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Zweitstandort der Bundesbehörde BSI mit 200 neuen Arbeitsplätzen entsteht in Freital

In Freital bei Dresden soll ein zweiter Standort des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entstehen. Eine entsprechende Gemeinsame Absichtserklärung unterzeichneten am 10. Juli 2019 der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, und der Staatsminister des Innern des Freistaats Sachsen, Prof. Dr. Roland Wöller. Dafür sollen 200 neuen Stellen entstehen. Zugleich verstärken der Bund und das Land Sachsen künftig ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Cyber- und Informationssicherheit.



Das BSI hat als Cyber-Sicherheitsbehörde für den Bund die Aufgabe, die Cyber-Sicherheit in der Digitalisierung durch Prävention, Detektion und Reaktion zu gestalten. Für die Kooperation mit den Ländern hat das BSI bereits ein nationales Verbindungswesen mit Ansprechpartnern in den Städten Hamburg, Wiesbaden, Bonn und Stuttgart etabliert. Mit der Gemeinsamen Absichtserklärung wird nun der Startschuss für die Arbeit des Verbindungswesens für die Region Ost in Sachsen gegeben. Dazu wird ein Ansprechpartner benannt, der den unmittelbaren Austausch erleichtern und die Erreichbarkeit des BSI vor Ort verbessern soll.

Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt: "Der Aufbau des Zweitstandorts in Freital verbindet fachliche Anforderungen mit Strukturpolitik: Zum einen profitiert das BSI von der Nähe und guten Anbindung zum ‚Silicon Saxony‘, dem Innovationscluster in der Region Dresden. Zum anderen strahlt der neue Standort mit wertigen Arbeitsplätzen auf Regionen aus, die vom Strukturwandel betroffen sind. Meine Entscheidung für Freital trägt damit zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland bei."

Der Staatsminister des Innern des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Roland Wöller betont: "Der neue BSI-Standort in Freital steht für die Zukunft einer ganzen Region und wird uns viele Synergieeffekte bescheren. Für die Menschen im Raum Dresden aber darüber hinaus in ganz Sachsen eröffnen sich neue Perspektiven. Wir schaffen einerseits hochwertige Arbeitsplätze und erwarten andererseits wichtige Impulse für die Cybersicherheit von Behörden und Unternehmen im Freistaat. Dabei bauen wir insbesondere auch auf die vorhandene Expertise beim Bundesamt. Das BSI in Freital wird darüber hinaus aber künftig auch Ausgangspunkt für eine enge Kooperation im Bereich der Cyberermittlungen werden. Sachsens Cybercrime Competence Center am Landeskriminalamt, wie auch andere Sicherheitsbehörden werden davon zusätzlich profitieren."

BSI-Präsident Arne Schönbohm sagt: "Ziel und Anspruch des BSI als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde ist es, in ganz Deutschland ein einheitlich hohes IT-Sicherheitsniveau zu schaffen. Daher baut das BSI seine Präsenz in der Fläche aus, um insbesondere die Länder, Kommunen und die Wirtschaft vor Ort noch besser unterstützen zu können. Dabei ist es wichtig, nah an den Innovationszentren zu sein, in denen ‚Cyber-Sicherheit Made in Germany‘ entsteht und vorangetrieben wird. Am neuen Standort des BSI in Sachsen profitieren wir von der räumlichen Nähe des Innovationsstandorts Dresden, können Trends und Themen frühzeitig erkennen und unseren Beitrag zum Wissenstransfer im Bereich Cyber-Sicherheit leisten." .

Statement von Silicon Saxony

„Das ist eine sehr gute Nachricht für Sachsen. IT-Sicherheit war im Silicon Saxony bereits ein Thema bevor das Handy von Bundeskanzlerin Merkel gehackt wurde. Nicht nur deshalb ist das neue Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hier perfekt aufgehoben. Zusätzlich profitieren die Mitarbeiter des Bundesamtes von zahlreichen Experten aus den Bereichen Hardware, Software und Konnektivität, mit denen sie sich zu neuesten IKT-Technologien und IT-Sicherheit in direkter Nachbarschaft austauschen können. Denn IT-Sicherheit bleibt ein Dauerthema: Zusätzliche Dynamik bringt die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G. Dadurch werden sich die Möglichkeiten für eine „Next Generation IoT“ um ein vielfaches erweitern. Denn die Echtzeitsteuerung von IoT-Plattformen mittels industrie- und anwendungsspezifischen 5G-Frequenzen geht weit über die einer Vernetzung von „Dingen“ hinaus. Themen wie Privatheit (privacy) und Sicherheit (security) müssen deshalb weitergedacht und entwickelt werden. Im Silicon Saxony verfügen wir über das notwendige Know-how um international gültige Sicherheitsstandards mitzuentwickeln.“, sagt Heinz Martin Esser, Vorstand des Hightech-Branchenverbandes Silicon Saxony e. V.

Weitere Informationen

Gemeinsame Absichtserklärung zum Zweitstandort des BSI in Freital

www.bsi.bund.de

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