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Neue Zukunftstechnologie im Silicon Saxony – Silicon Saxony setzt auf "Internet der Dinge"

Alles kommuniziert mit allem – das „Internet der Dinge und Dienste“ ist die Vision unseres zukünftigen Alltags.
Alles kommuniziert mit allem – das „Internet der Dinge und Dienste“ ist die Vision unseres zukünftigen Alltags.

Das sächsische Branchennetzwerk der Hightech-Industrie gründet den neuen Arbeitskreis „Cyber-physikalische Systeme“. Ziel ist es, im Freistaat ein Kompetenzzentrum für diese neue, zukünftig den Markt bestimmende Technologie zu schaffen. Dafür kommen Akteure aus Forschung und Wissenschaft regelmäßig zusammen.

Alles kommuniziert mit allem – das „Internet der Dinge und Dienste“ ist die Vision unseres zukünftigen Alltags: Mithilfe einer enormen Menge von Sensoren und Chips werden Verkehrsströme erfasst und automatisch optimiert, Vitaldaten per Fingerberührung vom Smartphone an Ärzte übermittelt und Informationsflüsse kanalisiert. Ein erster Schritt auf dem Weg zur Verschmelzung der digitalen mit der realen Welt sind so genannte Cyber-physikalische Systeme (CPS). Basierend auf integrierten Schaltkreisen bilden sie eine neuartige Technologie, mit der nicht nur Informationen erfasst, sondern auch industrielle Prozesse effizient automatisiert werden – bis hin zur selbstregulierenden Optimierung.
Wie kaum eine andere Region verfügt Silicon Saxony über die Grundlagen dieser Technologie: Hochqualitative Mikroelektronik und Software. Die Mitglieder des Branchennetzwerks der sächsischen Hochtechnologie, Silicon Saxony e.V., haben nun einen neuen Arbeitskreis gegründet, um das hier vorhandene Potential gemeinsam stärker nutzen zu können.

Neu gegründeter Arbeitskreis wächst kontinuierlich und offen für Mitglieder

Sächsische Akteure im Bereich CPS haben sich bereits im Frühjahr 2012 zu einer ersten
Fachtagung getroffen. „Die offizielle Gründung des Arbeitskreises institutionalisiert diese bereits angelaufenen Aktivitäten und intensiviert die Kooperation unter den Mitgliedern. Dazu gehören u.a. T-Systems Multimedia Solutions, die Technische Universität Dresden, das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS) GmbH, ZMDI, Fraunhofer IPMS und IVI sowie Infineon Technologies Dresden. In Zukunft wird es regelmäßige Treffen zu Schwerpunktthemen unserer Arbeit geben. Dazu sind alle in diesem Feld tätigen Akteure in Sachsen herzlich willkommen“, berichtet Uwe Gäbler von Infineon Technologies Dresden, der den Arbeitskreis gemeinsam mit Dr. Wolfgang Sinn vom IMMS aus Ilmenau leiten wird.
Sachsen vereint hochqualitative Software und Chips an einem Standort „Wir begrüßen das Engagement des Silicon Saxony. Der neue Arbeitskreis schafft eine Plattform, die sich intensiv mit diesem Zukunftsthema beschäftigt, die Akteure am Standort enger vernetzt und wichtige technologische Grundlagen legt. Es gibt nur sehr wenige Standorte, die wie Sachsen über die für diese Technologien nötige Qualität von Chips und Software unmittelbar verfügen. Das Thema Cyber-physikalische Systeme ist eine weitere Möglichkeit, den Mikroelektronik und IT-Standort Sachsen international zu profilieren“, sagt Sabine von Schorlemer, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.
Industrie 4.0: CPS als Treiber für klassische Industrien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat erst im Oktober das „Zukunftsprojekt Industrie 4.0“ ausgerufen. „Cyber-physikalische Systeme sind die technologische Grundlage für eine Industrie 4.0 – und damit eine Chance für Deutschland. Die Bundesrepublik ist stark in den klassischen Industrien und stark im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). CPS vereinen diese Kompetenzen: Hier ‚beflügelt’ intelligente IKT die Prozesse der klassischen Industrien“, ist Dr. Helmut Gassel, Landessprecher Sachsen des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) überzeugt.,

Zukünftig gemeinsame intersektorale Forschungsaktivitäten

Die Cyber-physikalischen Systeme bieten nicht nur Potential für Deutschland, sondern sind insbesondere für den Freistaat Sachsen eine herausragende Möglichkeit, seinen Standpunkt auf dem internationalen Hochtechnologiemarkt weiter zu stärken, meint Prof. Uwe Aßmann, Professor für Softwaretechnologie an der Technischen Universität (TU) Dresden. „Sachsen bietet eine einzigartige Mischung: Der Freistaat ist sowohl traditioneller Industriestandort mit besonderer Expertise im Bereich Maschinen- und Anlagenbau als auch Heimat des größten europäischen IKTClusters. Hinzu kommt die Exzellenzuniversität TU Dresden.

Ziel ist eine enge Kooperation gerade mit mittelständischen Unternehmen – nicht nur mit der Mikroelektronik sondern besonders auch mit dem sächsischen Maschinen- und Anlagenbau. So kann es uns gelingen, die Grundlagen für die Industrie 4.0 zu legen – und so Sachsen zu einem weltweit führenden Kompetenzzentrum für CPS
zu entwickeln.“

Bildmaterial: Silicon Saxony / Fotolia