News

Silicon Saxony: Sachsens Hightechindustrien begrüßen neues Kompetenzzentrum für das Digitalzeitalter

  • Silicon Saxony: Sachsens Hightechindustrien begrüßen neues Kompetenzzentrum für das Digitalzeitalter
    Status Quo: Dresden ist der größte Mikroelektronikstandort Europas und damit ein zentraler Ort bei der Digitalisierung der Industrie und der gesamten Wirtschaft.

Sachsens Hightechindustrien werden ihre Kompetenzen in einem neuen Innovationszentrum, um die Digitalisierung der deutschen Leitindustrien erfolgreich voranzutreiben, einbringen. In dem sogenannten "Smart Systems Hub" wollen sächsische Wissenschafts- und Wirtschaftsakteure aus den Bereichen Mikroelektronik, Sensortechnik, Connectivity und Software künftig gemeinsam an neuen intelligenten Systemen arbeiten, die als Basistechnologie viele Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge (Internet of Things) ermöglichen werden. Der "Smart Systems Hub – Enabling the Internet of Things (IoT)" wird dazu eine Vielzahl vorhandener sächsischer Infrastrukturen, Initiativen, Themen und Verbünde unter einem Dach zusammenzuführen, um die Schlagkraft für die Entwicklung anwendungsorientierter digitaler Informations- und Kommunikationstechnik zu stärken.


Die sächsische Staatsregierung unterstützt dieses Vorhaben. Ministerpräsident Stanislaw Tillich stellte am Dienstag in der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit Wirtschaftsminister Martin Dulig, Professor Frank Schönefeld vom Branchenverband Silicon Saxony und Professor Frank Fitzek von der TU Dresden (5G-Lab Germany Coordinator) die Pläne für den Smart Systems Hub vor. Zuvor hatte das Kabinett bereits grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Die neue Ideenschmiede soll an Europas führendem Halbleiterstandort, in Dresden, entstehen und zugleich interessierte Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Sachsen einbinden, die an dem Zukunftsthema Internet der Dinge arbeiten.

Voraussetzung für die Unterstützung des Vorhabens durch die sächsische Staatsregierung waren konzeptionelle Vorarbeiten, die im Sommer 2016 unter Mitwirkung des Branchenverbandes Silicon Saxony e. V. begonnen haben. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie der Staatsregierung arbeiten seither eng zusammen, um das Vorhaben zum Erfolg zu führen. Für die Realisierung des Smart Systems Hub geht die Staatsregierung von einer Gesamtinvestition in Höhe von 80 bis 100 Millionen Euro aus. Bereits in der Startphase können in und um das Zentrum herum mehrere hundert Stellen entstehen.

"Die sächsische ITK-Industrie begrüßt den Hub außerordentlich. Damit wird die digitale Transformation etablierter Industrien ermöglicht und eine neue Etappe für Wirtschaftswachstum mit Plattform-Geschäftsmodellen eingeleitet. Der Hub schafft die Grundlage für eine Verdopplung der sächsischen ITK-Industrie in den nächsten zehn Jahren", sagt Professor Frank Schönefeld, Vorstand im Silicon Saxony e. V. Professor Frank Fitzek ergänzt: "Das Hub Konzept verbindet die Stärken der sächsischen Forschungslandschaft, Mikroelektronik, drahtlose Kommunikation und Software. Dadurch werden neue Industriemärkte erschlossen und exzellente Forschung wird ganzheitlich betrieben."

Der sächsische Smart Systems Hub greift das vom Digitalverband Bitkom e. V. initiierte und vom Bundeswirtschaftsministerium weiter vorangetriebene Hub-Konzept auf und spezifiziert es vor dem Hintergrund der sächsischen Industrie- und Forschungslandschaft und Leitindustrie Mikroelektronik in der Region Dresden. Auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung im November 2016 wurden bereits mehrere Städte und Regionen als Hub benannt, darunter Frankfurt/Main für das Thema Finanzen sowie München für das Thema Mobilität.

"Für die Zukunftsfähigkeit dieser Industrien sind intelligente Systeme eine notwendige Voraussetzung", sagt Heinz Martin Esser, Vorstand des Silicon Saxony e. V. "Wir werden nicht nur Lösungen entwickeln, um die digitale Transformation dieser Branchen mitzugestalten, der Smart Systems Hub wird einen wichtigen Beitrag für die Sichtbarkeit Sachsens als innovativer Digitalstandort leisten. Davon werden die klein- und mittelständischen Spezialisten aus dem Silicon Saxony profitieren, die durch den Zugang zu den anderen nationalen Hub-Standorten näher an potenzielle Kunden rücken", sagt Esser. Der Sachsen-Hub soll mit einem Co-Innovation-Center als Herzstück ein einmaliger Anziehungspunkt für neue unternehmerische Investitionen und die Gewinnung von Fachkräften aus dem In- und Ausland werden. Der bekannte Clusteransatz wird dabei durch einen stärkeren Fokus auf Unternehmensgründungen in der Region weiterentwickelt.

Die offizielle Bewerbung für den "Smart Systems Hub – Enabling the Internet of Things (IoT)" wird der Freistaat im März beim Bundeswirtschaftsministerium einreichen. Die Entscheidung über die Aufnahme in das bundesweite Hub-Konzept wird für den Frühsommer 2017 erwartet. 

Über SILICON SAXONY e. V.

Der Silicon Saxony e. V. ist der größte Industrieverband für Mikro- und Nanoelektronik, Photovoltaik, Software, Smart Systems und Applikationen in Europa. Der Verein wurde im Dezember 2000 als Netzwerk der Halbleiter-, Elektronik- und Mikrosystemindustrie gegründet. Er verbindet Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen am Wirtschaftsstandort Sachsen. In den 320 Mitgliedsunternehmen, die einen Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro pro Jahr erzielen, sind derzeit rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Weiterführende Links

www.silicon-saxony.de
Informationen zum Smart Systems Hub (PDF)
Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei
Pressemitteilung der TU Dresden

Grafik: Silicon Saxony