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8. Silicon Saxony Day: Erfolgreicher Blick auf die Technologien der Zukunft

Silicon Saxony Vorstandsvorsitzender Heinz Martin Esser begrüßt die Gäste zur Plenarveranstaltung.
Silicon Saxony Vorstandsvorsitzender Heinz Martin Esser begrüßt die Gäste zur Plenarveranstaltung.
Plenarveranstaltung
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Fachforum Software
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Ausstellung
Ausstellung

Im Zuge der Verschmelzung der digitalen mit der realen Welt bedeutet das "Internet der Dinge und Dienste" die Basis für Zukunftsthemen: Sensoren und Chips optimieren automatisch Verkehrsströme, industrielle Prozesse werden effizient automatisiert, Daten werden blitzschnell kanalisiert und aufbereitet. Die Mikroelektronik bietet hier Lösungen quer durch alle Bereiche: Mobilität, Logistik, Sicherheit, Energie- oder Gesundheitsversorgung. Deshalb stand der diesjährige Silicon Saxony Day am 24. Juni 2013 unter dem Motto "Silicon Saxony 4.0 - Smart Factory, Smart City, Smart Cluster".

Rund 400 Unternehmer, führende Wissenschaftler und Entwickler der Branchen Mikro-/Nanoelektronik, Software, Photovoltaik, Life Science, Automobil und Kommunikation brachte das Symposium im Akademiehotel Dresden zusammen. Sie diskutierten auf der Veranstaltung Zukunftsthemen und künftige Herausforderungen im Spannungsfeld der intelligenten Vernetzung realer und virtueller Technologie- und Produktionswelten. Schon seit Jahren gehört der Silicon Saxony Day zu den wichtigen Netzwerkevents der Technologiebranche. Gäste waren u.a. auch Vertreter europäischer Hightech-Standorte Grenoble, Leuven und Eindhoven.

Dem Motto des Symposiums folgend, ging es im ersten Teil der Veranstaltung in drei verschiedenen Fachforen um die Themen Smart Factory, Smart City sowie Cool Silicon als Smart Cluster. Im Rahmen des Smart Factory-Fachforums zeigten die Experten die Herausforderungen der "Fabrik der Zukunft" auf und diskutierten die damit verbundenen Erwartungen. Die Fachvorträge verdeutlichten, dass es besonders in der Halbleiterfertigung einen hohen Bedarf an Smart-Factory-Lösungen gibt. Sie demonstrierten aber gleichzeitig, dass die nötigen Bausteine zur Umsetzung und Implementierung dafür im Silicon Saxony bereits vorhanden sind. Roboter agieren bereits immer selbständiger. Außerdem sollen in der Halbleiterfertigung zukünftig beispielsweise Bedien- und Beobachtungsterminals zur Analyse in den Bereichen Produktqualität und Prozessoptimierung nicht mehr auf ortsfeste Rechner fixiert bleiben, sondern auf mobilen Tablets an jedem Ort der Fabrik abrufbar sein. Das Fachforum Smart City belegte eindrucksvoll, dass cyber-physikalische Systeme auch für die Städte der Zukunft eine Vielzahl an digitalen Anwendungsmöglichkeiten bieten. Besonders in den Bereichen Energiemanagement, Verkehrsplanung, Arbeiten und Wohnen sowie in der Optimierung von Verwaltungsprozessen schaffen smarte Technologien neue intelligente Infrastrukturen und gewährleisten gleichzeitig eine hohe Lebensqualität. Für den Themenbereich Smart Cluster ging das Spitzencluster Cool Silicon als herausragendes Beispiel voran. In verschiedenen Vorträgen zeigten die Referenten bedeutende Forschungsergebnisse auf dem Weg zu energieeffizienteren Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) - sowohl bei Halbleitern als auch in den Bereichen Kommunikationstechnik, Sensoren und Software. Damit verdeutlichten sie das Potenzial, das mit der Bündelung von Kompetenzen der einzelnen Clusterpartner entsteht.

Neben den Workshops diskutierten Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft im zweiten Teil des Silicon Saxony Days in einer Plenarveranstaltung vertieft die drei Hauptthemen des Tages, vor allem vor dem Hintergrund der globalen Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Dabei rückte Dr. Stephan Meyer, Landtagsabgeordneter und Obmann für Technologie- und Innovationspolitik der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, die Ergebnisse der Enquete-Kommission des sächsischen Parlaments in den Fokus, die sich intensiv mit der Technologieentwicklung beschäftigt hat. Im Ergebnis sollen Technologietransfer und Gründungskultur stärker gefördert werden, Forschung und Entwicklung z.B. durch steuerliche Anreize forciert und somit die Innovationskraft des Freistaates sichergestellt werden. Dr. Thomas Christensen aus dem dänischen Wissenschaftsministerium unterstrich die wesentliche Rolle von Clustern als Antrieb für Wachstum und Innovation. Außerdem sprach Prof. Michael Liehr vom College of Nanoscale Science and Engineering der Universität in Albany, New York, über aktuelle Entwicklungen im Bereich 450mm.

"Mit dem diesjährigen Silicon Saxony Day haben wir wieder erfolgreich gezeigt, wie wichtig es ist, den Dialog zu Forschern, Unternehmern, Politikern und Vertretern der regionalen Verwaltungseinrichtungen aufzunehmen", resümierte Silicon Saxony-Vorstand Heinz Martin Esser. "Nur so können wir die starken Impulse aufnehmen, die aus der Beschäftigung mit den genannten Zukunftsthemen und den daraus resultierenden Herausforderungen und Chancen für den Standort entstehen. Es ist uns besonders wichtig, mit dem Symposium die Potenziale der Akteure hier im Silicon Saxony noch stärker herauszustellen und zu vernetzen, um uns auf dem international hart umkämpften Markt weiter gut behaupten zu können."