Dresden, 12. März 2026. Der OSTRA-DOME in Dresden erneut zum Treffpunkt der internationalen Software-Community. Die DecompileD 2026 besuchen über  400 Entwicklerinnen und Entwickler, Produktverantwortliche sowie Tech-Entscheider aus der ganzen Welt. Im Zentrum stehen die Fragen, wie sich Künstliche Intelligenz konkret in Entwicklungsprozesse integrieren lässt, wie moderne Cloud-Architekturen skaliert werden und wie Produktteams unter steigender Komplexität handlungsfähig bleiben.

Internationale Perspektive mit globalen Playern
Mit Speakerinnen und Speakern u.a. von GitHub, AWS, Uber, SAP, Grafana Labs, Blue Yonder, LinearB,  Communardo und ParshipMeet bringt die DecompileD internationale Perspektiven direkt nach Dresden. Gäste reisen unter anderem aus Brasilien, Japan, Frankreich, Belgien und Tschechien an. Damit erhalten regionale Entwicklerteams Zugang zu Expertise, für die sonst internationale Konferenzen erforderlich wären. Für Tech-Events dieser Größenordnung in Deutschland ist eine derart hohe internationale Beteiligung keineswegs selbstverständlich. „Die DecompileD 2026 macht Dresden und Sachsen einmal mehr zu einem zentralen Hotspot der Softwareentwicklung in Deutschland. Die Konferenz rückt den Einsatz von KI in der Codeentwicklung in den Mittelpunkt und liefert internationale Einblicke aus erster Hand. Nach der These „Software is eating the world“ stellt sich nun die Frage, ob künftig „AI is eating software“ gilt und in welchem Maß die verbreitete „AI Angst“ tatsächlich berechtigt ist“, sagt Prof. Dr. Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidium Silicon Saxony und Deutsche Telekom MMS.

Neue Studie: AI in der Softwareentwicklung – weit verbreitet, kaum durchdacht
Eine aktuelle Interviewstudie des Beratungshauses DevBoost unter 80 Tech-Leads aus dem DACH-Raum, mit CTOs, VP Engineering und Entwicklungsleiter überwiegend aus mittelständischen Softwareunternehmen, zeichnet ein ernüchterndes Bild: KI ist in der Breite angekommen, aber strategisch kaum unterfüttert.
Die zentralen Befunde:

  1. 97 Prozent der Befragten nutzen bereits KI in der Softwareentwicklung, doch nur 6 Prozent der Tech Leads sind mit der bisherigen Einführung vollständig zufrieden.
  2. Die meistgenutzten Anwendungsfälle sind Code-Generierung (91 Prozent) und Dokumentation, getrieben weniger durch Strategie als durch die Verbreitung populärer Tools wie GitHub Copilot und ChatGPT. Das Ergebnis: viele Tool-Lizenzen, aber geringer messbarer Business-Impact.
  3. KI wirkt als Verstärker bestehender Strukturen. Teams mit soliden Prozessen, klaren Coding-Standards und etablierten Review-Workflows profitieren messbar. Wo diese Grundlagen fehlen, macht KI Schwächen schneller sichtbar – und verlangsamt Teams im Zweifel sogar.
  4. Die Beschleunigung beim Code-Schreiben verschiebt lediglich den Engpass: Über 20 Prozent der Befragten berichten von einem deutlich gestiegenen Review-Aufwand, der den Produktivitätsgewinn wieder auffrisst.

Die Kernbotschaft des DevBoost AI Report  ist klar: Die entscheidende strategische Frage lautet nicht „Welches Tool?“, sondern „Welcher Use Case zuerst?“ und genau diesen Schritt überspringen derzeit die meisten Unternehmen. Die Studienergebnisse sind ab dem 12. März hier downloadbar.

Fokus auf produktive KI im Engineering-Alltag

Die Konferenz rückt jene Themen in den Mittelpunkt, die Softwareentwicklung derzeit grundlegend verändern. Im Fokus steht der produktive Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz. Diskutiert wird nicht die Vision, sondern die Anwendung im Alltag: Wie lassen sich KI-gestützte Code-Assistenten sinnvoll in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren? Welche Auswirkungen haben Large Language Models auf Architekturentscheidungen, Testing-Strategien und Release-Zyklen? Und wie verändert sich die Rolle von Entwicklerinnen und Entwicklern, wenn KI vom Experimentierfeld zum operativen Werkzeug wird? Die Keynote hält Pierre Tempel, Director of Product Management bei GitHub. Unter dem Titel „Ship Faster, Break Less: Practical AI for Builders“ zeigt er, wie KI-gestützte Werkzeuge Entwicklungszyklen verändern und Produktivität messbar steigern können.

Cloud, Produktentwicklung und Engineering-Kultur

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf modernem Cloud Engineering. Themen wie skalierbare Infrastrukturen, Observability, Security, Resilience und Plattformstrategien stehen im Fokus. Gerade vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und komplexer, verteilter Systeme berichten Unternehmen aus erster Hand, wie sie Innovationsgeschwindigkeit und Stabilität in Einklang bringen. Auch Web- und Mobile-Development werden strategisch betrachtet. Performance-Optimierung, Nutzerzentrierung, moderne Frontend-Architekturen und die Integration intelligenter Services zeigen, wie eng Produktmanagement und Engineering heute verzahnt sind. Erfahrungsberichte internationaler Unternehmen verdeutlichen zudem, wie sich Teamstrukturen, Qualitätsprozesse und Zusammenarbeit unter dem Einfluss von KI und Automatisierung verändern. Das Programm umfasst vier parallele Tracks zu Generative AI, Cloud Engineering, Web und Mobile Development sowie Product Development und Engineering Stories. Ergänzt wird es durch zwei Masterclasses, ein Lightning-Talk-Format für kompakte Impulse sowie eine Live-Aufzeichnung des Podcasts programmier.bar.

Stärkung des Tech-Standorts Dresden
Die DecompileD wird von einem Organisationsteam aus der regionalen Tech-Szene getragen, darunter Vertreter von DevBoost, WAKU Robotics und Alarm Dispatcher. Ziel ist es, der Community einen Ort für fachlichen Austausch, Benchmarking und internationale Vernetzung zu bieten. Gleichzeitig sendet die Konferenz ein klares Signal über die Region hinaus. Silicon Saxony wird traditionell als führender Mikroelektronik-Standort wahrgenommen. Zunehmend etabliert sich das Cluster jedoch auch als Software-Standort mit internationaler Strahlkraft. Dass Fachleute aus verschiedenen Kontinenten gezielt nach Dresden reisen, um hier ihr Wissen zu teilen und sich mit der lokalen Szene auszutauschen, unterstreicht diese Entwicklung. Die DecompileD zeigt damit, dass Dresden als Technologie-Standort nicht nur industrielle Exzellenz, sondern auch moderne Software- und KI-Kompetenz bündelt und international sichtbar macht. „Die regionale Entwicklerszene ist bereits sehr gut vernetzt. DecompileD schafft eine zusätzliche Plattform: sowohl für einen sehr informellen Austausch innerhalb der Community als auch für die weitere Vernetzung mit neuen Unternehmen und Technologien. Die Vorträge werden von Fachleuten gehalten und sind sehr informativ. Sie zeigen einmal mehr das Innovationspotenzial und die digitale Schlagkraft der Region“, sagt Linda Splitt, Senior Business Development Manager Cloud&Heat Technologies GmbH.

Wer steckt hinter DecompileD?

Ein Kollektiv aus Kollegen und Freunden, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Tech-Branche kommen, hatten 2018 die Idee, ein großes Softwareevent zu organisieren. Seit 2019 hat Silicon Saxony die Organisation der Veranstaltung übernommen mit der festen Überzeugung, dass Dresden als Bildungs-, Innovations- und Wirtschaftsstandort viel Potenzial im Tech-Bereich hat und eine internationale Tech-Konferenz wie die DecompileD braucht, um aktuelle Themen und Keyplayer sichtbar zu machen. Dieser Wunsch ist das Ergebnis vieler Gespräche mit Fachleuten, Start-up-Gründer und Studierenden. Auch das wachsende Interesse von Wissenschaft und Wirtschaft an den Bereichen Cloud, Mobile Development und Machine Learning ist ein starkes Argument dafür.

Etablierung eines Tech-Hubs
Die Partner der DecompileD tragen zur Vision bei, einen Tech-Hub im Osten Deutschlands zu etablieren und so die spannendsten Themen der Branche nach Hause zu bringen. DecompileD bietet Unternehmen eine attraktive Plattform, um sich der lokalen Entwicklerszene zu präsentieren. 

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Über Silicon Saxony: Der Silicon Saxony ist mit über 650 Mitgliedern das größte Hightechnetzwerk Sachsens und eines der größten Mikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands sowie Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner Gründung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen/Universitäten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie branchenrelevante Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darüber hinaus. Übergeordnete Ziele der Netzwerkarbeit sind u.a. der Ausbau sowie die Stärkung des führenden Mikroelektronikstandortes Europas als auch das Vorantreiben der parallel verlaufenden Entwicklung hin zu einem Softwareland Sachsen.