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Europäische Kommission: Deutschland bei elektronischen Behördendiensten nur im Mittelfeld

Spitzenreiter bei den digitalen öffentlichen Diensten sind Malta, Estland und Österreich, gefolgt von Lettland, Litauen und Finnland. Deutschland nutzt die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien bei elektronischen Behördendiensten noch nicht ausreichend und belegt nur einen Platz im Mittelfeld. Der aktuelle Bericht der Kommission über die Nutzung elektronischer Behördendienste untersucht den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der öffentlichen Verwaltung, die grenzüberschreitende Interoperabilität und digitale Interaktion zwischen Verwaltungen, Bürgern und Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten und acht Nicht-EU-Ländern.

 

 

Der Bericht zeigt, dass sich der Abstand zwischen den am besten und den am schlechtesten abschneidenden Ländern verringert hat; er liegt mit 42 Prozentpunkten deutlich unter dem Stand von 2012-2015 (50 Prozentpunkte). Am weitesten fortgeschritten ist Europa auf dem Gebiet der Nutzerorientierung, was bedeutet, dass die Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltungen insbesondere darauf abzielen, die Bedürfnisse und Erwartungen der Bürger zu erfüllen. Weitere Anstrengungen sind auf dem Gebiet der Sicherheit der öffentlichen Online-Dienste sowie der Transparenz, grenzüberschreitenden Mobilität und der Verfügbarkeit von elektronischer Identifizierung und eDokumenten erforderlich.

Um die Behörden dabei zu unterstützen, bessere elektronische Dienstleistungen (eGovernment-Dienste) zu erbringen, die sich an den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen orientieren, hat die Kommission 2016 den EU-eGovernment Aktionsplan 2016-2020 vorgestellt. Ziel des Aktionsplans ist es, dass die Behörden und sonstigen öffentlichen Stellen in der Europäischen Union bis 2020 grenzübergreifende, personalisierte, nutzerfreundliche und – über alle Abläufe hinweg – vollständig digitale öffentliche Dienste für alle Menschen und Unternehmen in der EU anbieten. Der e-Government-Bericht, den es seit 2002 gibt, bildet eine wichtige Grundlage für weitere politische Maßnahmen zur Förderung dieser Dienste.

Weiterführende Links

https://ec.europa.eu 
eGovernment Benchmark 2019