschreiben die Mitglieder der AG Silicon Germany, darunter auch der Silicon Saxony e. V., welche Schritte aus Sicht der Chiphersteller notwendig sind, damit deutsche Unternehmen vom Trend Industrie 4.0 profitieren können.



„Wir haben insbesondere für Forschung und Entwicklung Herausforderungen identifiziert, die große Bedeutung für bestehende und neue Produktionstechnologien haben“, sagt Heinz Martin Esser, Vorstand Silicon Saxony e.V. „Diese müssen schrittweise angegangen werden, damit Deutschland auch in Zukunft Exportweltmeister bleibt“, erklärt Esser. „Das betrifft nahezu alle Bereiche der produzierenden Industrie.“

„In der Hochtechnologieregion Silicon Saxony sind wir gut aufgestellt, um die für Industrie 4.0 notwendigen Technologien führend mit zu gestalten“, betont Esser. „Generell sind die forschungsstarken deutschen Unternehmen in Sachen Industrie 4.0 in einer guten Startposition im weltweiten Wettbewerb. Das Positionspapier verdeutlicht aber auch, wie groß die Herausforderungen sind, vor denen die deutsche Halbleiterindustrie sowie Software-Hersteller stehen. In Forschung und Entwicklung sind deshalb in Zukunft große Anstrengungen erforderlich. Diese sollte die Politik unterstützen und in passende Projekte überführen.“

Deutschlands Mikro- und Nanoelektronik ist ein wesentlicher Treiber für die Umsetzung von Industrie 4.0. Insgesamt haben die Autoren des Positionspapiers sieben Themenfelder identifiziert, in denen in den kommenden Jahren verstärkte Anstrengungen in Forschung und Entwicklung unternommen werden müssen. Diese sind Mikro-Elektro-Mechanische Systeme (MEMS) einschließlich Sensoren und Aktoren, Embedded Systems on Chip sowie Spezialsensoren, spezielle Mikrocontroller und Hightech-Speicher, Leistungselektronik, Datenübertragung, Energy Harvesting, Systemintegration und IT-Security.

Industrie 4.0 gilt als die vierte industrielle Revolution. Die Weiterentwicklung der automatisierten Produktion der Gegenwart zur intelligenten Fabrik der Zukunft wird nach Ansicht von Experten in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen. Sie soll mit einem effizienteren Einsatz von Energie und Ressourcen die Umwelt schonen, und wird zugleich durch eine stärkere Vernetzung aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette sowohl Arbeitsorganisation als auch Geschäftsmodelle erheblich verändern.

Daraus ergeben sich exzellente Marktchancen einerseits für die Unternehmen, die die dafür erforderliche Produktionstechnik herstellen und die innovativen Produkte verarbeiten. Andererseits werden durch veränderte Produktionsabläufe eine Vielzahl neuartiger Dienstleistungen entstehen. „Die sich neu formierenden Wertschöpfungs- und Geschäftsmodelle schaffen insbesondere auch Marktchancen für kleine und mittelständische Unternehmen“, sagt Esser. „Das ist gut für Sachsen, denn gerade diese Firmen haben in den letzten Jahren sehr viele Arbeitsplätze geschaffen. Für den Freistaat ist es zudem von großer Bedeutung, dass Industrie 4.0 durch eine Kombination aus speziellen integrierten Schaltkreisen und innovativer Software erst ermöglicht wird. In beiden Bereichen haben wir am Standort Unternehmen, die zu den Marktführern gehören.“

Die Arbeitsgemeinschaft Silicon Germany ist eine akteurs- und verbandsübergreifende Plattform der deutschen Mikro- und Nanoelektronikbranche. In ihr engagieren sich Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit mit neuartigen, am Markt führenden Halbleiterprodukten langfristig zu sichern. Gegründet als AG Mikroelektronik in Vorbereitung des IT-Gipfels 2010 in Dresden, arbeitet die AG Silicon Germany seit nunmehr vier Jahren an der strategischen Weiterentwicklung der Forschungs- und Entwicklungsagenda für die von der Europäischen Kommission definierten Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technologies) mit dem Schwerpunkt Mikro- und Nanotechnologie.

Das Positionspapier aus der AG Silicon Germany „Bedeutung der Mikroelektronik für Industrie 4.0“ hier zum Download (7,6 MB):


Download Positionspapier „Bedeutung der Mikroelektronik für Industrie 4.0“

Weitere Informationen:
http://silicon-germany.info