GAP-Projekt

Gesunde Arbeit in Pionierbranchen - GAP

Hintergrund und Ziele des Gesamtprojektes

Die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) setzt auf Digitalisierung und intelligente Vernetzung von Produktions- und Dienstleistungsprozessen. Die gesundheitlichen Folgen des technologischen Wandels sind aber derzeit schwer einschätzbar und sind sowohl mit Chancen als auch mit Risiken für die Beschäftigten verbunden.

Die Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeit steht im Mittelpunkt des vom BMBF finanzierten Projektes "Gesunde Arbeit in Pionierbranchen", GAP. Durch das GAP-Projekt werden erstmalig die Lücken im Arbeits- und Gesundheitsschutz angesichts neuester technologischer Anforderungen der Industrie 4.0 sichtbar gemacht. Mit Pilotunternehmen und Technologienetzwerken werden für die drei Pionierbranchen Photonik, Halbleitertechnik und Windenergie Praxisinstrumente konzipiert und erprobt: Innerhalb von drei Jahren werden u.a. eine betriebliche Toolbox mit mehreren arbeitsmedizinischen Instrumenten, ein Manual zur Umsetzung der Netzwerkkoordination, ein Fallstudienarchiv und Qualifizierungskonzepte entstehen.

Akteure im GAP

Akteure im GAP Projekt

 

Entwicklung einer Kommunikationsplattform für Arbeits- und Gesundheitsschutz im Hersteller-Anwender-Austausch

Als sächsischer High-Tech-Branchenverband bringt der Silicon Saxony mit ca. 250 klein- und mittelständischen Unternehmen, die insbesondere in den Bereichen Mikroelektronik und Software tätig sind, potenzielle Nutzer der Projektergebnisse in das Projekt mit ein. Die Mitgliedsfirmen und Forschungseinrichtungen vereinen einerseits die Kompetenzen für die Entwicklung sogenannter Cyber-Physikalischer-Systeme, die die reale mit der digitalen Welt verbinden und sind damit Lösungsanbieter für die moderne (smarte) Mobilität, für zukünftige Gesundheitslösungen, "Smart Cities", "Smart Energy" u.a. Zur Bewältigung der Megatrends wie zunehmende Urbanisierung, Demografischer Wandel, Ressourcenknappheit u.a. sind derartige „smarte“ Lösungen unerlässlich. Andererseits ist ein Teil der Unternehmen bereits heute stark von den Themen wie Industrie 4.0, aber auch der zunehmenden Digitalisierung aller Geschäftsabläufe selbst betroffen. Ebenso führt die Globalisierung der Unternehmen schon heute zu erheblichen Änderungen in den Arbeitsabläufen, -zeiten und -erfordernissen. Diese Anpassungen sollen zunächst in einem geeigneten „Pilotunternehmen“, erfasst und analysiert werden.

Als wichtigstes technisches Arbeitsziel gilt es, eine Plattform für Arbeits- und Gesundheitsschutz (AGS) zu etablieren und auf dieser Grundlage Angebote für KMU zu entwickeln. Die regelmäßige Durchführung dieses Austauschs- und Vernetzungsformats für Netzwerkmitglieder stellt sicher, dass frühzeitig eine bedarfsgerechte Ausrichtung erfolgt. Das Pilotunternehmen wird als prototypischer Fall darin eine Schlüsselrolle spielen.

Weil Mitgliedsunternehmen des Silicon Saxony unmittelbar an der zunehmenden Digitalisierung von Gesellschaft und Produktion beteiligt sind, wird ein Arbeitsschwerpunkt des Silicon Saxony auf der Beratung der Entwickler von Industrie 4.0-Lösungen liegen. Diese wissenschaftliche Zielsetzung des Rückspielens von Ergebnissen ist ein weiterer wichtiger Beweggrund zur Projektteilnahme. Durch die Beschreibung des Arbeits- und Belastungswandels durch Digitalisierung und Vernetzung bei den Anwendern bekommen die Hersteller Anhaltspunkte für die gesundheitsgerechte Gestaltung solcher Industrie 4.0-Prozesse.

Wie können Sie profitieren?

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Mehr Informationen

Alle Informationen zum Projekt finden Sie auf der offiziellen Projektwebsite.

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In unserem neuen Arbeitskreis "Gesundes Arbeiten 4.0" werden Aspekte rund um das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz im Bereich Industrie 4.0 diskutiert und fachgerecht aufbereitet. Profitieren auch Sie von den zukünftigen Forschungsergebnissen und rüsten Sie Ihr Unternehmen mit fachlichem Know-how.

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